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Ein Dreier, der sich anfühlt wie ein Sechser

Fußball-Bezirksoberliga Ein Dreier, der sich anfühlt wie ein Sechser

Der RSV 05 bleibt in der Fußball-Bezirksoberliga weiter in der Erfolgsspur. Allerdings war die Vorstellung der Schwarz-Gelb-Grünen beim 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen den sturmschwachen Drittletzten SV Lengede allenfalls durchschnittlich.  

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Eleganter Ausfallschritt: RSV-Akteur Elvis Hasani behauptet mit dieser akrobatischen Einlage den Ball.

Quelle: Pförtner

Geismar. „Ab Platz vier geht’s gegen den Abstieg, das heißt, wir haben nur noch Endspiele“, warnte Trainer Helmut Latermann vor der Partie. Gleichzeitig forderte er seine Spieler auf, persönliche Dinge hinten anzustellen: „Ganz egal, bei welchem Klub der Einzelne nächstes Jahr spielt, wichtig ist zu diesem Zeitpunkt ganz allein der RSV.“ 

Der RSV schien die Forderung des Coaches schnell umsetzen zu wollen. Schon nach vier Minuten hatte 05 die erste Chance, doch Oudali wurde für seine schöne Direktabnahme nicht belohnt. In der Folge setzte sich jedoch zunächst das Konzept von Gästetrainer Mühl durch, das vorsah, aus einer kompakten Abwehr heraus den einen oder anderen Konter zu setzen. Der RSV agierte zwar leicht feldüberlegen, erspielte sich aber kaum Möglichkeiten. Schade: Zwar hatten die Fans ein „05 aus Leidenschaft“-Banner aufgehängt, aber auf leidenschaftliche Anfeuerungsrufe wartete ihre Elf vergeblich. Lediglich Schiedsrichter Schamuhn brachte nach einem Foul am Lengeder Franke mit einer launischen Bemerkung etwas Abwechslung in den müden Sommerkick: „Aber Herr Leonhardt, so was bei Ihrer Klasse.“ 

Doch wie das beim Fußball so ist, eine einzige Aktion genügte, um 40 langweilige Minuten vergessen zu machen. Beyazit hatte von rechts geflankt, der ansonsten starke Gästekeeper Militschenko unterlief den Ball, und Oudali netzte aus wenigen Metern Entfernung ein. 

Nach Wiederanpfiff waren die Platzherren auf die Entscheidung aus. Zunächst zirkelte Dierks aus wenigen Metern links vorbei (47). In der 55. Minute stieg dann Oudali innerhalb weniger Sekunden zweimal zum Kopfball hoch, doch Militschenko rettete jeweils per Glanzparade. Fünf Minuten später der Schock für den RSV: Der eingewechselte Lengeder Üstün traf nach scharfer Hereingabe erst den Pfosten, dann ins Tor. Der Ausgleich? Nein. Referee Schamuhn zeigte Abseits an, da gab selbst die Göttinger Bank zu, Glück gehabt zu haben. 

In der Schlussphase warfen die Gäste noch mal alles nach vorn und machten Druck, doch ihre Stürmer hatten nicht die Klasse, Doods’ Gehäuse ernsthaft in Gefahr zu bringen. Auf der anderen Seite unterlief Schamuhn eine klare Fehlentscheidung, als er das Tackling eines Lengeder Abwehrspielers gegen Oudali nicht mit einem Elfmeter ahndete. 

Latermann zeigte sich nach Abpfiff ungewöhnlich milde: „In der derzeitigen Situation geht es nicht darum, schön zu spielen, sondern erfolgsorientiert. Das war heute ein Muss-Dreier, der – gegen einen Mitkonkurrenten erzielt – im Grunde genommen sogar ein Sechser war.“  Hauke Rudolph

RSV: Doods – Leonhardt, Splitt, Diederich – Karakaya (79. Weise), Dierks (85. Reinelt), El-Eid, Ö. Beyazit, Koch, Hasani – Oudali. 

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