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Franz Kadlec gewinnt Nacht-Trial in Fürstenhagen

1400 Zuschauer Franz Kadlec gewinnt Nacht-Trial in Fürstenhagen

Franz Kadlec aus Reichersbeuern hat das 18. Internationale ADAC-Nacht-Trial des MSC Weser-Solling gewonnen. Vor der Rekordkulisse von 1400 Zuschauern kämpften bei dem größten Spektakel dieser Art in Deutschland 13 Motorrad-Fahrer und eine Fahrerin aus vier Nationen auf sechs spektakulären Parcours um den Sieg.

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Vorjahressieger Mirco Kammel muss sich diesmal mit Platz zwei hinter Franz Kadlec begnügen.

Quelle: Pförtner

Fürstenhagen. „Die Dunkelheit, die vielen Zuschauern – die Atmosphäre hier ist einfach großartig“, zeigte sich Franz Kadlec von der Veranstaltung begeistert. Der amtierende Deutsche Meister muss es wissen, startet er doch regelmäßig bei den wichtigen Trials. In der Weltmeistschafts-Werung liegt er auf Platz zehn, was ihn auch in Fürstenhagen zum Favoriten machte. Und der 18-Jährige aus der Nähe von Bad Tölz erfüllte die Erwartungen: Mit nur einem Strafpunkt landete er klar auf dem ersten Rang, gefolgt von Titelverteidiger Mirco Kammel (Bielefeld) mit sechs sowie Maxime Warenghien (Schweiz) mit zehn Strafpunkten.

Für ein Novum sorgte Theresa Bäuml: Die 17-Jährige ist die erste Frau, die jemals in Fürstenhagen an den Start gegangen ist. Zwar belegte die Winningerin nur den letzten Platz, kämpfte aber unverdrossen bis zum Schluss und beendete die Veranstaltung in Wertung. Sie versprach, hart zu trainieren und hofft, „dass ich beim nächsten Trial wieder dabei sein darf“.

Nicht beenden konnte den Wettkampf Tim Junklewitz. Der 22-Jährige aus Enger bei Herford stürzte beim Versuch, mit seinem Motorrad auf einen etwas mehr als zwei Meter hohen Felsen (Turm genannt) zu gelangen. Das Ergebnis: eine schmerzhafte Prellung am Bein und die Fahrt ins Krankenhaus. Doppelt bitter: „Eigentlich wollten wir morgen in den Urlaub fahren“, berichtete Junklewitz‘ Freundin Laura Pielsticker.

So mancher Zuschauer wunderte sich übrigens über das niedrige Alter der Fahrer, von denen der älteste gerade mal 34 Jahre ist. Heiner Spannuth vom MSC lieferte die Erklärung: „Trial-Fahrer benötigen sehr viel Koordination und Konzentration, und die nehmen im Alter natürlich ab.“ Die Fahrer sind auch allesamt ziemlich schlank und drahtig – Trial ist eben echter Sport. Um ihre Maschinen besser unter Kontrolle zu haben, gingen die meisten auch regelmäßig in den Kraftraum, um Arme und Oberkörper zu trainieren, berichtete Spannuth.

Das Reglement

Die Fahrer müssen sechs aus Reifen und vor allem Felsen gebildete Parcours überwinden, und zwar je viermal, so dass jeder von ihnen insgesamt 24mal fährt. Pro Fahrt stehen ihnen zwei Minuten zur Verfügung, alle Fahrten zusammen müssen sie in zweieinhalb Stunden zurücklegen. Ziel ist es, das Ziel zu erreichen, ohne einen Strafpunkt kassiert zu haben. Davon gibt es jedes Mal einen, wenn ein Fahrer sich mit dem Fuß abstützen muss, um die Balance zu halten. Bei fünf Strafpunkten ist die jeweilige Fahrt zu Ende, übrigens auch bei einem Sturz (für den es ebenfalls fünf Strafpunkte gibt).

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