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Göttinger Altstadtlauf: Teilnehmerzahlen beim Firmencup haben sich in einem Jahrzehnt versechstfach

Bombastisches Erfolgsmodell Göttinger Altstadtlauf: Teilnehmerzahlen beim Firmencup haben sich in einem Jahrzehnt versechstfach

Seit der Premiere des Göttinger Altstadtlaufs vor 26 Jahren ist das abschließende Langstreckenrennen um den Novelis-Cup über 10   460 Meter offizieller Höhepunkt des Breitensport-Spektakels in der Innenstadt. Das gilt auch für die 27. Auflage des Breitensport-Spektakels, das am Mittwoch um 18.30 Uhr vor dem Alten Rathaus startet.

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Skurriler Blickfang: Die Laufteams beim Firmencup sind erfindungsreich, um öffentliche Aufmerksamkeit zu erringen.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Für viele Teilnehmer und Zuschauer aber hat der Lauf um den vom Göttinger Tageblatt gestifteten Firmencup dem Eliterennen längst den Rang abgelaufen.

Daran, wer die Idee hatte, Teams aus Unternehmen und Institutionen der Region miteinander wetteifern zu lassen, kann sich Karin Geese aus dem inneren Organisations-Zirkel von Ausrichter LG Göttingen nicht mehr erinnern.  Sie wisse nur noch, dass in Gesprächen zwischen LGG-Vertretern und der Tageblatt-Geschäftsführung schnell Einigkeit erzielt wurde, den Versuch zu wagen, zwischen dem Schnupperlauf und der Mittelstrecken-Einzelkonkurrenz ein solches Teamrennen einzubauen.

„Allerdings hat niemand geglaubt, dass der GT-Firmencup eine so irre Entwicklung nehmen würde“, wundert sich Geese immer noch über den atemberaubenden Popularitätsschub des Laufes, dessen Liste seit Jahren weit vor dem offiziellen Meldeschluss geschlossen werden muss. „In diesem Jahr hätten wir weit über 2000 Meldungen annehmen können“, berichtet sie.

Doch mehr als 1300 Läufer (das entspricht 325 Teams á vier Läufern) könne man aus Sicherheitsgründen auf dem engen Innenstadtkurs nicht starten lassen. Beim ersten Firmencup-Rennen waren 2002 etwas mehr als 50 Teams auf die 5260 Meter lange Strecke gegangen, ein Jahr später waren es bereits 75. Die 100er-Grenze wurde mit 118 Teams erstmals 2005 überschritten, 2008 waren es bereits 201, und seit 2012 hat sich die Zahl um die 300 eingependelt, weil mehr eben nicht zugelassen werden können.

Geese kann die Attraktivität des GT-Firmencups nachvollziehen. Es sei toll, wenn Chefs mit ihren Angestellten laufen – angefeuert von anderen Mitarbeitern – und Unternehmen sich in lockerer Atmosphäre einer breiten Öffentlichkeit präsentieren können. Die Strategien der Unternehmen und Institutionen laufend ihren Bekanntheitsgrad zu steigern, sind sehr unterschiedlich. 

Einige wie  der siebenmalige Gewinner Sartorius oder die häufig topplatzierten Sparkasse, Novelis und Vorjahressieger UMG-Unfallchirurgie versuchen, durch hervorstechende Leistungen das öffentliche Interesse zu erregen, andere probieren es mit ausgefallener Kostümierung oder laufen die drei Innenstadtrunden  als monolithischer Block in Arbeitskluft wie die Berufsfeuerwehr.

Bemühungen, den Firmencup in zwei Läufe zu splitten, um noch mehr Institutionen eine Startmöglichkeit zu geben, sind bislang an den strengen, der Stadt von Gerichten aufgezwungenen  Lärmschutz-Vorschriften gescheitert, die die Verlängerung des Altstadtlaufs über 22 Uhr nicht erlauben.

„Für 2016 loten wir jetzt die Möglichkeiten aus, die Veranstaltung statt um 18.30 Uhr bereits um 18 Uhr beginnen zu lassen“, berichtet Geese. „Dafür müssen wir nicht nur Gespräche mit der Stadt führen, sondern auch mit Geschäftsleuten. Sie müssen einverstanden sein, dass die Innenstadt noch früher für den Verkehr gesperrt wird.“

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