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FC Bayern gleicht Finale gegen Bamberg aus

BBL FC Bayern gleicht Finale gegen Bamberg aus

Das Herz eines Champions sollte niemand unterschätzen. Dem nach zwei bitteren Niederlagen von einigen Experten totgesagten FC Bayern München ist ein eindrucksvolles Comeback in die Finalserie der Basketball-Bundesliga gelungen. Im ausverkauften Audi-Dome bezwangen die Münchener vor 6700 Zuschauern die Brose Baskets Bamberg mit 83:73 (65:51, 45:34, 20:19) und vermasselten den Gästen die vorzeitige Meisterschaft.

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Bambergs Ryan Thompson zieht gegen den Center vom FC Bayern, John Bryant, zum Korb.

Quelle: AFP

München. In der Serie steht es 2:2, die Entscheidung um den Titel fällt jetzt am Sonntag.

 

Dass den Gastgebern mit Anton Gavel der beste Verteidiger fehlte, entpuppte sich nur als vermeintliches Manko. Für den Deutsch-Slowaken rückte der junge Serbe Vasilije Micic in die Startformation und avancierte zum Schlüsselspieler. Defensiv entnervte er Bambergs unumstrittenen Starspieler Brad Wanamaker massiv. Im Angriff übernahm Micic, nachdem sich die Franken im ersten Viertel auf 19:13 abgesetzt hatten. Mit einem Ballgewinn, dem folgenden Korbleger sowie einem Dreier zum Viertelende sorgte der 21-Jährige für eine 20:19-Führung der Bayern. Von FCB-Co-Trainer Emir Mutapcic gab es dafür sogar ein Küsschen. Anschließend zog der Deutsche Meister auf und davon. Die hervorragende Verteidigung, die Bamberg kaum einen offenen Wurf gestattete, legte den Grundstein zu einem 15:0-Lauf (41:26/17.). Janis Strelnieks und Darius Miller war es zu verdanken, dass die Brose Baskets annähernd in Schlagdistanz blieben.

 
Waren die von Andrea Trinchieri trainierten Gäste in den vorangegangen Matches nach der Halbzeit stets drückend überlegten, so fand Bayern diesmal die passenden Lösungen. „Trainer Svetislav Pesic hat uns in der Pause eingebläut, dass wir noch eine Schippe drauflegen müssen“, sagte FCB-Aufbauspieler Heiko Schaffartzik. Bayern gelang es weiter, Center John Bryant gut ins Spiel zu bringen. Ihn hatte Trinchieri zuvor als seinen Albtraum bezeichnet. Angesichts dessen ist Trinchieri die Einnahme von härteren Schlafmitteln ans Herz zu legen, denn Bryce Taylor dürfte dann wahre Horrorvorstellungen im Kopf des Italieners hervorrufen. Der Kapitän der Münchener traf nach dem Seitenwechsel aus allen erdenklichen Lagen. Dreier aus sieben Metern? Gern geschehen. Hand im Gesicht? Kein Problem. Sechs seiner Versuche von jenseits der 6,75-Meter-Linie fanden ihr Ziel. „Ich habe mir vorher vorgestellt, wie ich diese Würfe verwandele“, erklärte Taylor sein Erfolgsgeheimnis. Schlaflose Nächte dürften allerdings auch ihm und seinen Mitspielern bevorstehen: Am Sonntag entscheidet sich alles in der als „Frankenhölle“ bekannten Brose-Arena. - Beste Werfer Bayern: Taylor (22), Bryant (15). – Beste Bamberg: Strelnieks (22), Miller (21).

Von Rupert Fabig

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