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Fisch zum Frühstück ist gar nicht ihr Ding

Radball Fisch zum Frühstück ist gar nicht ihr Ding

Der Volksmund sagt: Man muss nicht alles essen, was man sieht. Dem können Jannes Heinemann und Felix Stephan vom RV Möve Bilshausen nur beipflichten. Neun Tage lang waren die 16- beziehungsweise 17-jährigen Eichsfelder mit dem C-Kader des BDR (Bund Deutscher Radfahrer) im japanischen Osaka.

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Beeindruckt von ihrem Japan-Aufenthalt: Felix Stephan (li.) und Jannes Heinemann vom RV Möve Bilshausen.

Quelle: Kunze

Bilshausen. „Eine Speisekarte lesen war natürlich unmöglich, aber es waren jeweils Bilder dabei, sodass man zumindest zeigen konnte, was man wollte“, erzählt der 17-jährige Felix Stephan. Und eben auch ausschließen, was man nicht wollte. „Einiges sah schon ein wenig merkwürdig aus“, gab er zu. Besonders der servierte Fisch am frühen Morgen war so gar nicht nach dem Geschmack der beiden Bilshäuser, die gemeinsam mit den Teams aus Bolanden und Laubach ins Land der aufgehenden Sonne reisten.

Neben den ungewohnten Essgewohnheiten hatten die Freunde auch mit den Temperaturen in der mit 2,6 Millionen Einwohnern drittgrößten Stadt Japans zu kämpfen. Bei doch eher schon herbstlich anmutenden 14 Grad in Frankfurt losgeflogen, erwarteten die Radballer dort schwül-heiße 30 Grad. „Es war schon sehr unangenehm. Man hat praktisch nichts getan und trotzdem geschwitzt“, so Jannes Heinemann.

Wobei sie sportlich schon einiges tun mussten, denn an der dortigen Universität gaben sie im Rahmen der internationalen Jugendbegegnung den Studenten ein wenig „Nachhilfe“ in Sachen Radball. „Die beginnen meist erst in einem Alter von 20 Jahren, wenn sie anfangen zu studieren, mit Radball“, berichten die Bilshäuser. Kaum Probleme gab es mit der Verständigung, die Gastgeber sprachen fast durchgängig gut englisch. Sportlich ernst wurde es für die drei deutschen Gespanne dann beim sogenannten Japan-Cup, bei dem die Bilshäuser Sechster wurden. „Wir hätten zwar sportlich gern besser abgeschnitten, aber es war nicht mehr drin“, meinte Stephan. Wobei die Gäste aus Deutschland dennoch den Sieg mit nach Hause nahmen, denn die Vertretung aus Bolanden setzte sich an die Spitze.

Dieses Kunststück gelang Heinemann/Stephan dann gleich nach ihrer Rückkehr am Wochenende beim 9. Einhorn-Cup für U-19-Radballer. In Leeden in Nordrhein-Westfalen holten sie sich den Turniersieg. Ungeschlagen mit sechs Siegen und 18 Punkten trat das Duo die Heimreise an. „Es lief ganz gut“, freuten sich die Bilshäuser. Die zweite Möven-Vertretung, Marius Agte und Florian Beck, belegte den sechsten Rang.

Inzwischen hat der Trainingsalltag die Japan-Reisenden wieder eingeholt. Doch die Erinnerungen nimmt dem Schüler (Jannes Heinemann) und Auszubildenden niemand. „Wir haben, als die Einladung kam, sofort gesagt, dass wir mitfahren wollen. Denn so eine Chance bekommt man ja so schnell nicht wieder. Und wir haben es auf keinen Fall bereut“, so die beiden, die sich inzwischen wieder ihrem sportlichen Saisonziel widmen. „Unser Ziel ist es dieses Jahr wieder, zur Deutschen Meisterschaft zu kommen“, sind sie sich einig.

Von Vicki Schwarze

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