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Ex-Profi Stefan Beinlich kickt nur noch zu Spendenzwecken

Besuch bei der Leichtathletik in Göttingen Ex-Profi Stefan Beinlich kickt nur noch zu Spendenzwecken

Stefan Beinlich, den Fußballfreunden und Sportenthusiasten eher unter seinem Spitznamen „Paule“ bekannt, sieht mit seinen 43 Jahren immer noch so aus, als lenke er über 90 Minuten das Spiel einer Profimannschaft. Erstmals weilte der dreifache Vater am Wochenende in Göttingen.

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Heute auf der Tribüne: Stefan Beinlich im Göttinger Jahnstadion.

Quelle: SPF

Seine 18-jährigen Zwillingstöchter waren für die Norddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Jahnstadion gemeldet. Allerdings musste Nancy kurzfristig krankheitsbedingt im heimatlichen Rostock an der Ostsee bleiben. Unter den wachsamen Augen des Vaters wurde Nora Dritte über 400 Hürden und erhielt dafür ein großes Lob von ihm.

 
Nur noch selten kommt der Techniker und Linksfüßler mit dem Fußball in Berührung, spielt ab und an mit früheren Mit- und Gegenspielern aus der Bundesliga für den guten Zweck in Promiteams. Wie zuletzt im heimischen Ostseestadion, als er gemeinsam mit anderen Hansa-Freunden ein Benefizspiel zugunsten des angeschlagenen Klubs veranstaltete. „Es kamen unglaubliche 27000 Zuschauer in die ausverkaufte Arena“, erzählt der gebürtige Berliner voller Stolz und dankte den ehemaligen Profikickern, Musikern, Schwimmern und Leichtathleten für ihr Engagement zu Gunsten der angeschlagenen „Hansa-Kogge“, die durch die Einnahmen wieder in besseres (finanzielles) Fahrwasser gelangte.

 
Ansonsten geht der fünffache Nationalspieler kaum noch zu Heimspielen von Hansa Rostock in der Dritten Liga. Ehrenamtlich ist er Geschäftsführer beim Leichtathletikklub 1. LAV Rostock, für den auch seine beiden ältesten Töchter starten. „Für diese wichtige Tätigkeit wende ich rund 30 Stunden in der Woche auf“, bemerkt Beinlich.

 
Fußballerisch groß wurde der Freistoß-Spezialist zu DDR-Zeiten bei Dynamo Berlin und der BSG Bergmann Borsig Berlin. Nach der Wende wechselte er mit Matthias Breitkreutz auf die britische Insel zu Aston Villa. „Die Zeit dort waren meine Lehrjahre, die mich für die weitere Profizeit prägten“, sagt der Rostocker. Danach folgten jeweils dreijährige Stationen bei Hansa Rostock und Bayer Leverkusen, bei Hertha in seiner Heimatstadt Berlin und beim Hamburger SV in der 1. Bundesliga. Bei Hansa Rostock ließ er seine aktive Laufbahn bis 2008 ausklingen und war dort noch von 2010 bis 2012 Manager. „Ich habe während meiner Karriere in vielen tollen Vereinen gespielt“, sagt Stefan Beinlich rückblickend, spricht von einer intensiven und schönen Zeit als Profi-Kicker trotz schwerer Verletzungen im Gesicht und am Knie. „Es ist ein Geschenk, wenn man sein Hobby zum Beruf machen kann.“

 
In Göttingen, dessen Jahnstadion er als herausragende Sportstätte für die Leichtathletik bezeichnete, traf er sich neben den Titelkämpfen mit dem ehemaligen Profi-Basketballer Ulli Frank. „Wir kennen uns vom Golfen“, informiert Beinlich. Beide putten und schlagen die kleine weiße Kugel bei den Gofus, den golfspielenden Fußballern. „Wir treffen uns und spielen stets für einen guten Zweck,“ berichtet der Ex-Profikicker. Seine „golfenden Fußballkollegen“ unter Präsident Norbert Dickel haben dazu beigetragen, dass inzwischen 112 Bolz- und Kleinfeldplätze errichtet werden konnten. Nach drei (Leichtathletik)-Tagen in Südniedersachsen kehrte Beinlich am späten Sonntagabend an seine geliebte Ostseeküste zurück, zu Ehefrau Katrin, die übers Wochenende die 13-jährige Tochter Kira zu einem Handballturnier begleitet hatte. jm

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