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Göttinger kämpfen um die Deutsche Meisterschaft

Formationstanzen Göttinger kämpfen um die Deutsche Meisterschaft

Die besten Standardformationen Deutschlands tanzen am Sonnabend in Bremen um die Deutsche Meisterschaft – darunter auch das Tanzsportteam Göttingen mit zwei Formationen.

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Christopher Linne.

Quelle: r

Göttingen/Bremen. „Tanzen ist eine der schönsten Sportarten und gleichzeitig eine künstlerische Ausdrucksform“: Das sagt der Göttinger Christopher Linne, 24-jähriger Student auf Lehramt über eine seiner größten Leidenschaften vor der Deutschen Meisterschaft der Formationen am Sonnabend in Bremen.

Linne, einer der beiden Göttinger Teamsprecher, muss allerdings zuschauen und Daumen drücken. Ein Bänderanriss im linken Knie zwingt den Pechvogel bis voraussichtlich Dezember zu einer unfreiwilligen Pause, wenn seine Standardformation des Tanzsportteams auf dem Parkett mit dem Langsamen Walzer, Wiener Walzer, Tango, Slowfox, sowie Quickstep auf dem Parkett, dem heiligen Boden der Tänzer, bei der Titelvergabe miteifert. Wer in der 1. Liga „mitspielt“, der darf auch bei der Deutschen Meisterschaft tanzen. Das sind in diesem Jahr, neben dem Titelverteidiger Braunschweiger TSC, der Vizemeister des Tanzsportteams Göttingen, der elffache Weltmeister 1. TC Ludwigsburg, der TSC Rot-Gold Casino Nürnberg, der Tanzclub Bernau, der Tanzsportclub Grün-Weiß Braunschweig sowie die beiden Aufsteiger Club Saltatio Hamburg sowie die Göttinger B-Formation.

Der Braunschweiger TSC und der 1. TC Ludwigsburg waren bis vor einigen Jahren in der deutschen Szene der Standardformationen noch Alleinunterhalter. Das hat sich schlagartig geändert, seitdem das Tanzsportteam Göttingen in diese Phalanx eingebrochen ist. Aus einem Duo ist ein schlagkräftiges Trio geworden, das um die Gunst der Wertungsrichter tanzt, dank eines nimmermüden Chefcoachs Markus Zimmermann und seines engagierten Trainerteams, das von Jahr zu Jahr mehr Potenzial aus den leidenschaftlich tanzenden Damen und Herren herauskitzelt.

„Die Göttinger Formationen sind für mich von ihrem Aufbau und der Konzeption her in Deutschland einzigartig“, sagt Linne: „Alle Trainer arbeiten ehrenamtlich, um den Sport zu ermöglichen. Die Nachwuchsarbeit ist zumindest unter den Standardformationen eine der, wenn nicht sogar die beste in Deutschland.“ Katharina Benseler, die weitere Teamsprecherin der A-Formation, spricht ihren Mitstreitern in der Formation aus dem Herzen: „Wir sind eine große Familie, die Gemeinschaft in Göttingen ist unglaublich.“

Mittlerweile hinterlassen aber ehemalige Göttinger ihre Farbtupfer bei der Konkurrenz. Zum Beispiel Ana-Lena Kubitschke, die seit 2016 beim BTSC tanzt, oder Joachim Tennstedt , der mehrmals die Woche zwischen der Unistadt und Braunschweig dem Tanzen zuliebe pendelt. Kein Wunder in Anbetracht der neuen gelungenen Choreographie „Light & Darkness.“ „Alle Tänzer sind sehr, sehr motiviert. Sie geben Gas und haben das Ziel Titelgewinn wirklich im Auge“, freut sich Trainerlegende Rüdiger Knaack (62) über den Elan seiner Schützlinge, zu denen neben Ana-Lena Kubitschke und Joachim Tennstedt mit Lennart Sauerland ein weiterer Ex-Göttinger zählt.

Zu den ganz Großen unter den deutschen Standard-Formationen zählt jener 1. TC Ludwigsburg, der seine personelle Durststrecke überwunden hat, Die Standardformation wird sich künftig bei den großen Wettkämpfen wieder mit acht Paaren auf dem Parkett präsentieren. Mit dabei ist seit Saisonbeginn die Ex-Göttingerin Julia Rösler.

Auch das Eichsfeld war schon in der deutschen Spitze vertreten. Zum Beispiel die aus Mingerode stammende Theresa Görth (29), die in der Tanzschule Krebs ihren ersten Tanzkurs und in Nürnberg und Braunschweig auf großer Bühne aufgetreten ist. Die heutige Managerin bei VW in Braunschweig hat die Seiten gewechselt und ist nun ausgebildete Wertungsrichterin.

Von Ferdinand Jacksch

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