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„Girls Kick“: Fußballturnier für Mädchen

Fußball „Girls Kick“: Fußballturnier für Mädchen

Ganz im Zeichen des Mädchenfußballs stand bei der vierten Auflage des Turniers Girls Kick das Außengelände des Sportzentrums der Universität Göttingen. 62 Teams aus 25 Schulen aus Göttingen und dem Landkreis gingen an den Start.

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Fotografen leben gefährlich: Saskia Lange, Anna Bode und Sevdija Gasi (von links) beim Schusstraining.

Quelle: Theodoro da Silva

Die Trainingswiese vor dem Sportinstitut am Sprangerweg 2 ist bis auf den letzten Quadratmeter belegt. Auf sie passen acht Fußball-Kleinfelder, Mannschaftszelte, Verpflegungsstationen, Mitmach- und Aktionsstände – und natürlich die rund 600 Teilnehmerinnen des Turniers. In Trikots, Fußballschuhen und Stutzen laufen oder kicken sich die Mädchen warm. Die Anspannung vor dem 4. Girls Kick ist zu spüren, sie löst sich erst mit dem Anpfiff der ersten Spiele. Dafür schallen nun die Anfeuerungsrufe der Fünft- bis Achtklässlerinnen über das Gelände des Instituts für Sportwissenschaft. 

62 Teams aus 25 verschiedenen Schulen aus Göttingen und dem Landkreis spielen zwischen 9 und 17 Uhr in zwei Altersklassen um den Turniersieg. Hauptschülerinnen spielen gegen Gymnasiastinnen. Doch die Kür der besten Mannschaft ist nicht das oberste Ziele: Die Mädchen versuchen sich in der klassischen Männersportart Fußball. 

„Es geht nicht nur darum, Berührungsängste zu verlieren“, sagt Helga Steininger vom kommunalen Kinder- und Jugendbüro. „Die Mädchen sollen sich ausprobieren können, sich etwas trauen.“ Mitmachen darf jede Schülerin, die dazu Lust hat, Vorkenntnisse oder Spielerpass sind nicht nötig. Die Schulmannschaften kommen mit Bussen aus Hann. Münden und Duderstadt angereist. Die meisten Schulteams stellt in diesem Jahr die Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule aus Geismar mit insgesamt zehn Teams.

Sandra Hallmann vom Sportinstitut der Universität – die Georgia Augusta ist zusammen mit Stadt, Landkreis und dem Göttinger Frauengesundheitszentrum Veranstalter – ist selbst Fußballerin. Der Organisatorin liegt die Nachwuchsförderung am Herzen: „Hier bei Girls Kick sind die sport- und fußballbegeisterten Mädchen greifbar“, sagt sie. „Wenn nicht hier, wo sonst?“ Studien belegen, dass sich Mädchen mit Beginn der Pubertät aus Vereinen zurückziehen und später schwieriger für den Sport zu begeistern sind. Britta Thür vom Frauenbüro der Stadt betont die soziale Komponente: „Wir bilden besonders Schülerinnen aus sozialen Brennpunkten zur Schulsportassistenten aus. Diese lernen Verantwortung zu übernehmen und sind ideale Multiplikatoren.“ 

Eigentlich gibt es nur Sieger

Die Atmosphäre ist ausgelassen, und die warmen Temperaturen lassen eine Sommerfeststimmung aufkommen. Nicht nur deshalb denken die Mädchen der „HG Champs“ und der „KGS Moringen“ sicher nicht an die pädagogischen Ziele des Turniers – sie stehen im Endspiel der Altersklasse 2. Schließlich ist bei den Moringern die Freude groß, als einer von 32 Schiedsrichtern abpfeift: Moringen hat 1:0 gesiegt. Doch auch die Verliererinnen sehen nicht allzu betrübt aus. Eigentlich gibt es an diesem Tag nur Sieger. – Ergebnisse: AK 1: 1. „Mädchen in Bewegung 1 (GSG 2)“, 2. „Girls 2 Kick (THG)“, 3. „Black Eagles (IGS)“; AK 2: 1. „KGS Moringen“, 2. „HG Champs (Hainberg 1)“, 3. „IGS just do it“.

Von Hendrik Maassen

Ein Video dazu gibt es hier

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