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Wiedersehen der Göttinger Uni-Boxer

Box-Legende Siggi David wird 80 Wiedersehen der Göttinger Uni-Boxer

Sie waren „Jungs der ersten Stunde“, wie Stefan Holthusen gern sagt – zumindest was den Boxsport an der Uni Göttingen angeht. 1972 ging es los, jetzt feierten die Boxer um Trainer-Legende Siggi David, der vor einiger Zeit 80 Jahre alt geworden ist, ein Wiedersehen.

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Boxtraining beim 1. SC 05 in den 90er-Jahren: Jörg Engel (links) kämpf gegen Vitalij Aul. Der damalige Abteilungsleiter Stefan Holthusen (Zweiter von links) und Trainer Gernot Grüning (Zweiter von rechts) sehen zu.

Quelle: Knoth

Göttingen. Beim Treffen im griechischen Restaurant Potis wurden viele Erinnerungen ausgetauscht, wie der Göttinger Holthusen, bekannt geworden als Ringarzt bei Klitschko-Kämpfen, berichtet - beispielsweise an die hölzerne Vorgängerhalle der Stadtdhalle im Cheltenhampark, wo in den 70er-Jahren vor mehreren 1000 Zuschauern geboxt wurde. An die Anfänge auf dem Uni-Gelände im Wintersemester 1972 mit einer damals nagelneuen Kampfsporthalle mit Spiegeln und Sandsäcken. Vor allem aber an Trainer Siegfried „Siggi“ David, dem Vorzeigeboxer der Region in den 50er- und 60er-Jahren, der später zu einem Göttinger Vorzeige-Trainer wurde.

„Er war ein super Techniker und hatte als Trainer eine hervorragende Ansprache“, sagt Holthusen über den ehemaligen Halbmittelgewichtler, der Ende der 60er-Jahre in Göttingen bei einem Vergleichskampf sogar mit Dieter Kottysch im Rang stand, einziger Box-Olympiasieger der BRD, der 1972 in München Gold holte.

Wiedersehen im Potis: Norbert Gödecker, Frido Gaus, Stefan Holthusen, Siggi David, Jörg Engel und Konrad Wilke (v. l.).

Wiedersehen im Potis: Norbert Gödecker, Frido Gaus, Stefan Holthusen, Siggi David, Jörg Engel und Konrad Wilke (v. l.).

Quelle: Theodoro da Silva

Das damals brandneue Hochschulboxen an der Georgia Augusta sei in den 70er-Jahren mit der Boxstaffel des 1. SC 05 eine Symbiose eingegangen. Trainiert wurde in der Aula der ehemaligen PH am Waldweg, und die Hochschulstaffel war für die 05er ein willkommener Fundus.

Zu den herausragenden Göttinger Hochschulboxern zählte Jörg Engel, der 1997 deutscher Hochschulmeister wurde und auch für 05 boxte. Er ist heute als Gynäkologe tätig, und auch er kam ins Potis. Auch die anderen David-Schützlinge hätten eine akademische Laufbahn beschritten, wie Holthusen berichtet.„Die Leute, die blöd geworden sind, waren es vorher auch schon“, räumt der 65-Jährige mit einem gängigen Vorurteil auf. Das ist ihm wichtig. „Das Boxen ist eine Verteidigungssportart und war früher ein Sport des Adels“, unterstreicht der ehemalige 05-Präsident.

Holthusen, der vor 34 Jahren approbiert wurde, sitzt seit 33 Jahren am Ring und war als einziger Profi-Ringarzt überhaupt bei mittlerweile 25 Weltmeisterschaftskämpfen im Schwergewicht im Einsatz. Seine Begeisterung für den Sport ist ungebrochen, seine Anfänge und vor allem Trainer Siggi David sind ihm in guter Erinnerung. „Er war einer, dem wir aufs Wort gefolgt sind“, sagt er.

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