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Extremes Ultralauf-Debüt

Brocken-Challenge Extremes Ultralauf-Debüt

Mit einer Urlaubsreise auf die Kapverdischen Inseln im Atlantik belohnt sich Martin Hunger für die Strapazen der Brocken-Challenge. Das 80-Kilometer-Rennen von Göttingen auf den Gipfel des Brockens hat der Seulinger als 19. (von 170 Teilnehmern) nach 8:37 Stunden bei strahlendem Sonnenschein auf dem höchsten Berg des Harzes beendet.

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Auf der Schlussetappe mit Begleitung: Martin Hunger (r.) und sein Schwager Stefan Bopp auf dem Weg zum Brocken. Dirk Burchardt war vorgesprintet, um das Foto zu machen.

Quelle: EF

Göttingen. Noch nie zuvor war der Bezirksliga-Fußballer, der für die SG Lenglern spielt, überhaupt einen Marathon gelaufen. Nun sollten es fast zwei hintereinander werden – eine echte Herausforderung für den 29-Jährigen. „Die ersten 42 Kilometer bin ich in drei Stunden und 40 Minuten gelaufen. Das war eine gute Zeit. Im zweiten Abschnitt ging es zu 90 Prozent nur noch bergauf, da kam es bei Matsch und Schnee knüppeldick.“

An ein Aufgeben hat der Mittelfeldspieler aber nicht einen Moment gedacht. „Ich hatte immer wieder meine Freundin und meine Familie an den Versorgungsständen, die mich aufgebaut haben.“ Von Göttingen bis Barbis habe er nur getrunken und „mal an einen Riegel angebissen“. Vor der nächsten Verpflegungsstation, die 20 Kilometer entfernt von Barbis lag, hat sich Hunger umgezogen und sich fünf Minuten Zeit für Essen und Trinken genommen.

Dankbar war der Gesundheits- und Krankenpfleger des Weender Krankenhauses über die Unterstützung auf den letzten acht Kilometern: Von Oderbrück bis ins Ziel sind seine Freunde Stefan Bopp und Dirk Burchardt mitgelaufen. „Das war eine tolle Etappe, es waren an diesem Tag Menschenmassen in Richtung Gipfel unterwegs, die uns immer wieder zugejubelt haben.“ Ein wahnsinniges Glücksgefühl sei es gewesen, diesen Ultra-Marathon erstmals überstanden zu haben. „Das war außergewöhnlich. 15 Leute haben mich im Ziel erwartet. Ich war total stolz und habe mich anschließend über die vielen Mails und Nachrichten von denen gefreut, die mitgefiebert haben.“

Den Urlaub auf der Inselgruppe, die noch gut 1500 Kilometer südlich der Kanaren liegt, nutzt der Läufer zur Regeneration. „Am Sonntag hatte ich total schwere Beine, am Montag ging es dann schon“, berichtete Hunger vor dem Abflug. Wenn er zurück ist, wird er sich wieder ganz dem Fußball widmen. „Das lange Laufen mache ich nur über den Winter. Fußball und Laufen sind wirklich zwei Paar Schuhe. Jetzt konzentriere ich mich wieder auf die SG Lenglern.“ Seine Mitspieler gönnen ihm den Urlaub sicher von Herzen, über seine Kondition müssen sie sich keine Gedanken machen.

Sieger des Wohltätigkeitslaufes wurde übrigens zum dritten Mal in Folge ein Göttinger: Florian Reichert war mit Startnummer eins erneut sich zu besiegen, erreichte nach 6:52 Stunden den Brocken – 35 Minuten vor dem Zweiten Falk Hübner aus Berlin.

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