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„Ich bin jetzt viel entspannter als früher“

WM: Extrem-Hindernisläufer Chris Lemke „Ich bin jetzt viel entspannter als früher“

Auch ein Ausdauersportler darf mal sündigen. Und so lässt sich Extrem-Hindernisläufer Chris Lemke, der im Oktober bei der Weltmeisterschaft in Kanada starten wird, erst einmal einen Burger schmecken.

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Fachsportlehrer Chris Lemke ist beim Extrem-Hindernislauf voll in seinem Element.

Quelle: Schneemann

Göttingen. „Keine Sorge, ich bin morgens schon 90 Minuten gelaufen“, sagt der Fachsportlehrer. Ein Tag ohne Bewegung ist beim 34-Jährigen, der schon fünfmal bei einer Triathlon-WM mitgemischt hat, nicht denkbar. Nicht nur wegen seines Berufs. Lemke läuft, klettert, springt und schwimmt, so oft es geht. Sieben Tage die Woche ist der gebürtige Einbecker, der jetzt in Northeim wohnt, aktiv. Neben wöchentlichen Laufeinheiten von rund 100 Kilometern kommen noch Kraft- und Stabilisationsübungen sowie Schwimmtraining.

Nur ein guter Läufer zu sein, reicht nicht aus

Denn nur ein guter Läufer zu sein, reicht beim Extrem-Hindernislauf nicht aus. Die Athleten müssen nicht nur rennen, sondern unter anderem auch durch Schlammlöcher robben, über Hindernisse klettern oder kleine Baumstämme bergauf tragen. „Man muss auch Krafttraining machen, besonders die Fingerstärke ist wichtig. Wenn man nur ein Superläufer ist, verreckt man auf dem Kurs“, weiß Lemke.

Und das soll dem Fachsportlehrer für Fitness und Gesundheit in Kanada nicht passieren. Im vergangenen Jahr, bei seiner Extrem-Hindernislauf-WM-Premiere in den USA, wurde Lemke disqualifiziert, weil er bei winterlichen Temperaturen an einer anspruchsvollen Hangel- und Kletterübung scheiterte. „An den Seilen und Turnringen habe ich 45 Minute gestanden“, erinnert er sich. Nach drei Fehlversuchen wurde Lemke disqualifiziert, beendete den Kurs außer Konkurrenz aber trotzdem.

Erfahrungen wichtiger als Jagd nach Bestzeiten

Wichtiger als die Jagd nach Bestzeiten und Medaillen sind Lemke jedoch die Erfahrungen und Erlebnisse, die er bei seinen Wettkämpfen auf der ganzen Welt sammelt. „Ich bin jetzt viel entspannter als früher“, sagt er. Im holländischen Nijmegen qualifizierte sich der 1,85 Meter-Mann im März für die WM, auf die er sich schon freut. Insgesamt gehen dort knapp 20 deutsche Starter auf den noch unbekannten Parcours.

Besonders die Konkurrenz aus den Beneluxländern und den USA dürfte stark sein. „Aus Amerika sind auch Navy Seals mit dabei, die von ihrem Ausbilder begleitet werden. „Kann ich nicht“ gibt es bei denen nicht, die sind so programmiert“, weiß Lemke, der vor drei Jahren seinen ersten Hindernislauf bestritt, um „etwas Neues kennenzulernen“ und „frei zu sein. Ich wollte bei normalen Läufen nicht immer nur nach dem ersten Platz jagen.“

Ausdauersport seit 15 Jahren

Nach der WM wartet auf den Routinier, der seit 15 Jahren Ausdauersport auf hohem Niveau betreibt, Neuland. Nur eine Woche nach dem Rennen in Kanada nimmt er erstmals an einem ungewöhnlichen langen 42 Kilometer-Hinderniswettbewerb in der Nähe Frankfurts teil. „Ich bin gespannt, was mich da erwartet“, sagt Lemke.

Extrem-Hindernisläufe

Die Extrem-Hindernisläufe haben ihren Ursprung in der militärischen Ausbildung mit Hindernisbahnen. Typische Elemente, die überwunden werden müssen, sind Gerüste, Mauern oder Bretterwände, aber auch Strohballen. Auch Wasserhindernisse, die schwimmend oder tauchend bewältigt werden müssen, gehören zum Standardprogramm. Die Profile der Strecken sowie die Hindernisse sind je nach Lauf unterschiedlich gestaltet.

Zu den bekanntesten Extrem-Hindernisläufen gehören das „Tough Guy Race“ (Großbritannien) oder der in mehreren Ländern praktizierte „Strongman Run“. In Deutschland bestand die Möglichkeit, sich im April und Mai bei Wettkämpfen in Osnabrück („Strong Viking Mud Edition“), München (Spartan Race Spartan Sprint“) und Frankfurt („Strong Viking Hills Edition“) durch Topplatzierungen das WM-Ticket zu sichern.

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