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Göttinger Formationen nutzen ihren Heimvorteil

Hip-Hop Göttinger Formationen nutzen ihren Heimvorteil

Tanz und sportliche Akrobatik sowie eine mit über 3000 Zuschauern zum Bersten gefüllte Lokhalle: Die Norddeutsche Hip-Hop-Meisterschaft erwies sich als Veranstaltung der Extraklasse. Dass Göttingen nicht nur hervorragende Organisatoren hat, sondern ebenso gute Performer, demonstrieren die fünf Siege, die von Tänzern aus der Leinestadt geholt wurden. 

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Meisterlich: „Rhythm Attack“ von der Dance Academy sichert sich die Norddeutsche Meisterschaft.

Quelle: Theodoro da Silva

Fast 2000 Tänzer aus Nord- sowie Nordostdeutschland waren am Wochenende am Start. Was ein richtiger Hip Hopper ist, lässt sicht natürlich nichts vorschreiben, also war Free  Style das Motto. Old School, New Style, Crumping, sogar Gay Hopping: Was aufs Parkett der Lokhalle kam, war an tänzerischer Ausdruckskraft, sportlicher Akrobatik, überschäumender Energie und phantasiereicher Kostümierung nicht zu überbieten. Die Zuschauer waren entsprechend begeistert, feierten die Performer enthusiastisch und spornten sie mit nicht enden wollender Begeisterung klatschend, kreischend und krakeelend zu Höchstleistungen an. Getanzt wurde in vier Kategorien (Solo, Duo, Gruppe/drei bis sieben Tänzer, sowie Formation/acht bis 24) und vier Altersklassen (Kinder bis 11, Junioren 12-15, Hauptgruppe ab 16 sowie Jung-Senioren ab 30). 

Je nach Teilnehmerzahl wurde in den einzelnen Altersklassen-Kategorien in Vorrunde, Viertel- und Halbfinale sowie Finale getanzt. Die – insgesamt mehr als 20 –  Schiedsrichter bewerteten die Vorführungen auf Grundlage von Technik (tänzerisches Können, Ausführung, Rhythmus sowie Takt), Choreographie (Bewegungen und Schritte sowie harmonische musikalische Umsetzung) und Image (Ausstrahlung, Authentizität sowie Originalität). 

Ein gewisses Maß an persönlicher Auslegung bei der Bewertung war naturgemäß dabei. So wurde im siebenköpfigen Finale der Girls-Hauptgruppe eine Tänzerin von einem Wertungsrichter mit Platz sieben, von einem anderen mit Platz eins bewertet. 

Hip Hop ist ein Tanz, dessen ursprüngliche Wurzeln in Afrika liegen, dessen moderne Ausdrucksform jedoch den Ghettos amerikanischer Großstädte entspringt. Dementsprechend waren die Outfits, Stylings und Make-ups der Tänzer: Cool, lässig, und mindestens so originell wie die der harten Boys und wilden Girls aus Brooklyn und der Bronx. Gefährlich sah der Sieger der Boy-Hauptgruppe aus, Lawrence Kofi Asare aus Hannover. Er hatte eine echte Tätowierung auf dem Arm, die sich beim genaueren Hinschauen allerdings nicht als Bandenabzeichen erwies, sondern als die „Betenden Hände“ von Albrecht Dürer. 

Ein Video von den Meisterschaften ist hier zu sehen.

Hauke Rudolph

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