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Eichsfelder beim Härtestes Hindernisrennen Kontinentaleuropas

Mit Baumstämmen im Eiswasser Eichsfelder beim Härtestes Hindernisrennen Kontinentaleuropas

Laufen ist ein fester Bestandteil im Leben von Daniel Hublitz. Deswegen stimmte er auch gleich zu, als ihn sein Freund Christian Krone im Spätsommer fragte, ob sie nicht gemeinsam an einem 24-Kilometer-Rennen am 6. Dezember in Rudolstadt teilnehmen wollen.

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Gegenseitige Unterstützung: Christian Krone (l.) hilft seinem Freund Daniel Hublitz über die glitschigen Treckerreifen.

Quelle: EF

Rudolstadt/Eichsfeld. Hublitz, der bereits mehrere Iron-Man-Rennen bestritten hat, wusste da auch noch nicht, worauf er sich einlassen würde. 

„Als er mir die Startunterlagen unter die Nase gehalten hat, da wusste ich erst, worum es geht“, erzählt der Duderstädter. Beim „Getting Tough – the race“, handelt es sich um das härteste Hindernisrennen Kontinentaleuropas.

„So eine körperliche und psychische Anstrengung habe ich noch niemals erlebt“, berichtet Hublitz. 1000 Höhenmeter mussten über die gesamte Distanz bewältigt werden, 38 Prozent Steigung wurden teilweise auf allen Vieren gemeistert, als kleine Zugabe musste noch ein Autoreifen auf dem Rücken transportiert werden.

Um 10.30 Uhr gingen 2400 Starter ins Rennen, bereit, sich auf dieser Distanz 24 Hindernissen zu stellen. Die Außentemperatur lag bei null Grad – gemütlich sieht ganz anders aus. Bereits nach 150 Metern mussten die Teilnehmer das erste Mal in die Knie, es wartete ein mit Stacheldraht gespicktes Hindernis. Anschließend ging es durch einen Wassergraben (insgesamt hatten die Starter zwölfmal Wasserkontakt).

„Da war man natürlich das erste Mal klitschnass und der Puls ging oben durch die Decke“, erklärt Hublitz. Als er das Fünf-Kilometer-Schild sah, war er bereits fix und fertig. „Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, wie ich die noch verbleibenden 19 Kilometer schaffen sollte“, erläutert der Triathlet. Doch sein Mitstreiter Christian Krone, der zuvor noch niemals eine solche Distanz gelaufen war, riss ihn mit, wollte unbedingt mit ihm gemeinsam das Ziel erreichen.

„Ich denke, es ist einfach die Suche nach Herausforderung“, sagte der 39-jährige Krone, der trotz der Strapazen noch einmal in Rudolstadt starten würde.

Das Rennen an sich werden die Freunde ohnehin nicht so schnell vergessen. Aber ein Hindernis ist ihnen besonders „ans Herz gewachsen“. Im so genannten „Freibad“, das 30 Meter lang war, lagen sieben Baumstämme auf dem Wasser, die jeweils überwunden werden mussten.

„Da musste man mit dem Kopf immer ins eiskalte Wasser eintauchen, das war schon eine Grenzerfahrung“, sagte Hublitz. Besonders für Christian Krone, der mit seinem Kreislauf zu diesem Zeitpunkt erhebliche Probleme hatte.

Doch getragen von den Mitleidenden und dem eigenen Ehrgeiz näherten sie sich Meter für Meter dem begehrten Ziel. „Auf den letzten Kilometern waren die Hindernisse immer enger gesteckt“, berichtet Hublitz. Das Duo kämpfte sich durch, schaffte sogar in 2:41 Stunden eine mehr als passable Zeit, landete auf den Plätzen 150 und 151.

„Die Zeit war uns völlig egal, wir hatten gar keine Uhr mit, wollten einfach nur Spaß haben und waren am Ende stolz wie Oskar“, sagt   Hublitz und schmunzelte dabei. Eine sichtbare Erinnerung haben die beiden auch, nämlich etliche Hämatome, die als Andenken vorübergehend den Körper zieren. Etwas länger haben wird Daniel Hublitz von einer Verletzung, die er sich einen Tag nach dem Rennen beim „Auslaufen“ zuzog.

„Ich bin ausgerutscht und musste mit sieben Stichen genäht werden“, ärgert er sich über sein Missgeschick.

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