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Göttingerin Angelina Westphal führt Thüringer Biathlon-Rangliste an

„Willensstark und ehrgeizig“ Göttingerin Angelina Westphal führt Thüringer Biathlon-Rangliste an

Nachdem Angelina Westphal die Biathlon-Wettkämpfe bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver gebannt auf dem Bildschirm verfolgt und über die beiden Goldmedaillen von Magdalena Neuner gejubelt hat, steht ihr Entschluss fest: „Ich will auch Biathlon laufen und einmal eine Medaille gewinnen“, verkündet die damals Sechsjährige ihren verdutzten Eltern.

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Hat sich den Traum ihrer frühen Kindheit erfüllt: Angelina Westphal gilt als eine der größten Talente in der Biathlon-Hochburg Oberhof.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Mutter Bettina und Vater René Westphal, von 1994 bis 97 Stammspieler beim Fußball-Regionalligisten 1. SC 05, setzten schon damals alle Hebel in Bewegung, um die sportlichen Ambitionen ihrer Töchter Angelina und Josephine zu unterstützen. Eine Biathlon-Karriere in der Wintersport-Wüste Göttingen zu starten, erschien ihnen aber doch ein wenig schräg.

„Wir haben gemeinsam entschieden, vier Jahre zu warten und zu sehen, ob das Ganze eine vorübergehende Laune ist oder ein Herzenswunsch bleibt“, erzählt René Westphal. Angelina und ihre eineinhalb Jahre jüngere Schwester schlossen sich der LG Göttingen an und trainieren seitdem bei Ilse Dannenberg ihre leichtathletischen Fähigkeiten mit den Schwerpunkten Werfen, Weitsprung, Sprint und Mittelstreckenlauf.

Besonders über die 800 Meter schafft Angelina bemerkenswerte Resultate – gute Voraussetzung für eine Biathlon-Karriere. Da der Traum, mit einem Gewehr auf Skiern durch die Loipe zu rasen, für Angelina auch Anfang 2014 nichts von seiner Faszination verloren hat, fahren ihre Eltern mit ihr kurzerhand in die thüringische Skisport-Hochburg Oberhof.

„Beim ersten Mal war ich ganz schön aufgeregt“

Beim Traditionsverein WSV 05 wird die Göttingerin, die seit ihrem achten Lebensjahr Skilanglauf betreibt, in die Traininggruppe der Jüngsten aufgenommen – und beweist erstaunliches Talent.

Trotz erschwerter Trainingsbedingungen – allein auf Rollerskiern am Jahnstadion und Schießübungen beim SV Florian Göttingen – wird Angelina während der von Mai bis November laufenden Sommerserie in sieben Wettkämpfen je zweimal Erste, Zweite und Dritte sowie einmal Vierte und führt als jüngste Athletin aktuell die Rangliste ihrer Altersklasse in Thüringen an.

„Beim ersten Mal war ich ganz schön aufgeregt, aber alles ist gut gelaufen, und jetzt macht es mir unheimlich viel Spaß, auch wenn das Training manchmal ziemlich anstrengend ist“, gibt die Fünftklässlerin am Felix-Klein-Gymnasium zu.

„Natürlich wäre es einfacher, wenn Angelina in der Gruppe trainieren könnte. Aber da wir in Göttingen wohnen, ist das halt nicht möglich“, sagt Vater René, der bei der Förderung seiner Tochter tatkräftig von Joachim Lüdecke unterstützt wird, während Westphals 05-Zeit im Vorstand der Schwarz-Gelben.

Biathlon-Olympiasiegerin 2022

„Optimal wäre, wenn sie regelmäßig mit uns in der Gruppe trainieren könnte und nicht nur bei Trainingslagern wie im Sommer in Willingen. Doch bei ihrem Talent reicht es, wenn sie zu Hause auf Rollerski übt“, versichert der Oberhofer Jugendtrainer Denny Andritzke, der besonders die mentale Stärke der Göttingerin schätzt:

„Angelina ist willensstark und ehrgeizig. Wenn man ihr eine Aufgabe stellt, versucht sie, sie mit aller Gewalt umzusetzen. Unser Ziel ist es, die talentiertesten Sportler ab 14, 15 Jahren im Oberhofer Sportinternat zu fördern. Vielleicht klappt das bei Angelina ja schon ein, zwei Jahre früher“, fügt er hinzu. Und wie steht es mit ihren olympischen Plänen?

„In meinem Klassenzimmer hängt ein Zettel. Da sollten wir unseren größten Traum draufschreiben. Auf meinem steht: Biathlon-Olympiasiegerin 2022.“

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