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„One hundred and eighty“

European Darts Trophy „One hundred and eighty“

Im Rahmen der European Darts Trophy gastieren am Wochenende die Superstars der Szene in der Göttinger Lokhalle. Die Setzliste verspricht dabei spannende Duelle am Board. Auch viele aktive Spieler und Vereine der Region werden in der Halle mitfeiern, wenn die ein oder andere „One hundred and eighty“ geworfen wird.

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Der Österreicher Mensur Suljovic in Aktion.

Quelle: PDC Europe / LAWRENCE LUSTIG

Göttingen. Nicht nur Weltmeister Michael van Gerwen oder Paradiesvogel Peter Wright ziehen die Aufmerksamkeit der Darts-Gemeinde auf sich. Auch der Österreicher Mensur „The Gentle“ Suljovic, der „Bully Boy“ Michael Smith oder der Australier Simon „The Wizzard“ Whitlock wollen den Fans eine große Show bieten. Titelverteidiger der Veranstaltung, die im vergangenen Jahr noch in Mülheim stattfand, ist der Weltmeister van Gerwen.

Der Niederländer muss zwar nicht mehr um seine EM-Teilnahme bangen, allerdings kratzt etwas anderes an seinem Ego. „Peter Wright und ich haben beide fünf European-Tour-Events 2017 gewonnen”, sagt van Gerwen. „Natürlich ist es mein Anspruch, die meisten Veranstaltungen zu gewinnen. In Göttingen werde ich meine Chance nutzen und an ihm vorbeizuziehen.“

Der Fehdehandschuh ist damit geworfen. Für einen Sieg werden schon einige Maxima von „One hundred and eigthy“, also drei Pfeile hintereinander in der dreifachen 20 des Boards, notwendig sein. Vielleicht erleben die Zuschauer in der Göttinger Lokhalle einen 9-Darter. Dafür muss ein Spieler mit neun Darts die 501 Punkte heruntergespielt haben, wobei der abschließende Wurf immer in ein Doppelfeld gehen muss.

Benimmregeln für die Zuschauer

freuen sich über Unterstützung, die aber den Spielablauf nicht stören darf. Denn alle wollen Topleistungen auf der Bühne erleben. Anfeuerungen sind nur nach dem Wurf der drei Darts erlaubt und in keinem Fall, während der Spieler wirft oder in der Konzentrationsphase vor dem Wurf. Die mitgeführten Handys müssen auf lautlos gestellt werden.

Verkleidungen der Zuschauer sind beim Darts gewünscht und sehr gern gesehen. Erlaubt ist alles, was nicht gegen die guten Sitten oder das Gesetz verstößt. Allerdings ist das Tragen von Fußballtrikots nicht gestattet.

Im Zuschauerbereich ist das Fotografieren gestattet, es wird aber darauf hingewiesen, dass Blitzlichter nicht erlaubt sind. Zudem dürfen nur Kameras ohne Wechselobjektive verwendet werden.

Pro Veranstaltungstag gibt es immer zwei Sessions, für die auch separat Karten erworben werden können. Nach der ersten Session wird der Saal geräumt und es erfolgt ein komplett neuer Einlass.

Damit ist gewährleistet, dass nur die Personen in die Halle gelangen, die eine gültige Karte für die zweite Session haben. Zudem muss der Saal für die zweite Session gereinigt werden.

„Die Stimmung bei Dartevents ist immer super. Wenn die Zuschauer richtig mitgehen und ihre Lieder anstimmen, hat das schon ein besonderes Flair“, berichtet Manuel Holst, der schon selbst die Weltmeisterschaft in London besucht und seine eigenen Erfahrungen mit den begeisterten und positiv verrückten Fans gemacht hat. Auch wenn der Trainer des Frauenteams von Volleyball-Drittligist Tuspo Weende nicht live vor Ort sein kann, freut er sich dennoch darüber, dass die Veranstaltung nach Göttingen geholt wurde: „Die Lokhalle wird sicherlich ausverkauft sein. Es ist schon toll, ein solches Turnier in Göttingen zu haben, auch wenn die Lokhalle nicht ganz mit dem berühmten Ally Pally in London mithalten kann.“

Benimmregeln für die Spieler

keine Jeans, Sportschuhe, Trainingsanzüge, T-Shirts oder kurzen Hosen tragen. Die Spieler sind angehalten, dunkle Stoff-Hosen, Hemd oder Shirt mit Kragen und schwarze Schuhe zu tragen. Das Tragen von sogenannten „Business-Sneakern“ ist erlaubt, solange sie komplett schwarz sind und eine dunkle Sohle haben.

Im Zweifelsfall entscheidet der Turnierleiter, ob das Outfit des Spielers zugelassen wird.

Im Spielbereich an den Boards herrscht absolutes Alkoholverbot, erlaubt ist lediglich der Verzehr von Wasser. An den Tischen im abgegrenzten Spielbereich darf auch nur ausschließlich Wasser stehen.

„Das Interesse am Event ist sehr groß“, sagt Jürgen Kerl vom Dartverein Warriors Göttingen. „Viele Spieler aus Göttingen und von befreundeten Vereinen werden in der Lokhalle dabei sein.“ Der große Trubel sei für einen Darter allerdings gewöhnungsbedürftig: „Darts ist ein Präzisionssport, bei dem die Konzentration eine wichtige Rolle spielt. Zwar automatisieren sich die Vorgänge, doch ist das auf der Bühne schon ganz was anderes.“

Tickets für Darts

Die Nachfrage für die sechs Dart-Sessions von Freitag bis Sonntag in der Göttinger Lokhalle ist riesengroß. PDC-Europe-Sprecher Niclas Junker sagt: „Beide Sessions am Sonnabend und die Sonntagabend-Session sind ausverkauft.“ Eintrittskarten gebe es noch für den Sonntagnachmittag. Die Tickets gibt es an der Tageskasse der Lokhalle und auf der Website der PDC Europe unter pdc-europe.tv.

Mit Blick auf Material und Technik zeichne sich Darts durch eine hohe Individualität aus, sagt Dirk Wusowski von den Flying Darts Mingerode. „Es kommt sehr auf den Spielstil und die Vorlieben an.“ Das mit der PDC die Crème de la Crème des Sports nach Göttingen kommt und auch deutschsprachige Spieler wie Mensur Suljovic oben mitspielen, sei etwas Besonderes.

Glossar: Die wichtigsten Fachbegriffe
in alphabetischer Reihenfolge

9-Darter

Der 9-Darter ist das perfekte Spiel, vergleichbar mit dem „Hole in one“ im Golf. Der klassische Weg sind 180, 180 und 141.

Bogey-Number

170 ist das höchst mögliche Finish. 169, 168, 166, 165, 163, 162 und 159 sind zwar niedriger als 170, können aber nicht mit drei Darts ausgemacht werden. Sie werden als „Bogey Numbers“ bezeichnet.

Bouncer

Als „Bouncer“ werden alle Darts bezeichnet, die am Board abprallen oder aus dem Board fallen, bevor der Spieler den Darts rausziehen konnte. Bouncer werden nicht gewertet.

Bulls-Eye

Das „Bulls-Eye“ ist die Mitte des Dartboards und zählt 50 Punkte. Das Bulls-Eye ist hingegen nach der Dreifach-20, -19, -18 und -17 nur das Feld mit der fünfthöchsten Punktzahl. Das Bulls-Eye ist aber das höchste Doppelfeld. Der Bereich um das Bulls-Eye wird als „Single-Bull“ bezeichnet und zählt 25 Punkte.

Check-Out

Als „Check-Out“ wird der zum Gewinn eines Legs benötigte Treffer im Doppelfeld bezeichnet.

Dart

Der „Dart“ ist das Arbeitsgerät der Spieler. Er besteht aus einer Spitze, dem Barrel, einem Shaft und einem Flight. Das Gesamtgewicht liegt in der Regel zwischen 18 und 26 Gramm.

Double

Der äußere Ring im Wertungsbereich sowie das Bulls-Eye sind die „Double“-Felder. Ein Leg kann nur mit einem Treffer in eines der 21 Doppelfelder beendet werden.

Flight

Der „Flight“ wird auf den Shaft gesteckt und verleiht dem gesamten Dart die benötigte Stabilität im Flug.

Leg

Ein Durchgang von 501 auf 0 Punkte wird beim Darts als „Leg“ bezeichnet. Im „Matchplay-Modus“ muss eine bestimmte Anzahl an Legs gewonnen werden. Im „Set-Modus“ muss eine bestimmte Anzahl an Legs gewonnen werden, um einen Set zu gewinnen.

Triple

Als „Triple“ werden die schmalen Felder im inneren Wurfbereich bezeichnet. Treffer in diesen Feldern verdreifachen den Wert des jeweiligen Segments. Drei Treffer in der „Triple-20“ ergeben somit mit 180 Punkten den höchsten Wert.

White-Wash

Als „White-Wash“ wird eine Niederlage bezeichnet, bei der der Gegner kein einziges Leg gewinnen konnte, die Höchststrafe für jeden Darts-Spieler.

Von Frank Beckenbach und Tobias Schreiber

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