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In Norddeutschland einsame Spitze

Lisa Jung In Norddeutschland einsame Spitze

Die Sammlung der Siebenkämpferin Lisa Jung von der LG Göttingen ist um zwei Titel reicher: Durch den Sieg bei den Norddeutschen Meisterschaften in der U-23-Konkurrenz, bei der sie auf 4782 Punkte kam, sicherte sich die 20-Jährige zugleich die Landesmeisterschaft.

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Blickrichtung Deutsche Meisterschaften: Lisa Jung, hier im Jahnstadion Göttingen, macht sich nun für die nationalen Titelkämpfe fit.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Göttingen. Wenn Jung am Tag nach dem Wettkampf eine Stunde lang auf der Hochsprungmatte des Göttinger Jahnstadions ausruht, hat sie einen erfolgreichen Wettkampf absolviert. Wer sie am Montag in der Arena am Sandweg zusammen mit ihrem Vater und Trainer Karsten Jung dort angetroffen hat, wusste: Die Fahrt nach Papenburg hat sich gelohnt.

„Nach großen Erfolgen ist das für mich so eine Art Belohnung“, sagt Jung, die betont, dass es für sie besser gelaufen sei, als erwartet. „Ich wusste, was ich kann, und es hat alles wunderbar funktioniert.“ Lohn waren nicht nur zwei Titel, sondern auch die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften am 12. und 13. August in Kienbaum - 4782 Zähler berechtigen Jung sogar für einen Start in der Frauen-Konkurrenz.

In welchem Wettkampf die LGG-Athletin an den Start geht, weiß sie noch gar nicht. Weil die Deutschen Meisterschaften in den Konkurrenzen Frauen, U 23 und U 20 parallel ausgetragen werden, muss sie sich in jedem Fall entscheiden. „Wahrscheinlich trete ich in der U 23 an, da treffe ich auf meine Freunde“, sagt sie.

Gerechnet hatte sie mit einer Punktzahl von 4500 bis 4600 Zählern. Heraus kamen 4800 Punkte und ein satter Vorsprung von 514 Punkten auf die Zweite. „Ich habe mit einem härteren Kampf um den Titel gerechnet. Dann war ich aber besser und die anderen schlechter, als erwartet“, berichtet Jung, die ihren Wettkampf zurückhaltend als solide bis gut bezeichnet.

Dass sie in beiden Wurfdisziplinen - im Speerwurf mit 36,14 Metern und im Kugelstoßen mit 10,81 Metern - jeweils Bestleistungen aufstellte, grenzt an ein Wunder: Im vergangenen September hatte sie sich den Wurfarm gebrochen, und so gilt Jungs besonderer Dank dem Orthopäden André Freckmann und ihrer Mutter, der Physiotherapeutin Claudia Boie.

Eine zweite Landesmeisterin hatte die LGG in Papenburg in Johanna Hildebrand, die sich mit Bestleistung von 4570 Punkten in der U 18 durchsetzte und ebenfalls für die Deutschen Meisterschaften qualifizierte. Ausschlaggebend war ein couragierter 800-Meter-Lauf.

Für sie und auch für Jung steht nun das Grundlagentraining für die nationalen Titelkämpfe an - Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer. Vor einem Jahr belegte sie mit 4980 Punkten den dritten Platz, allerdings im U-20-Wettkampf. In Kienbaum, sagt Vater und Trainer Karsten Jung, soll die 5000-Punkte-Marke geknackt werden. Klappt das, geht es wieder eine Stunde lang auf die Matte.

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