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Göttinger Kanupolospielerin Margret Neher holt WM-Gold

Mit deutscher Nationalmannschaft Göttinger Kanupolospielerin Margret Neher holt WM-Gold

Sie zählt zu den vielseitigsten und vor allem auch erfolgreichsten Sportlerinnen Göttingens. Im französischen Thury-Harcourt hat die 27-jährige Kanupolospielerin Margret Neher nun ihrer persönlichen Erfolgsstory ein weiteres Kapitel hinzugefügt und ist erstmals mit der deutschen Frauen-Nationalmannschaft Weltmeisterin geworden.

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„Wenn mir etwas wichtig ist, kann ich mich darauf fokussieren“: Margret Neher mit ihrer WM-Goldmedaille.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Nach einer dreijährigen Pause von 2011 bis 2013 ist der WM-Titel für sie auch so etwas wie der Höhepunkt eines, wie sie sagt, „kleinen Comebacks“.

Zwischendurch hatte Neher – Vater Erwin ist Nobelpreisträger, Mutter Eva-Maria Gründerin des Göttinger Experimentallabors für junge Leute Xlab – einen Ausflug zu den Rennkanuten unternommen. Außerdem legte die Medizinerin, die an der Göttinger Uniklinik als Assistenzärztin tätig ist und später als Fachärztin für Neurologie praktizieren möchte, im Frühjahr ihr Staatsexamen ab.

Ihre Doktorarbeit schrieb sie in Spanien, ihr praktisches Jahr absolvierte sie in Buenos Aires und Zürich – für Kanupolo blieb da keine Zeit.

Als Schülerin war sie in Neuseeland, Kanupolo spielte sie eine Zeit lang für den italienischen Klub CN Posillipo Neapel. Fernweh habe sie im engeren Sinne aber nicht. „Nur reise ich gern und komme auch immer wieder gern nach Göttingen zurück.“

„Du bist eine Wasserratte“

Zum Kanupolo brachten sie ihre drei Brüder, die allesamt beim Göttinger Paddler-Club (GPC) gespielt haben. Neher hat zudem eine Schwester, ist die jüngste von fünf Geschwistern. „Du bist eine Wasserratte“, habe ihre Mutter schon früh erkannt.

Genauso ist Disziplin ein Erfolgsfaktor. „Wenn mir etwas wichtig ist, kann ich mich darauf fokussieren“, sagt sie. Das Internet lenke sie hin und wieder ab, einen Film zu sehen hat sie sich jedoch in der Examenszeit verkniffen. Auch einen Marathon hat sie bereits gemeistert.

Im WM-Halbfinale gegen Neuseeland profitierte das deutsche Team wiederum maßgeblich von Nehers Nervenstärke: Sie war es, die in der Verlängerung das Golden Goal zum 3:2-Erfolg und der Goldmedaille erzielte. „Ich liebe eine Verlängerung mit Golden Goal“, sagt die 27-Jährige. „Danach weiß man, dass man es geschafft hat.“

Führungsspielerin in Göttingen

Neher, World-Games-Siegerin und mehrfache Europameisterin, gehört zusammen mit Tonie Lenz und Ina Pfeiffer (ehemalige Bauer), die mittlerweile für andere Klubs spielen und ebenfalls Gold gewannen, zum langjährigen Erfolgs-Trio des GPC. In Göttingen ist Neher nun Führungsspielerin.

„Man fühlt sich schon verantwortlich. Im Klub gibt es die eine oder andere Baustelle mehr, dafür machen Siege umso mehr Spaß.“ Wie gut es bereits läuft, zeigte sich am Wochenende, als der GPC in der Champions League überraschend Vierter wurde.

Wie es mit ihrer Karriere weitergeht, weiß Neher, die nach wie vor mit drei Männern und zwei Frauen in ihrer Göttinger Studenten-WG wohnt, noch nicht so genau. Bleibt sie dem Kanupolo treu, kann der GPC nicht nur auf eine der besten Spielerinnen bauen, sondern auch bei Turnieren auf schnelle ärztliche Hilfe. „Bis jetzt waren das eher Pseudo-Notfälle“, sagt Neher. „Da ging es eher um seelischen Beistand.“

Von Eduard Warda

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