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Felix Gerland ist bei der BG 74 Göttingen Trainer, Spieler und Schiedsrichter

„Pokale sind nicht mein Ansporn“ Felix Gerland ist bei der BG 74 Göttingen Trainer, Spieler und Schiedsrichter

Der Stadtsportbund (SSB) zeichnet regelmäßig Jugendliche und junge Erwachsene für ihr ehrenamtliches Engagement als „Soziale Talente“ aus. Eine Serie gibt Einblicke in die Arbeit in den Vereinen. Heute: Felix Gerland von der BG 74 Göttingen.

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Lebt für Basketball und das Training von Kindern und Jugendlichen: Felix Gerland von der BG 74 Göttingen.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Seine große Schwester Elena hat es vorgemacht. Zwei Jahre nach ihr ist nun auch Felix Gerland vom SSB zum sozialen Talent gekürt worden. „Völlig überrascht“ habe ihn die Nominierung durch Silke Bruns, Sportwartin der BG 74 im männlichen Bereich. Dabei ist die Auszeichnung für den 20-Jährige einfach nur folgerichtig.

 
Gerland fällt unter die Kategorie „Ohne ihn läuft nichts“. Bei den Veilchen tritt der Basketball-Enthusiast als Schiedsrichter, Spieler und Trainer in Erscheinung. „Eigentlich mache ich alles“, sagt Gerland. Die meiste Zeit verwendet der Göttinger fürs Coachen. So hören die zweite und dritte U-14-Mannschaft in der Kreisliga auf sein Kommando. Darüberhinaus unterstützt er Cheftrainer Aaron Plate als Assistent des U-14-Landesligateams und agiert als spielender Co-Trainer der Bezirksoberliga-Herren. Macht in der Woche bis zu sieben Trainings, mindestens drei Spiele am Wochenende und vier Stunden Arbeit am Tag. Sportlich. Nicht zu vergessen die Organisation, denn Gerland, der an der Uni Göttingen Englisch und Geographie für Lehramt studiert, fungiert auch als Teammanager dieser vier Mannschaften. „In der Klausurenphase ist mein Tag mit Uni und Basketball total vollgepackt. Besonders hart ist es, wenn der Saisonendspurt ansteht. Aber da die Aufgaben beim Verein für mich Hobby anstatt Arbeit sind, macht es nach wie vor jede Menge Spaß“, betont Gerland.

 
Seine Liebe zum Basketball, die er als Basis für sein Engagement beschreibt, hat der schlaksige Athlet erst relativ spät mit 13 Jahren entdeckt. Seither lässt ihn nicht der orangefarbene Lederball nicht mehr los. Hochklassig gespielt hat er nie, doch die Sporthalle des Felix-Klein-Gymnasiums ist zu seiner zweiten Heimat geworden. „Wenn ich ausnahmsweise Freizeit habe, schaue ich meinem Bruder Malte beim Football zu oder gehe eben zu anderen Basketballpartien“, gibt er ein wenig peinlich-berührt zu.

 
Vor allem die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat es Gerland, der sein Freiwilliges Soziales Jahr beim SSB absolvierte, angetan. „Darum möchte ich Lehrer werden“, sagt er. Veritable Erfolge kann der C-Lizenzinhaber schon vorweisen: zwei Siege beim Miniturnier. „Aber darum geht es mir nicht. Ich messe meine Leistung nicht an Pokalen. Viel entscheidender ist in diesem Alter, dass sich die Kinder als Spieler und vor allem als Mensch weiterentwickeln. Das ist mein Ansporn.“

 
Doch damit nicht genug. Gerland kann sich vorstellen, die BG noch mehr zu unterstützen, zum Beispiel bei der Organisation des Miniturniers. „Wenn mich jemand fragt, bin ich sofort dabei“, versichert er. Eine Hallenaufsicht habe er in diesem Jahr bereits geleitet. Dann verabschiedet er sich. „Ich muss jetzt zum Training, ich muss ins FKG.“

 

Von Rupert Fabig

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