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„Etwas mehr anstrengen als andere“

Sponsoring-Vertrag mit Sprinter Heinrich Popow „Etwas mehr anstrengen als andere“

Im Alter von neun Jahren stellten Ärzte beim gebürtigen Ukrainer Heinrich Popow Knochenkrebs fest, sein linker Oberschenkel musste amputiert werden. Heute, mit 26, ist er erfolgreicher Leichtathlet und einer der Stars der Behindertensport-Szene.

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Freuen sich auf die Zusammenarbeit: Heinrich Popow, Otto-Bock-Sprecher Dirk Artmann, Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behinderten-Sportverbandes, und Alexander Spitz, mehrfacher alpiner Paralympic-Sieger und Botschafter der Spiele 2018 in München (v.l.).

Quelle: EF

Vom hydraulischen Kniegelenk bis zur Sprintfeder aus Karbon ist seine spezielle Prothese aus angepassten Teilen von Otto Bock gebaut worden. Damit hat der Sprinter 2008 bei den Paralympischen Spielen in Peking die 100 Meter in nur 12,98 zurückgelegt und die Silbermedaille gewonnen. Der erfolgreichste Tag seines Lebens, wie er selber sagt. Weltrekordhalter Usain Bolt ist die gleiche Strecke in 9,58 Sekunden gelaufen, mit zwei gesunden Beinen. Seit 2007 wird Popow vom Duderstädter Unternehmen Otto Bock unterstützt. Jetzt ist sein Sponsoringvertrag bis zu den Paralympischen Spielen 2012 in London verlängert worden.

Dass er heute Spitzenleistungen bringen kann, hat Popow unter anderem einem unerwarteten Krankenhausbesuch zu verdanken. Als er als Neunjähriger auf die Operation wartete, kam der Behindertensportler Arno Becker zu ihm. „Du kannst alles wieder machen. Du musst dich nur etwas mehr anstrengen als andere“, hat er dem Jungen erzählt, der gleich sein Bein verlieren würde. Becker zeigte Popow seine Prothese und erzählte dem Jungen, dass er Radrennfahrer sei, Deutscher Meister im Einzelzeitfahren von 1990.

Heute geht Popow selber in Krankenhäuser und spricht mit Kindern und Jugendlichen, denen eine Amputation bevorsteht. Nach der Reha trainiert er mit ihnen. „Dabei geht es nicht um sportliche Leistung. Ich bringe ihnen bei, sich beim Gehen auf ihre Prothese zu verlassen.“ Noch geht es nicht um die sportliche Leistung, aber vielleicht entscheidet sich einer von ihnen auch dafür, immer etwas mehr zu tun als andere.

Von Tonie Lenz

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