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ESV Rot-Weiß und Sparta planen Fusion zur Saison 2016/17

Frauenfußball ESV Rot-Weiß und Sparta planen Fusion zur Saison 2016/17

Es könnte ein erfolgreicher Zusammenschluss werden: Die beiden Frauenfußball-Abteilungen von Sparta und vom ESV Rot-Weiß planen zur Saison 2016/17 eine Fusion.  Gemeinsame Gespräche hatte es schon am Ende der zurückliegenden Spielzeit gegeben, allerdings reichte die Zeit nicht mehr aus, um organisatorisch alles Notwendige zu regeln.

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Soll bald der Vergangenheit angehören: Sparta und Rot-Weiß als Kontrahenten auf dem Spielfeld.

Quelle: Pförtner

Göttingen. „Es wäre einfach zu kurzfristig gewesen. Hoffentlich klappt es im kommenden Jahr“, sagt Sparta-Trainer Norbert Meyer. Die ersten Mannschaften beider Vereine spielen in der Oberliga. Sparta wurde in der abgelaufenen Saison souverän Meister, der ESV folgte mit acht Punkten Abstand auf Platz zwei. „Perspektivisch könnte es dann auch mit der Regionalliga klappen“, sagt Meyer, dessen Team schon frühzeitig den Aufstiegs-Verzicht mitgeteilt und so den Weg für den Weststaffel-Meister Delmenhorst frei gemacht hatte.

 
Der 51-Jährige drängt darauf, den Dialog fortzuführen und den Zusammenschluss auf den Weg zu bringen. Eine Basis sei längst gefunden. „Dann können wir bis zur Halbserie alles festzurren und für die nächste Spielzeit planen.“ In dieser könnte es dann Teams in allen Leistungsklassen geben, so dass für alle Spielerinnen das passende Niveau dabei wäre. Er selbst müsse in Zukunft „nicht unbedingt an vorderster Front“ stehen, er könne sich auch gut vorstellen, junge Spielerinnen in einer zweiten Mannschaft auszubilden.  

 
Von den Sparta-Spielerinnen weiß Meyer, dass sie einer Fusion positiv gegenüber stehen. „Die Mädels haben absolut nichts dagegen. Die meisten von ihnen sind Studentinnen von außerhalb, die ohnehin keine engere Bindung zu einem der beiden Vereine haben. Sie alle kennen sich sehr gut, die Vereine liegen nebeneinander“, zählt der C-Lizenz-Inhaber auf.

 
Positive Signale kommen auch aus dem Lager der Rot-Weißen, wenngleich Hans-Werner Wehmeyer, stellvertretender Vorsitzender und Frauenwart in Personalunion, zugibt, nicht von Beginn an begeistert von der Idee gewesen zu sein. „Zunächst war ich enttäuscht und fand es nicht gut, dass die ersten Gespräche auf Trainerebene gelaufen sind, ohne die Vorstände einzubeziehen“, sagt der langjährige Trainer in beiden Vereinen. Inzwischen hat er sich mit dem Gedanken angefreundet, und steht einer Fusion positiv gegenüber. „Schade, dass Sparta so früh den Aufstiegs-Verzicht in die Regionalliga erklärt hatte, ich hätte auch einen Schnellschuss mitgemacht“, sagt Wehmeyer. Längst sind die Vorstände involviert. „Wir bewegen uns aufeinander zu, der Wille ist da“, so der stellvertretende ESV-Vorsitzende. Betroffen ist von einer Fusion nur der Frauenbereich, bei der Finanzierung dieses neuen Konstruktes bewege man sich auf Augenhöhe.

 
„Die Abteilungen beider Vereine fahren die gleiche Linie, wollen ein starkes Team für die Region aufbauen“, sagt der Sparta-Vorsitzende Benjamin Raabe. Er möchte, dass die Frauen und Mädchen von dieser Lösung profitieren, dass Talente aus Südniedersachsen in der Nähe bleiben. „Wir haben gute Gespräche geführt und werden diese fortsetzen.“ Auch Raabes Ziel, der schon Mädchen-Trainer bei Sparta gewesen ist, ist es, die Fusion zur Saison 2016/17 zu realisieren.

Von Kathrin Lienig

 

KOMMENTAR

Noch ist kein Vertrag unterschrieben, aber der ESV Rot-Weiß und sein direkter Nachbar Sparta sind auf dem besten Weg, im Frauenfußball zukünftig gemeinsame Sache zu machen. Nach vielen Gesprächen scheinen persönliche Anliegen hintenangestellt worden zu sein. Es geht um die Sache, gut so.

 
Wer genauer hinschaut, merkt schnell, dass von einer Fusion beide Vereine gleichermaßen profitieren können. Was der eine nicht hat, kann der andere zusteuern. Also gibt es die bei Zusammenschlüssen oft nicht gegebene Augenhöhe tatsächlich. So bringen die Rot-Weißen beispielsweise eine für den Regionalliga-Aufstieg dringend benötigte, gut bestückte Juniorinnen-Abteilung mit, Sparta den Kunstrasen, der Ganzjahres-Training unter freiem Himmel und Verlässlichkeit in Sachen Spielplan garantiert. Und nicht zu vergessen: die räumliche Nähe. Selten war eine Fusion logischer als diese. Bleibt zu wünschen, dass die Verantwortlichen das Ding durchziehen – des Frauenfußballs wegen. Sie würden in der Stadt auch eine Vorreiterrolle übernehmen, gänzlich ohne Zwänge eine Zusammenarbeit zu erreichen: Schließlich haben es die beiden Stadtrivalen im Herrenbereich schon einige Male vergeblich versucht, gemeinsame Sache zu machen.      

 

Von Kathrin Lienig

Kathrin Lienig

Kathrin Lienig

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