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Göttingens Oberbürgermeister freut sich auf Meisterschafts-Fete

Fester Glaube an den Sieg der BG-Damen Göttingens Oberbürgermeister freut sich auf Meisterschafts-Fete

Den Termin am Sonnabend um 19 Uhr in der FKG-Halle hat sich Rolf-Georg Köhler schon vor Wochen freigeblockt. Göttingens Oberbürgermeister ist wie sein Vorgänger Wolfgang Meyer seit vielen Jahren glühender Anhänger des Damenbasketball-Zweitligisten BG 74 und verpasst kaum ein Heimspiel der Veilchen-Ladies.

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Die Sieges-Humba der Veilchen-Ladies wünscht sich Oberbürgermeister Köhler nach dem Meisterschaftsfinale gegen Osnabrück.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Wie Hunderte anderer Fans fiebert er dem Final-Playoff-Heimspiel gegen die Panthers Osnabrück entgegen, in dem die Göttingerinnen Meisterschaft und Erstliga-Aufstieg perfekt machen wollen.

„Ich tippe darauf, dass wir nach dem überraschenden Sieg in Osnabrück auch zu Hause in der hoffentlich ausverkauften FKG-Halle gewinnen, und freue mich schon auf die Riesenfete, nachdem wir den Meistertitel geholt haben“, formuliert der OB seine Vorstellung vom Verlauf des Abends. Köhler ist voll des Lobes über die Mannschaft sowie die Arbeit des Trainergespanns und der Verantwortlichen hinter den Kulissen. „Wir waren alle skeptisch, wie es nach dem Ausstieg von Jennifer Kerns weitergeht. Bis Mitte der Saison hat keiner damit gerechnet, dass die Serie so erfolgreich verläuft“, gibt er freimütig zu. „Dann aber war erkennbar, wie stark das Team zusammengewachsen ist und welchen Siegeswillen es hat.“

Der OB attestiert Coach Ondrej Sykora und Co-Trainerin Zuzana Polonyiova, ihren Job hervorragend zu erledigen, und Geschäftsführer Richard Crowder, die Abteilung mit ruhiger Hand und viel Übersicht zu lenken. Vor allem aber sei er beeindruckt, wie rasant sich die Mannschaft zur schlagkräftigen Einheit entwickelt hat und welchen Leistungssprung Birte Bencker, Lucie Thüring und viele andere Spielerinnen gemacht haben. „Nikki Jones steht ja oft im Schatten von Monique Smalls. Dabei ist sie genauso wichtig für das Team. Sie hat einen unglaublich sicheren Wurf aus der Mitteldistanz und sorgt für die nötige Ruhe im Spiel“, bringt der 63-Jährige die spielerischen Qualitäten der US-Centerin auf den Punkt.

Köhler ist davon überzeugt, dass Göttingen neben dem BG-Herren- ein Erstliga-Damenteam problemlos verkraftet. „Ich glaube, das ist keine Konkurrenzsituation – im Gegenteil: Für beide  gibt es einen Markt, und sie befruchten sich gegenseitig. Im übrigen bin ich stolz darauf, dass nach dem Aufstieg der Veilchen-Ladies Göttingen die einzige deutsche Stadt mit fünf Basketball-Bundesligisten wäre, wenn man die drei Jugendmannschaften des BBT dazurechnet.“ Dass die Förderung des Spitzen- auf Kosten des Breitensports geht, wie oft behauptet, hält der OB für falsch: „Für mich sind das nicht zwei Paar Schuhe, sondern zwei Schuhe am gleichem Körper. Er braucht beide, um richtig laufen zu können.“  Finanzierbarer Spitzensport brauche nämlich Nachwuchs aus der Region, und den gebe es nur ausreichend, wenn es Spitzensportler als Vorbilder gibt, denen Jugendliche nacheifern.

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