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Duderstädter bewältigt beim Ötztaler Radmarathon 238 Kilometer

Sportliche Herausforderung Duderstädter bewältigt beim Ötztaler Radmarathon 238 Kilometer

Der 238 Kilometer  lange Ötztaler Radmarathon mit Start und Ziel im österreichischen Sölden gilt als einer der drei härtesten in Europa. Der Duderstädter Karsten Thriene bewältigte dabei 5500 Höhenmeter sowie vier Alpenpässe und erfüllte sich damit einen lang gehegten Wunsch.

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Traum erfüllt: Karsten Thriene aus Duderstadt bewältigt beim Ötztaler Radmarathon 238 Kilometer und 5500 Höhenmeter erfolgreich.

Quelle: EF

Duderstadt. Als der 42-Jährige nach 12:25 Stunden ins Ziel kam, waren Stolz und Freude größer als die Erschöpfung. „Das war ein einschneidendes Erlebnis“ sagte der selbstständige Friseurmeister, der seit 20 Jahren in die Pedale tritt. Mit der Teilnahme an der Großveranstaltung, für die sich 15367 Athleten aus 58 Nationen beworben hatten, hatte Thriene die „ultimative  sportliche Herausforderung“ gesucht – und gemeinsam mit rund 4000 Mitstreitern auch gefunden.

Fast die Hälfte der Strecke bestand aus Anstiegen, dazu knallte die Sonne gnadenlos vom Himmel. „Teilweise waren es bis zu 43 Grad“, berichtete der gebürtige Duderstädter, der allen Strapazen dank seines eisernen Willens, jeder Menge Energieriegel und Bananen und literweise getrunkener Tee-Wasser-Mischung jedoch trotzte. Sehr zur Freude seiner Eltern sowie Lebensgefährtin Katharina Osburg, die im Zielbereich mitfieberten. Durchgehalten zu haben, sei „der Punkt auf dem i“ gewesen, bekräftigte Osburg. „Wenn er aufgegeben hätte, wäre er später bestimmt wehmütig geworden.“

Schließlich hatte Thriene seinen Alltag zuvor „speziell auf dieses Event ausgerichtet“. Der Ausdauersportler verzichtete in der Vorbereitung, die in den letzten vier Monaten noch intensiviert wurde, auf Alkohol, Süßigkeiten und Kuchen,  stand am Wochenende um fünf Uhr morgens auf, um ab 6 Uhr bis zu 8,5 Stunden lange Einheiten zu absolvieren. Nicht nur der Körper muss bei einer solchen Extrembelastung mitspielen. „Man muss mental sehr stark sein“, weiß Thriene.
Die langen Anstiege, die teilweise 18 Prozent Steigung aufwiesen, waren eine Besonderheit, die der Eichsfelder vorab nicht im Training simulieren konnte. „So etwas gibt es hier in der Umgebung nicht, auch nicht im Harz“, erklärte Thriene. Um sich im Teilnehmerfeld, dem auch semiprofessionelle Fahrer angehörten, behaupten zu können, hatte sich der 42-Jährige, der früher Mountainbiker war, vom Gieboldehäuser Fachgeschäft „Benotti“, sein nur 6,3 Kilogramm schweres Rad extra maßanfertigen lassen. Damit fuhr er schließlich auf Rang 3447 über die Ziellinie. „Hauptsache Finisher“, betonte er anschließend.

Höchste Aufmerksamkeit war zuvor bei den Abfahrten gefordert. Bei einer Spitzengeschwindigkeit von 92,5 Stundenkilometern hätte jeder kleine Fehler böse Folgen haben können. „Da ist vollste Konzentration gefragt“, unterstreicht der Friseurmeister. Nicht nur auf kleine Steine oder Unebenheiten im Asphalt mussten die Teilnehmer vorbereitet sein. Einmal überquerte eine Kuhherde seelenruhig die Straße – da waren Geschick und Geduld gefragt.

So beeindruckend die Teilnahme am Ötztaler Radmarathon auch war, im kommenden Jahr wird Thriene nicht an den Start gehen. „Vielleicht wieder 2020“, sagt er – dann jährt sich das Radspektakel im Ötztal zum 40. Mal.

Von Christian Roeben

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