Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Erstklässler lösen Sportgutscheine beim Göttinger Tennis Club ein

Erste Begegnung mit dem Tennisball Erstklässler lösen Sportgutscheine beim Göttinger Tennis Club ein

Nichts erinnert in der kleinen Turnhalle der Voigtschule an Tennis: Zum Aufwärmen wird Hockey gespielt, Netze und Spielfeldlinien sind Fehlanzeige. Als die Hockeyschläger ihren Zweck erfüllt haben, geht alles ganz schnell. Zwei Langbänke werden aufeinander gestellt, die Tennisschläger ausgepackt – und schon fliegen die druckreduzierten Bälle.

Voriger Artikel
32. Bovender Hallenfußballturniere: SC Hainberg II Pokalverteidiger
Nächster Artikel
ASC 46 stoppt Talfahrt

Konzentriert: Erstklässler Lasse gibt alles, um den Ball noch zu bekommen.

Quelle: Vetter

Göttingen. Mit einfachsten Mitteln werden die Anfänger an das Rückschlagspiel herangeführt. Viele von ihnen sind über die Sportgutschein-Aktion für Erstklässler in die Halle gekommen.

Der Göttinger Tennis Club (GTC) ist in diesem Jahr erstmals bei der Kooperation des Stadtsportbundes (SSB) mit 22 Göttinger Vereinen dabei. Nach dem Ende der Sommerferien hat das Projekt, das von den beiden Sportstudenten Maximilian Bohnet (22) und Lim Sung Kang (23) betreut wird, begonnen. Seitdem werden am Dienstagnachmittag bis zu 10 Kinder in der Weender Halle mit dem Tennissport vertraut gemacht.

Bis auf ein Paar Hallenschuhe mussten die Mädchen und Jungen nichts mitbringen. Neben dem Handwerkszeug Schläger und Bälle erhielten die Schüler ein T-Shirt. „Das Projekt ist gewollt einfach gehalten. Wir wollen an den Kindern nichts verdienen“, sagt der GTC-Vorsitzende Reiner Beushausen. Keine Hallenmiete, keine Material- und Personalkosten.

„Wir machen das ehrenamtlich, bekommen vielleicht für unser Studium etwas angerechnet“, sagt Bohnet, der aus Celle stammt. Sein Trainerkollege Kang, der beim TSC in der dritten Mannschaft gespielt hat, erläutert die Ziele des bis zum Frühjahr laufenden Kurses: „Wir möchten, dass ein Spielfluss in Gang kommt, bieten ein Basistraining an.“

Schule ist kein einziges Mal das Thema

Beweglichkeits- und Koordinationstraining sowie Spiele ergänzen die  90-minütige Trainingseinheit, die sich am Talentino-Nachwuchskonzept des Niedersächsischen Tennisverbandes orientiert.

Christine (7) und Lasse (6), beide Erstklässler der Lohbergschule, haben ihren Sportgutschein eingelöst. Sie sind mit Feuereifer dabei, schieben erst den Hockeypuck über den Hallenboden, schleppen dann eifrig die als Netz vorgesehenen Bänke, um anschließend hinter die gelb-roten Bälle zu schlagen.

Zwischendrin wird alles im Laufschritt gemacht, schnell mal eine Runde Fangen gespielt. Das Trainerduo gönnt den Kindern immer wieder Trinkpausen, in denen sie gut gelaunt plaudern. Schule ist kein einziges Mal das Thema. Lasses Mutter ist dankbar, dass sich ihr Sohn – gemeinsam mit seinem älteren Bruder Lennart (10) – austoben kann.

Er gehört mit dem elfjährigen Hyowin schon zu den Fortgeschrittenen, die gern mal ein Doppel mit ihren Trainern spielen.

Die Gruppe trifft sich dienstags von 15.15 bis 16.45 Uhr in der Halle der Voigtschule, Theodor-Heuss-Straße. Auskünfte: Reiner Beushausen, Tel. 0551/27881.

Sportgutschein

Der Stadtsportbund bietet in diesem Jahr zum zweiten Mal die Aktion „Sportgutschein für Erstklässler“ an. Etwa 1000 Kinder erhielten zum Schulstart im September einen Gutschein sowie eine Broschüre, in der alle 66 Angebote der 22 teilnehmenden Vereine aufgelistet sind.

Alle Materialien sind viersprachig (deutsch, russisch, türkisch, serbo-kroatisch), da der SSB vor allem Familien mit Migrationshintergrund auf die Angebote der Sportvereine aufmerksam machen möchte. Noch bis zum 19. Dezember können die Sportangebote von den Erstklässlern kostenfrei genutzt werden. Die Aktion wird vom Landessportbund und dem Land Niedersachsen gefördert.

Im vergangenen Jahr, als es die Gutscheine erstmals gab, haben 75 Kinder „geschnuppert“, 37 von ihnen sind anschließend einem Verein beigetreten. „Das sind zufriedenstellende Zahlen“, sagt Klaus Brüggemeyer vom SSB, der gespannt die Auswertung der noch laufenden Aktion erwartet.

Für Interessierte, bei denen das Familienbudget nicht für eine Vereinsmitgliedschaft reicht, besteht die Möglichkeit – bei Erfüllung der Voraussetzungen – über die SozialCard der Stadt Göttingen weiterzumachen. kal

Voriger Artikel
Nächster Artikel
09.12.2016 - 14:19 Uhr

Der sogenannte Besenstielräuber hat gestanden, den FC Bayern München im Februar erfolglos um drei Millionen Euro erpresst zu haben.

mehr
Hardenberg Klassika Gartenmarkt