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FC Grone sichert sich im Heimspiel Pokalerfolg

Sparkasse-Göttingen-Cup FC Grone sichert sich im Heimspiel Pokalerfolg

Mit dem Erfolg des FC Grone ist am gestrigen Sonntag, 1. August, das Saisonvorbereitungsturnier für Fußballteams aus der Region, Sparkasse-Göttingen-Cup, zu Ende gegangen.

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So sehen Sieger aus: Die Spieler des FC Grone freuen sich über den Cup-Erfolg am heimischen Rehbach.

Quelle: Theodoro da Silva

Im Duell zweier Mitausrichter besiegte der Landesligist am heimischen Rehbach den Bezirksligisten SCW mit 2:1 (1:0). Die Trophäe für den besten Torjäger des Turniers ging mit neun Treffern an Janik Hänfling vom Bezirksliga-Aufsteiger TSV Bremke/Ischenrode. Ausgerechnet Hänflings Fehlschuss hatte am Tag zuvor im Elfmeterkrimi des Halbfinals gegen den SCW zu einer 9:10 (3:3, 2:3)-Niederlage und damit zum Turnieraus seines TSV geführt.

Das Endspiel am gestrigen Sonntag vor einer enttäuschenden Kulisse von 200 Zuschauern begann trotz der Strapazen der vergangenen Wochen munter mit Chancen auf beiden Seiten. Den Bann brach der starke FC-Verteidiger Vehring, der nach schönem Zusammenspiel mit Bonus die Führung für die Hausherren erzielte (19.). Nur zwei Minuten später verpasste Bianco nach einem Aussetzer von FC-Keeper Meyer und einer Flanke von Rietzke den Ausgleich – Biancos Kopfball segelte über das Gehäuse. In der Folge verflachte die Partie, wobei der SCW, der zum wiederholten Mal recht ansehnliches Kurzpassspiel bot, dem Ausgleich näher war als Grone dem 2:0.

Für das 1:1 sorgte dann nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff der Weender Stürmer König. Der FC ließ das nicht lange auf sich sitzen, und Angreifer Schweiger markierte die erneute Führung der Gastgeber (57.). Kurz darauf eine unschöne Szene: Der eingewechselte Onal sprang mit beiden Beinen voraus SCW-Torhüter Schwörer auf den Brustkorb. Der Unparteiische beließ es zum Ärger der Weender bei Gelb (62.). In der Endphase der Partie machte sich bei beiden Teams der Kräfteverschleiß bemerkbar. Schweiger hatte bei einem Konter noch das 3:1 auf dem Fuß, doch sein Ball ging vorbei (86.).

Ein Wiedersehen mit seinen bisherigen Mitspielern gab es für Marius Reinelt, der für den FC auflief, was wiederum dem anderen Ausrichter-Klub SCW missfiel: Die Weender legten gegen Reinelts Mitwirken Protest ein. Der Spieler habe beim SCW für die kommende Saison unterschrieben und bereits das erste Gehalt erhalten, unterstrich Wilfried Schiktanz, zweiter Vorsitzender des Klubs. Der FC-Vorsitzende Alfred Bonenberger berief sich darauf, dass der NFV keine Kenntnis vom Vertrag habe und dieser nicht ins Online-System eingespeist sei.

SCW-Coach Marc Zimmermann freute sich gleichwohl darüber, dass er „eine richtig gute Mannschaft“ beisammen habe. „Wer in der kommenden Saison schönen Fußball sehen möchte, der sollte auf die BSA Weende kommen.“ FC-Trainer Wilfried Rusteberg lobte seine Mannschaft, die Spieler hätten „alles gegeben, was möglich war“. Auf die Frage nach dem Stellenwert des Turniers unterstrich Rusteberg, er hätte „liebend gern die erste Elf“ eingesetzt, was ihm wegen vieler verletzter Spieler verwehrt geblieben sei. Holger Koch, Trainer des RSV 05, hatte öffentlich seine Abneigung gegenüber dem Cup bekundet und im Viertelfinale mit einer B-Elf verloren (Tageblatt berichtete). Mitorganisator Reinhold Napp von der SVG warnte davor, den RSV 05 „auf die Äußerungen des Trainers der ersten Mannschaft zu reduzieren. Für einen möglichen Bewerber als Mitveranstalter ist so etwas nicht zuträglich, aber man sollte das auch nicht überbewerten.“ Im übrigen habe er im Vergleich zum Cup im vergangenen Jahr besseren Fußball gesehen, die Zuschauerzahlen seien hingegen ungefähr gleich geblieben, wobei sich diesmal Hitze und Gewitter negativ ausgewirkt hätten.

FC: Meyer (46. Kobold) – Gouloudis – Vehring, Schrader – Jahn, Kleinschmidt – Reinhardt (51. Onal), Reinelt, Bonus – Keil (80. Schötzau), Schweiger. – SCW: Schwörer – Scheffer, Böttcher (87. Lange), Brudniok – Busching, Simon, Ziemann, Bianco – König (74. Wilm), Rietzke. – Tore: 1:0 Vehring (19.), 1:1 Bianco (47.), 2:1 Schweiger (57.).

Von Eduard Warda

Wenn, dann richtig

Auf dem Platz am Groner Rehbach standen sich gestern zwei Mannschaften gegenüber, denen deutlich anzumerken war, dass sie den Sparkasse-Göttingen-Cup gewinnen wollten. Der FC Grone und der SCW zeigten Einsatz und Leidenschaft und taten bei allen spielerischen Defiziten damit ihr Bestes, die Zuschauer gut zu unterhalten. Ein anderer Teilnehmer, der RSV 05 mit seinem Trainer Holger Koch, setzte bewusst andere Prioritäten. Der Klub von der Benzstraße trat zum Viertelfinale mit dem zweiten Anzug an und schied aus.
Freilich spielen die Teams aus Grone und Weende für Klubs, die Mitveranstalter des Saisonvorbereitungsturniers sind. Doch ließen RSV-Funktionäre vor dem Cup durchblicken, sie spielten mit dem Gedanken, neben SCW, FC Grone und SVG als vierter Ausrichter aufzutreten. Diese Idee muss für RSV-Coach Koch ein Graus sein: Er sieht das Turnier als Ansammlung von Testspielen, die er eigentlich gar nicht bestreiten will. Daraus machte er erneut kein Geheimnis.
Wie soll es nun, nachdem das Göttinger Zuschauer-Zugpferd RSV 05 dem Turnier zweimal hintereinander mit offensichtlicher Herablassung begegnet ist, mit dem Cup weitergehen? Die SVG verlegt eigens ihr Bezirkspokalspiel, auf der anderen Seite werden dem RSV im Hinblick auf das Blitzturnier mit St. Pauli Zugeständnisse terminlicher Art gemacht, die Koch dadurch beantwortet, dass er parallel zur Turniereröffnung zum Trainingsauftakt bittet und parallel zum Viertelfinalspiel des RSV 05 seine erste Garde an der Benzstraße trainieren lässt.
Wenn man dem Sparkasse-Göttingen-Cup solch einen geringen Stellenwert einräumt, warum macht man dann mit? Und wieso will man dann vierter Ausrichter werden? Die Antwort kann nur sein: Wer sich dazu entscheidet mitzuspielen, sollte dies zumindest so engagiert tun, dass auch die Zuschauer, die Eintrittsgeld zahlen, etwas davon haben und ein Minimum an Wettbewerbscharakter erkennbar bleibt. Rainer Hald, Chef des Sponsors Sparkasse Göttingen, die wohlgemerkt auch den RSV 05 unterstützt, wird sich sowieso seine ganz eigenen Gedanken machen. Von Eduard Warda

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