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Girls-Kick: Zehn Mädchen in Kliniken eingeliefert

Hitzebedingte Beschwerden Girls-Kick: Zehn Mädchen in Kliniken eingeliefert

Das Mädchen-Fußballturnier Girls-Kick der fünften bis achten Klassen von Schulen aus Stadt und Kreis Göttingen am 7. Juli auf dem Gelände des Sportinstituts der Universität ist nicht nur deshalb abgebrochen worden, weil sich einige Spielerinnen mit hitzebedingten Beschwerden im Krankenzelt gemeldet hatten, wie es zunächst hieß. 

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Genau das Richtige gegen die Hitze beim Girls-Kick: Es ruhig angehen lassen und viel trinken.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Mitorganisatorin Helga Steininger vom Kommunalen Kinder- und Jugendbüro des Landkreises hat bestätigt, dass die Zahl plötzlich hoch geschnellt war und etliche Mädchen in die Notaufnahme der Göttinger Kliniken eingeliefert wurden. „Es ist richtig, dass überdurchschnittlich viele Schülerinnen innerhalb eines kurzen Zeitraums ins Krankenzelt gekommen sind, weil sie sich unwohl fühlten. Und einige von ihnen wurden in die Klinik gebracht“, sagte Steininger auf Tageblatt-Nachfrage.

Exakte Zahlen konnte der Malteser Hilfsdienst liefern, beim Girls-Kick seit Jahren für die medizinische Versorgung zuständig. „Bis Mittag hatten wir keinerlei Probleme. Doch dann wurde es immer heißer, und zwischen 13 und 14 Uhr mussten wir 40 Mädchen behandeln, die offensichtlich von der Hitze verursachte Beschwerden aufwiesen“, berichtete der leitende Rettungsassistent Maik Adler. „Bei zehn von ihnen hat der anwesende Notarzt entschieden, sie vorsichtshalber mit Rettungswagen in die Notaufnahme bringen zu lassen.“

Sechs der Mädchen seien wegen Schwächeanfällen zur ambulanten Behandlung ins Universitäts-Klinikum eingeliefert worden, berichte der Pressesprecher der Universitätsmedizin, Stefan Weller. „Sie wurden mit Infusionen aufgepeppelt, konnten am Abend aber alle wieder nach Hause entlassen werden.“ Zu den vier anderen Schülerinnen, die folglich in der Notaufnahme des Weender Krankenhauses gelandet sein müssen, könne man keine Angaben machen, hieß es dort. Es seien an diesem Tag etliche Patienten mit Hitzebeschwerden behandelt worden. Ob Mädchen vom Girls-Kick-Turnier darunter waren und – wenn ja – wie viele, lasse sich nicht ermitteln.

Malteser-Rettungsassistent Adler bescheinigte den Verantwortlichen des Girls-Kick, in der kritischen Situation prompt und verantwortungsbewusst gehandelt zu haben. „Wir mussten nicht drängen, dass sie das Turnier abbrechen. Offenbar hatten beide Seite den gleichen Gedanken, wie auf die Häufung der hitzebedingten Schwächeanfälle zu reagieren ist“, sagte Adler.

Steininger versicherte, dass die Organisatoren nicht lange diskutiert hätten, sondern schnell zu dem Schluss gekommen seien, dass  angesichts der dramatischen Entwicklung der Abbruch unvermeidbar sei. „Jedes Jahr ist es vorgekommen, dass Mädchen wegen Kreislaufproblemen medizinisch versorgt werden mussten. Betroffen waren fast immer untrainierte Schülerinnen, die sich körperlich übernommen hatten. Diesmal war es anders, und da sich die Fälle so gehäuft haben, war allen klar, was zu tun ist“, so Steininger.

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