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FIFA-Schiedsrichter Meyer unterstützt ASC-Projekt

Freiwillige Soziale Jahr FIFA-Schiedsrichter Meyer unterstützt ASC-Projekt

Mit einem knapp 150000 Euro teurem Projekt wollen die Sportjugend und der ASC 46 den Mangel an Integration und Partizipation benachteiligter Jugendlicher im organisierten Sport entgegenwirken und zugleich Vereine attraktiver und stärker machen. André Pfitzner vom Landessportbund ist sich sicher: „Andere Institutionen wie Kirche oder Politik können von uns lernen.“ 

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Auf zu neuen Ufern: Die Teilnehmer des FSJ-Projekts machen sich auf den Weg.

Quelle: EF

„Ich kann euch nur gratulieren, dass ihr dieses Projekt angenommen habt“, sagte FIFA-Schiedsrichter Florian Meyer und richtete sich während der Pressekonferenz im Klubhaus des SC Hainberg direkt an die acht anwesenden Projektteilnehmer des FSJ-Tandems – insgesamt sind es 20. Es sind Schüler und Schülerinnen, die derzeit die 9. oder 10. Klasse an einer Hauptschule besuchen und daher als benachteiligte Jugendliche gelten. Knapp 100000 Euro bringt der Landessportbund Niedersachsen auf Grundlage der „Richtlinie zur Förderung der Integration im und durch Sport“ in das auf zwei Jahre befristete Projekt ein. „Wir haben aber alle den Ehrgeiz, dieses sinnvolle Modell weiterzuführen“, unterstrich Projektleiter Ole Fröhlich. 

Die Chancen dazu stehen anscheinend nicht schlecht, wenn man die Ausführungen von Udo Nolte, Sportreferent des niedersächsischen Innenministeriums, hört: „Integration ist die Herausforderung der nächsten Jahre. Hürden, um finanzielle Zuwendungen zu erhalten, gibt es immer. Ich meine aber, dass die hier nicht so hoch sein werden.“

FSJler wird begleitet

Ein Jahr lang begleiten die jugendlichen Hauptschüler zwei Stunden in der Woche einen FSJler – daher der Begriff FSJ-Tandem – bei seiner Arbeit im Sportverein. Im zweiten Jahr wird den Hauptschülern ermöglicht, ein reguläres FSJ zu machen. Nach Abschluss des Projektes sollen sie aktiv in die Sportvereine und den Arbeitsmarkt integriert werden. 

Untersuchungen haben ergeben, dass es ihnen häufig an Team-, Kommunikationsfähigkeit  und Selbstbewusstsein fehle. Ihre Sozialkompetenz sei eingeschränkt. Sport soll helfen, das zu ändern. Den sperrigen Begriff soziale Kompetenz brachte Frank-Peter Arndt von der SPD-Ratsfraktion auf den Punkt: „Man kommt halt einfach besser miteinander aus.“ Er sparte dann aber nicht mit Kritik an der Landesregierung. „Es ist ja schön, dass die Hauptschulen mal in den Fokus der Landesregierung kommen. Da stellt sich nur die Frage: Warum sind diese Jugendlichen benachteiligt? Dieses Projekt ist gut und richtig. Es ist aber nur eine Verbesserungsmaßnahme“, betonte Arndt und stellte die Frage: „Vielleicht brauchen wir ja doch ein anderes Schulsystem?“

Es waren die einzigen kritischen Worte bei der gelungenen Vorstellung des seit August vergangenen Jahres laufenden Projektes. Dagmar Schlapeit-Beck, Sozialdezernentin der Stadt Göttingen, unterstrich: „Ich glaube, dass Sport die beste soziale Integration ist, die es gibt. Danke, für dieses gute Projekt. Sie helfen, Jugendlichen, Orientierung und eine berufliche Perspektive zu geben.“ Zu den Projetteilnehmern sagte sie: „Wir brauchen Sie, um Kinder zu erreichen, die bisher nicht in Sportvereinen sind.“ Dabei verwies sie darauf, dass die Stadt für Kinder aus einkommensschwachen Familien ab dem 1. Juli 2009 die Vereinsbeiträge übernimmt. 

Kompetenz und Kultur gefragt

Die letzten Worte der Veranstaltung gehörten dann – wie bereits die ersten – Jörg Schnitzerling, Vorstandsvorsitzender des ASC 46. Nach einem Lob an Pfitzner („Wesentliche Ideen von dir werden in diesem Integrationsprojekt umgesetzt“) wendete er sich an die Projektteilnehmer: „Wir möchten eure Kompetenz und eure Kultur in den Vereinen haben.“

Einsatzstellen sind der ASC 46, BG 74, DSC Dransfeld, Funakoshi Karate Northeim, Geschwister-Scholl-Gesamtschule Göttingen, Martin-Luther-Schule Northeim (zwei Kooperationsvereine SuS Northeim, Eintracht Northeim), MTV Moringen, SC Hainberg, SC Weende, Sparta Göttingen, Sportjugend Northeim, Stadtsportbund Göttingen, Tennis- und Skiclub Göttingen, Theodor-Heuss-Gymnasium, Tischtennis-Kreisverband Göttingen, TTV Geismar und die Zentrale Einrichtung für den allgemeinen Hochschulsport Göttingen. Kooperationsschulen sind die Heinrich-Heine-Schule Göttingen, Käthe-Kollwitz-Schule Göttingen, KGS und IGS Göttingen, Schule am Hohen Hagen (Dransfeld), Thomas-Mann-Schule Northeim, BBS I Arnoldi-Schule und die BBS III (Ritterplan).

                                                                                                                                Von Mark Bambey

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