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Göttinger träumt von Bundesligakarriere

Anton Donkor Göttinger träumt von Bundesligakarriere

Die Ostertage nutzt Anton Donkor zum Abschalten. Ein paar gemeinsame Tage mit der Familie in seiner Heimatstadt Göttingen, dann geht es für den U-19-Fußballer des VfL Wolfsburg zurück ins Jugendinternat des Bundesligisten.

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Träumt von einer Budesligakarriere beim Vfl Wolfsburg: Anton Donkor.

Quelle: Heller

Göttingen. Das Abitur steht an, dazu der Endspurt in der A-Junioren-Bundesliga Nord. „Momentan ist es stressig“, sagt sein Berater Lutz Renneberg. Ende des vergangenen Jahres unterschrieb der 18-Jährige, der vor seinem Wechsel nach Wolfsburg für den RSV Göttingen 05 und die SG Lenglern/Harste kickte, einen Profivertrag, der am 1. Januar in Kraft trat.

Richtig durchstarten

Nach dem Abitur will der Linksaußen, der schon für die deutsche U-18-Nationalmannschaft gegen Wales, die Niederlande und die Türkei im Einsatz war, bei den Profis so richtig durchstarten – wie es seinem Teamkollegen, dem ebenfalls aus Göttingen stammenden Leandro Putaro, bereits gelungen ist. Putaro kam als Einwechselspieler dreimal in der Bundesliga zum Zug, dazu im Champions-League-Achtelfinale in Gent kurz vor Schluss. „Ich habe mich für ihn gefreut“, sagt Donkor. „Daran sieht man, wie schnell es gehen kann.“

Schnelligkeit und Donkor, das passt gut zusammen. Der Linksaußen lebt von seiner Athletik und Dynamik. „Er war schon in der G-Jugend der Schnellste“, erinnert sich Ralf Tarant, sein damaliger Trainer beim RSV 05. Da er „immer fleißig war und an sich gearbeitet hat“, wie sich sein früherer Stützpunkt-Coach Martin Wagenknecht erinnert, war der Wechsel zu den Wölfen die logische Folge. Von Jugendkoordinator und Ex-Profi Mathias Stammann entdeckt, zögert Donkor, dessen Bruder Aaron für die Bundesliga-Basketballer der BG aktiv war, zunächst.

Warten auf einen Platz im Internat

Doch eine Mail an B-Jugend-Trainer Steffen Brauer veränderte alles. Dem erfolgreichen Probetraining folgte der Wechsel. Sechs Monate lang stand Donkor um halb fünf auf, um mit dem Zug nach Wolfsburg zu fahren. Nach Schule und Training war der angehende Profi erst am späten Abend wieder zu Hause. Erst nach sechs Monaten wurde ein Platz im VfL-Internat frei und die Pendelei hatte endlich ein Ende.

Inzwischen gilt Donkor, der im November 19 Jahre jung wird, als eines der hoffnungsvollsten Wolfsburger Talente. Im Sommer durfte er bereits mit den Profis ins Trainingslager fahren, kam auch in Testspielen zum Einsatz. Wie groß der Sprung zu den Stars ist, weiß der Göttinger seitdem. „Nach dem ersten Training war ich tot“, erinnert sich der angehende Abiturient.

„Ich habe einen kleinen Einblick bekommen, wie es dort abgeht. Das Tempo ist höher, die Pässe schärfer.“ Es sei „ein Erlebnis“ gewesen, gegen gestandene Akteure wie Naldo anzutreten, „die haben so eine Ruhe am Ball“. Um sich im Wölfe-Rudel festzubeißen, dürfe man aber keine Angst zeigen: „Man muss einen Mittelweg finden. Respekt ja, aber keine Ehrfurcht haben.“

Übertrieben viel Spaß

Chefcoach Dieter Hecking ermunterte Donkor, „keine Angst vor Fehlern“ zu haben, zeigte dem 18-Jährigen aber auch seine Schwächen auf: „Er ist ein ehrlicher Typ. Er hat mir gesagt, dass ihm mein Tempo gefällt, mir aber auch taktisch defensiv noch einiges fehlt.“ Daran will der Göttinger mindestens so akribisch arbeiten wie derzeit an seinem Abitur. „Es macht mir einfach übertrieben viel Spaß, als Außen an der Linie entlang zu rennen und die Eins-gegen-Eins-Situationen zu suchen“, sagt Donkor. Vielleicht darf er das ja demnächst auch in der Bundesliga.

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