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Frey: „Erhebliche Kapazitäten werden frei“

GöSF-Chef im Interview Frey: „Erhebliche Kapazitäten werden frei“

Göttingen bekommt ein Basketball-Zentrum. Die Zweifeld-Halle soll im Herbst 2016 fertig gestellt sein und von der BG Göttingen betrieben werden. Geschäftsführer Alexander Frey, dessen Göttinger Sport und Freizeit GmbH das 3,5-Millionen-Euro-Projekt baut und dann vermietet, betont die positiven Veränderungen für den Breitensport.

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In direkter Nachbarschaft der S-Arena entsteht bis Herbst 2016 auf dem Schützenplatz das Göttinger Basketball-Zentrum.

Quelle: Hinzmann

Benötigt der Göttinger Sport diese Halle oder doch nur die BG?
Die Halle hat für den gesamten Sport eine erhebliche Bedeutung. Wir erleben wie bisher sportlich konkurrierende Vereine zusammenarbeiten um die weitere Entwicklung ihrer Sportart verantwortlich zu stemmen. Durch die Bündelung des Basketball-Spitzensports werden erhebliche Kapazitäten an anderer Stelle frei, welche für die Entwicklung anderer Sportangebote im Breiten- und Wettkampfsport dringend benötigt werden. Wir können sicher sein, dass keine Hallenzeit in den großen Sporthallen ungenutzt bleibt, wenn sie künftig nicht mehr durch ein Basketball-Team der Männer genutzt wird.

 
Wann wird ausgeschrieben?
Wir werden unmittelbar in das Verfahren einsteigen.

 
Können Sie die Fertigstellung zu Beginn der Basketballsaison 2016/17 im September/Oktober 2016 garantieren?
Wir streben diesen Termin an, können ihn aber nicht garantieren, da wir uns am Beginn eines Planungs- und Bauprozesses befinden und natürlich zahlreiche Unwägbarkeiten Verzögerungen auslösen können. Ich denke aber, dass allen Beteiligten – ob der BG, der BBL, der Stadt und auch den Fans – die Tatsache wichtiger ist, dass der Basketball-Spitzensport eine starke Basis zur Entwicklung erhält und weniger das Detail, in welcher Kalenderwoche 2016 das Zentrum eröffnet werden kann. 

 
Sie teilten mit, dass mit der Nutzung der Halle als Basketball-Zentrum für die BG-Profis, des Farmteams sowie den männlichen Nachwuchs-Leistungsmannschaften etwa 90 Trainingszeiten in anderen Hallen frei werden. Wie, wann und an wen werden diese verteilt? Können sich Vereine um Trainingszeiten bewerben?
Ja, der Umzug wird zu zahlreichen Veränderungen führen und den Breitensport in Göttingen zusätzliche und dringend benötigte Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Die Vereine können über das übliche Verfahren zur Sportstättenvergabe benötigte Zeiten beantragen. Bei der Vergabe werden wir jedoch sicher auch die Bedarfe der Vereine berücksichtigen, die sich an der Finanzierung des Basketballzentrums beteiligen. Ich sehe da zum Beispiel ein gewisses Potenzial für die Entwicklung des Frauen-Basketballs, auch in der Nachwuchsarbeit, am Standort FKG I und II.

 
Die BG Göttingen – genauer gesagt die Pro Basketball Göttingen GmbH als Erstliga-Lizenz-Inhaberin – wird die Halle anmieten und betreiben. Wie hoch werden die Mietkosten sein? Reichen Sie klassisch die Bausumme mit einem Abtrag von sagen wir mal 2,5 Prozent Zinsen und zwei Prozent Tilgung weiter?
Die Miete wird von der GoeSF nicht bezuschusst. Wir reichen die uns entstehenden Kosten weiter, so dass sich die Investition trägt – nicht mehr. Daran wird aber auch deutlich, dass die Pro Basketball GmbH ihrer Verantwortung gerecht wird, indem sie ihr Trainingszentrum selbst finanziert und weder von der Stadt noch von der GoeSF etwas geschenkt bekommt. 

 
Wenn ein Hallenneubau so wichtig für Göttingen ist, warum sollte dieses Thema nicht öffentlich im Sportausschuss diskutiert werden, sondern im nicht-öffentlichen Aufsichtsrat der GoeSF entschieden werden?
Die Entscheidung über Investitionen in dieser Größenordnung trifft der Aufsichtsrat der GoeSF. Dass dies wegen der sportpolitischen Komponente öffentlich im Sportausschuss diskutiert werden sollte, war sicherlich richtig. Insofern war der Antrag der Grünen hilfreich und wurde auch vom Sportausschuss einstimmig beschlossen.

 
Ist Ulrich Holefleisch, der den Antrag im Sportausschuss für seine Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einbrachte, nun ein Buhmann?
Keineswegs ist Herr Holefleisch ein Buhmann. Nicht nur, dass er die legitimen Rechte für seine Fraktion wahrgenommen hat. Zudem wurde das Thema der Bedeutung des Spitzensports in Göttingen erneut intensiv diskutiert, was im Ergebnis zu einer breiten und fundierten politischen Zustimmung für dieses Projekt geführt hat.

 
 Interview: Mark Bambey

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