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Geänderte Hallenregeln sorgen für Diskussionsstoff

Ulrich-Jünemann-Turnier Geänderte Hallenregeln sorgen für Diskussionsstoff

Um vier Punkte drehten sich die Gespräche am Rande des traditionellen Duderstädter Hallenfußballturniers: um die souveräne Weise, in der sich der SV Seeburg den Pokalsieg erspielt hatte, das ansonsten mäßige spielerische Niveau, die teilweise harte Spielweise und – vor allem – um die Regeln für den Budenzauber in der Halle „Auf der Klappe“.

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Siegerehrung: Duderstadts Ehrenortsbürgermeister Theo Oeben überreicht den Pokal für den ersten Platz an Seeburgs Torwart und Spielführer Dennis Bobbert. Links: Spielertrainer André Stelter; rechts: Torschützenkönig Christian Spohr.

Quelle: Walliser

Mit seiner Turnierausschreibung war Gastgeber VfL Olympia Duderstadt vom geltenden einheitlichen Regelwerk abgewichen. So galt nicht die Sechs-, sondern die (gestrichelte) Neunmeterlinie als Strafraumgrenze, und Tore durften nicht nur aus der gegnerischen, sondern auch aus der eigenen Spielfeldhälfte erzielt werden. Nachdem sich die Unparteiischen am ersten Spieltag auf die geänderten Regeln eingelassen hatten, ließ Horst-Peter Gries, Beisitzer im Kreisschiedsrichterausschuss, das Turnier so weiterlaufen. Im nächsten Jahr, unterstrich er, müsse sich der VfL Olympia bei seiner Ausschreibung aber an die gültigen Regeln halten.

Duderstadts Obmann Wolfgang Schreiber, sagte das zu – war allerdings auch der Meinung, dass die Abweichungen dem Turnier gut getan hätten. VfLO-Trainer Dierk Falkenhagen teilte diese Einschätzung und wies darauf hin, dass die (körperlichen und spielerischen) Unterschiede zwischen Herren und Junioren berücksichtigt werden müssten: Der größere Strafraum stelle für einen erwachsenen Torwart die richtige Abmessung dar, so Falkenhagen, und Tore von überall seien das Salz in der Suppe. VfLO-Vorsitzender Elmar Müller meinte, als Veranstalter sollten einem Verein doch Gestaltungsspielräume bleiben.

Mit den Besucherzahlen beim 27. Ulrich-Jünemann-Turnier war Müller zufrieden. „Dieses Mal war auch der Samstag gut besuchte“, ergänzte Kassierer Gerd Kaminski.

Die spielerischen Leistungen am Finaltag wurden von Trainern und Fachleuten dagegen als mäßig beurteilt. Nicht zuletzt Turnierfavorit Germania Breitenberg blieb hinter den Erwartungen zurück. Bereits in der Vorrunde hatte der Bezirksoberligist nicht überzeugt: Gegen Außenseiter FC Brochthausen, der durch Dennis Brämer in Führung gegangen war, wehrte Mohammed El-Zein mit seinem 1:1-Ausgleich 22 Sekunden vor Schluss die drohende Blamage ab.

Dennoch gab es einige – individuell gesetzte – Glanzlichter. Nesselrödens Neuzugang Sascha Nolte war im Vorrundenspiel gegen den FC Brochthausen nach einem Klasse-Solo erfolgreich, Gerblingerodes Steffen Niemeyer traf im Sitzen, und Duderstadts Tobias Gabel düpierte Mingerodes Keeper Marco Habich mit einem Banden-Tor.

Insgesamt waren die Zwischen- und Endrundenspiele aber mehr von Härte geprägt. „Immer diese Grätscherei in der Halle“, ärgerte sich nicht nur Seulingens Torhüter Wolfgang Salzmann. Die Schiedsrichter Dirk Freckmann und Tim Huntgeburth waren daher auch im Verhängen von Zeitstrafen konsequent.

Zu Recht gab es bei der Siegerehrung aber einen Fairnesspreis: Bezirksligist TSV Landolfshausen erwies sich mit 15 Strafpunkten als fairste Mannschaft. Auch Kreisligist FC Mingerode hatte nur 15 Miese kassiert, doch dank des besseren Durchschnitts ging die Auszeichnung an den TSV, der als Finalist ein Spiel mehr bestritten hatte. Für seine acht Treffer wurde Seeburgs Christian Spohr als Torschützenkönig geehrt. Zweiter war Landolfshausens Sebastian Junge (7). Mit je sechs Toren teilten sich Tobias Jung (TSV Seulingen), Andreas Schütte (FC Mingerode) und Artem Konrat (SV Seeburg) den dritten Platz.

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