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Erst Gienger-Vortrag, dann Fusion

Kreissportbund Göttingen-Osterode Erst Gienger-Vortrag, dann Fusion

Jetzt ist es amtlich: Die Sportler waren in Sachen Fusion schneller als Politik und Verwaltung. Seit Montagabend gibt es den Kreissportbund (KSB) Göttingen-Osterode. 

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Kreissporttag in Bovenden.

Quelle: Wenzel

Bovenden. Im gut besetzten Bovender Bürgerhaus fand der konstituierende Kreissporttag statt, bei dem die 146 Delegierten der 450 Vereine aus beiden Landkreisen der Fusion mit ihre Zustimmung gaben.

Vor dem Abarbeiten der Regularien hatte Eberhard Gienger das Wort. Der Turner mit olympischer Bronzemedaille am Reck (1976 in Montreal) war als Gastredner eingeladen worden und referierte zum Thema „Die Zukunft der (Sport-)Vereine in Deutschland - aktuelle Herausforderung und Perspektiven“.

Verein: Kitt in der Gesellschaft

Der 64-Jährige, der für die CDU seit 2002 im Bundestag sitzt, bediente sich bei seinem kurzweiligen und lebendigen Vortrag einiger Gedichte von Wilhelm Busch und Ringelnatz, um über die Bedeutung der Vereine und die Notwendigkeit von Bewegung bis ins hohe Alter zu sprechen. Der dreifache Europameister bezeichnete die Vereine „als Kitt in der Gesellschaft“, gerade in Zeiten zunehmender Globalisierung und Informationstechnologie.

Seine Forderung nach einer täglichen Sportstunde - am besten schon im Kindergartenalter - bezeichnete er zwar als utopisch, legte den Delegierten jedoch ans Herz, dass Kinder und Jugendliche Sport als täglichen Begleiter verinnerlichen sollten. Das „Umziehen von Zivil- in Sportkleidung, um den inneren Schweinehund zu überwinden“, sei auch für Ehrenamtliche oft das größte Hindernis, um sich selbst sportlich zu betätigen.

Bevor gewählt werden konnte, wurden erst einmal Personen vorgestellt, die in der Sportregion Südniedersachsen in verschiedenen Positionen in der Fortbildung, auf der Stolle oder in den Geschäftsstellen tätig sind. Anschließend musste noch ein wenig die Vergangenheit aufgearbeitet werden: Die Jahresabschlüsse 2015 beider Kreissportbünde lagen vor und wurden erläutert, ebenso wie die Rechenschaftsberichte.

Fusion in zwei Stunden

Außerdem kamen die Kassenrevisoren zu Wort. Notwendige Satzungsänderungen wurden den Anwesenden vom Göttinger KSB-Sprecher Klaus Dreßler erläutert und zur Abstimmung gegeben. Diese wurde bei nur wenigen Enthaltungen angenommen. Damit war die Fusion gut zwei Stunden nach Beginn des Kreissportbundes endgültig beschlossene Sache.

Nach der einstimmigen Entlastung der alten Vorstände wurde ein neuer Vorstand gewählt. Übernommen wurde das Teammodell des KSB Göttingen, das dieser 2005 eingeführt hatte. Im Vorstand gibt es eine klare Ressorteinteilung. Die Vorstandsämter haben übernommen: Renate Wagner (MTV Förste/Sportpolitik+Kooperation), Matthias Beushausen (TSC Dorste/Finanzen+Organisation), Hans-Werner Lüther (TSV Diemarden/Sport+Vereinsentwicklung), Wolfram Marx (Viktoria Bad Grund/Öffentlichkeitsarbeit), Bernd Gellert (VfB Sattenhausen/Förderung des Ehrenmtes). Eines der Vorstandsmitglieder, das noch bestimmt wird, fungiert als Sprecher. Der Haushaltsentwurf, den Beushausen vorstellte, wurde einstimmig angenommen.

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