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„Ein Traum geht in Erfüllung“

Radrennbahn für 100 000 Euro saniert „Ein Traum geht in Erfüllung“

Weit mehr als 100 000 Euro nimmt die Radsport-Abteilung des Tuspo Weende in die Hand, um die marode Radrennbahn im Stadion der SVG am Sandweg zu sanieren.

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Freuen sich auf die sanierte Radrennbahn am Sandweg: Roland Emme-Weiß, Ulrich Holefleisch, Louis Emme-Weiß, Fiete Lembeck und Holger Buch (von links).

Quelle: Theodoro da Silva

Ein Meilenstein, denn politisch diskutiert wird die Wiederinbetriebnahme seit fast dreißig Jahren. „Für mich geht schlichtweg ein Traum in Erfüllung“, betont Göttingens Fahrrad-begeisterter Bürgermeister Ulrich Holefleisch. Der Grünen-Politiker gehört seit Jahren zu den vehementen Fürsprechern und politischen Triebfedern der Radbahn-Sanierung. Als Mitglied des Sportausschusses der Stadt Göttingen brachte Holefleisch sein Anliegen immer wieder vor, doch letztlich scheiterte das Projekt immer wieder. „Mal waren es die Kosten, mal waren es die falschen handelnden Personen in den Vereinen und manchmal auch einfach die falsche Zeit“, erinnert sich Holefleisch. Ein in den Mitte der 1980er Jahre erstelltes Gutachten beziffert die Sanierungskosten auf damals 580 000 D-Mark.

Nun wurde jedoch schleunigst ein Vertrag zum Nutzungsabkommen mit der SVG, dem Pächter des Sportgeländes, abgeschlossen. Moderiert worden seien die Gespräche von Alexander Frey, Geschäftsführer der Göttinger Sport und Freizeit GmbH, und auch der Stadtsportbund Göttingen stand den beiden Klubs hilfreich zur Seite. „Die jetzt getroffene Vereinbarung garantiert uns unseren Radsport, und die SVG hat keine wesentlichen Beeinträchtigungen im Trainings- und Spielbetrieb“, betont Radsport-Abteilungsleiter Holger Buch. „Montags ist nun Radsport-Tag. Wir halten die Anlage dann frei“, unterstrich Roland Emme-Weiß, 2. Vorsitzender der SVG. Wenn kein Fußball auf der Anlage stattfindet, könne jederzeit mit dem Rad trainiert werden, generell gilt jedoch: „An den restlichen Tagen hat der Fußball Vorrang“, so Emme-Weiß. Aufgrund des Verletzungspotenzials ist ein gleichzeitiges Training von Fußballern und Bahnradfahrern nicht möglich. „Wir benötigen die Bahn für unser Jugend- und Nachwuchstraining. Auf der Straße zu trainieren, ist einfach viel zu gefährlich. Eine Bahn sei zudem auch für das Training der Senioren sehr hilfreich, weil „viele Technik- und Taktik-Elemente“ geschult werden könnten.

Um die Sanierung zu finanzieren geht Tuspo einen eher ungewöhnlichen Weg. „Wir haben ein innovatives Finanzierungskonzept mit Privatdarlehen gewählt. Somit können wir schnell mit den Arbeiten beginnen. Wir hoffen, dass wir im Oktober dieses Jahres die Bahneröffnung feiern können“, sagt Buch. In Eigenleistung soll die Bahn gesäubert werden, die Asphaltarbeiten werden von der Firma RST ausgeführt. Die eigentlichen Arbeiten sollen nur wenige Tage dauern. Refinanziert soll die Bahn durch Fördermittel und Spenden werden. „Wir wollen symbolisch Meter an private und gewerbliche Sponsoren verkaufen. Die Förderer sollen auf einer Sponsorentafel an der Bahn veröffentlicht werden“, kündigt Buch an. Und Holefleisch möchte die „Sparkasse Göttingen an eine versprochene Förderung erinnern“.

Wenn die Bahn fertig ist, verfügt Göttingen über eine von bundesweit nur noch gut 30 Radbahnen. In Niedersachsen gibt es Bahnen in Hildesheim und Hannover. „Die Bahn soll natürlich auch Radsportvereinen aus der Region offen stehen. Wir nehmen auch nur eine kleine Aufwandsentschädigung“, kündigt Buch an.

Von Mark Bambey

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