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Göttinger Tänzer begeistern

Bundesliga-Standardformationen stellen Choreografien vor Göttinger Tänzer begeistern

Es war wieder ein farbenfrohes Feuerwerk, die traditionelle Präsentation der Standard-Formationen des Tanzsportteams Göttingen. Zwei Wochen vor der Deutschen Meisterschaft am 14. November in Bremen begeisterten sie in der Sparkassen-Arena mehr als 1500 Tanzsportfans.

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Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Spitzentanz zum Nulltarif –  da zeigt sich das Publikum im Anschluss an beeindruckende Durchgänge auf dem Parkett und energiegeladener Musik schon einmal etwas spendierfreudiger, wenn die Tänzer nach einem großartigen Buffet um einen Obolus für ihren recht aufwendigen Sport bitten. Tanzen in der Bundesliga kostet trotz der vielen ehrenamtlichen Helfer viel Geld.

Damit sich der Einsatz bei der Deutschen Meisterschaft in zwei Wochen in Bremen und ab Januar in der Bundesligarunde bezahlt macht, hat die A-Formation in den vergangenen Wochen und Monaten wieder hart gearbeitet. Die A-Formation hat ihrer Choreografie „Rockphony“ noch mehr Schwung und Professionalität verliehen. Und so heimste das Team um Cheftrainer Markus Zimmermann tosenden Beifall ein, genauso wie die B- und C-Formation, die einen kurzweiligen Abend mit weiteren Auftritten mitgestalteten.

Das Tanzsportteam hatte den Bundesliga-Startplatz der B-Formation zurückgeben müssen. Hintergrund ist ein großer Umbruch innerhalb des Teams, der es nicht zuließ, eine startfähige Formation in der Bundesliga antreten zu lassen. Nun werden die B- und C-Formation ab Februar in der Regionalliga starten. „Wir wollen in Ruhe aufbauen und die jungen Tänzer nicht verheizen“, sagt Zimmernann.

Die Berlinerin Ariane Schießler, unter anderem Trainerin und Choreographin der Weltmeister 2010, Lotos Jantar aus Polen, sowie seit mehreren Jahren Choreographin des Göttinger A-Teams, ist einmal mehr begeistert von der Euphorie: „Das Team ist gut drauf. Wir haben jetzt noch rund zwei Wochen für den Feinschliff und wollen wieder oben mitmischen.“ Fest steht: Am 6. Februar 2016 treffen sich die acht besten Standformationen zum Heimturnier in Göttingen (Tickets: ts-krebs.de).

Am Rande der Präsentation wurde bekannt, dass der TSC Schwarz-Gold Göttingen keine Latein-Formation im Ligabetrieb gemeldet hat: „Das stimmt leider“, bedauert Trainerin Martina Lotsch. „Es gab nicht genug Mitglieder, um eine Mannschaft zu melden. Wir haben durch Auslandssemester oder Berufsstart viele Abgänger gehabt.“ Der alte Kern trainiert weiter, schließlich soll langfristig wieder ein Start ermöglicht werden, wie sich Lotsch erhofft.

Die Trainerin, zusammen mit Arnd Steinhäuser amtierender Landesmeister in der Hauptgruppe II, wird dem TSC-Vorstand erhalten bleiben. Tanzen wird Lotsch dagegen zukünftig in der Standardformation des Erstligisten Rot-Weiss-Klub Kassel. „Hier in Göttingen hätte ich nicht tanzen können. Das Team trainiert extrem viel, und bei einem Vollzeitjob und Einzeltanzen in der höchsten Startklasse wäre dafür keine Zeit gewesen“, begründet sie ihre Entscheidung.

Von Ferdinand Jacksch

©Theodoro da Silva

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