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Blindenfußball: Göttingen deutsches Zentrum

Lehrgangsstandort eröffnet Blindenfußball: Göttingen deutsches Zentrum

Göttingen ist Lehrgangsstandort der deutschen Blindenfußball-Nationalmannschaft. Das verkündete am Freitag der Göttinger Rolf Husmann, Teammanager des Nationalteams, zum Auftakt des ersten Auswahl-Lehrgangs in der Leinestadt, dessen Einheiten auf dem kleinen Kunstrasenplatz am Jahnstadion absolviert werden.

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Bundestrainer Ulrich Pfisterer

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Göttingen. Nach den Länderspielen gegen Spanien im vergangenen Jahr sei sich die sportliche Führung des Nationalteams schnell darüber im Klaren gewesen, „dass Göttingen im Blindenfußball zukünftig eine besondere Rolle einnehmen soll“, so Husmann auf einer Pressekonferenz am Freitag im Restaurant des Jahnstadions. Bundestrainer Ulrich Pfisterer, gleichzeitig Vorsitzender des Komitees für Blindenfußball beim Weltverband Ibsa, wies auf die geografisch günstige Lage Göttingen „im Mittelpunkt Deutschlands“ hin und auf den „Neustart“, den der deutsche Blindenfußball mit dem Engagement Husmanns und seines Freundeskreis-Förderprojekts erfahren habe. Außerdem habe das Rehazentrum Rainer Junge während der Lehrgänge Leistungstests angeboten. „In Göttingen fehlt nur noch eine Mannschaft“, so Pfisterer.

Der „Freundeskreis der deutschen Blindenfußball-Nationalmannschaft“, zu dem die Ehrenmitglieder Fritz Güntzler (CDU) und Thomas Oppermann (SPD/beide Bundestagsabgeordnete aus Göttingen) zählen, hat zudem eine neue Botschafterin, wie Husmann am Freitag mitteilte: die Göttinger Nationalspielerin Pauline Bremer. „Das ist wirklich eine gute Sache, die ich gern unterstützen möchte“, ließ sie mitteilen. Neben 30 000 Euro, die vom Deutschen Behindertensportverband (DBS) jährlich ins Nationalteam fließen, erwirtschaftet der Freundeskreis zusätzlich 5000 bis 10.000 Euro.

Angesichts des Etats von Nationalteams wie jenem von Japan, das auf 750 000 Euro im Jahr zurückgreifen kann, wünscht sich Husmann eine „erweiterte Kenntnisnahme durch den DFB“ und regt eine „informelle Arbeitsgruppe“ an. „Im Ausland werden wir schließlich als DFB-Mannschaft wahrgenommen.“ Kapitän Alexander Fangmann verwies auf das Engagement der Spieler zum Nulltarif: „Die einzige Prämie, die wir bekommen, sind blaue Flecke.“

Im Vorlauf der Heim-EM im August 2017 in Berlin gilt 2016 für die Nationalelf als „Aufbaujahr“ - und der Juni als „Aufbaumonat“, so Husmann: Einer von acht Terminen des Pfisterer-Teams im laufenden Jahr sind am 25. und 26. Juni zwei Länderspiele gegen den Vize-Weltmeister Argentinien, die in Göttingen während des Erlebnis Turnfestes ausgetragen werden. Das Nationalteam erhofft sich bei 300 000 Turnfest-Besuchern reges Zuschauerinteresse. „Sportler sollten einfach zusammenhalten“, sagte Angelika Wolters, Vizepräsidentin des Niedersächsisches Turnerbundes (NTB).

Trainiert wird am Jahnstadion am Sonnabendvormittag und -nachmittag. Am Sonntagvormittag um 10.30 Uhr können sich Interessierte bei einem Trainingsspiel einen Eindruck vom Blindenfußball verschaffen. Der nächste Lehrgang in Göttingen ist vom 30. September bis 3. Oktober geplant. Das Ziel des Teams ist 2017 nicht nur ein guter Auftritt in Berlin, unterstrich Pfisterer, sondern der EM-Titel.

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