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Göttingerin Lea Hinz kehrt als Ensemble-Mitglied in ihre Heimatstadt zurück

Von Las Vegas in die Lokhalle Göttingerin Lea Hinz kehrt als Ensemble-Mitglied in ihre Heimatstadt zurück

Lea Hinz ist eine vielseitige, auf Luftring und Gymnastik spezialisierte Artistin, die das Feuerwerk der Turnkunst bereits als Mitglied des Showteams kennen gelernt hat. Die 26-jährige gebürtige Göttingerin begeisterte sich schon als Kind beim TSV Obernjesa für die Rhythmische Sportgymnastik, wurde in die deutsche Nationalmannschaft berufen und gewann den Deutschland-Pokal.

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Im Showteam des Niedersächsischen Turner-Bundes entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Bühne, nahm 2009 ihr erstes Angebot im GOP-Varieté in Hannover an und begann sich auf den Luftring zu spezialisieren.

Der Kontakt zu international erfolgreichen Artisten öffnete Hinz die Tür zu einer internationalen Karriere. Zurzeit arbeitet sie in der Show „Absinthe“ in Las Vegas und wird bei der Imagine-Tour 2016 mit ihrer atemberaubenden Darbietung auch das Publikum in der Lokhalle in ihren Bann ziehen.

Wie wichtig ist eine professionelle turnerische Ausbildung für die Karriere im Show-Business?

Sie ist Grundlage für alle Bereiche des Show-Business. Seit meiner Kindheit habe ich durch die Rhythmische Sportgymnastik eine sehr gute körperliche Grundschulung und Grundlage erhalten, von der ich immer noch profitiere – sowohl auf der Bühne als auch im Training. Neben der körperlichen Fitness hat sie aber auch zu Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein verholfen,  zwei Eigenschaften, die im Show-Business unabdingbar sind.

Wie hast Du es geschafft, Rhythmische Sportgymnastik als Wettkampfsport in einen Show-Act zu verwandeln?

Ich mag Herausforderungen. Mein Ziel war es, technisch etwas völlig Neues auszuprobieren und mich inhaltlich so weit wie möglich von der Rhythmischen Sportgymnastin zu entfernen. Daher bin ich vom Bodensport in die Luftakrobatik gewechselt und versuche, mit der Entwicklung jeder neuen Nummer einen neuen Bühnencharakter zu kreieren.

Worauf kommt es stärker an: auf Showtalent oder turnerische Perfektion?

Ohne turnerische Perfektion funktioniert es nicht. Wenn ich nachlässig zugreife oder den Nackenhang zu tief ansetze, kann das böse enden – immerhin arbeite ich oftmals in rund zehn Metern Höhe. Mir ist es allerdings wichtig, dass ich nicht mehr vor einem Wettkampfgericht um Punkte antrete, sondern auftrete, um das Publikum zu unterhalten und im besten Fall zum Träumen zu bringen. Das erfordert definitiv Talent oder eine gewisse Magie. Natürlich kann ich durch technische Brillanz und gefährliche Tricks die Zuschauer zum Staunen bringen. Sie fiebern aber nur mit, wenn ich es gleichzeitig schaffe, dass sie mich mögen, sich mit mir identifizieren oder mit mir in eine gewisse Welt eintauchen. Diese Qualitäten zeichnen einen guten Show-Act aus, daher halte ich Showtalent beinahe für wichtiger.

Du hast das „Feuerwerk“ bereits als Mitglied des Showteams vor einigen Jahren kennen gelernt. Was glaubst Du, macht das „Feuerwerk“ für die vielen zehntausend Zuschauer jedes Jahr so attraktiv?

Es ist eine faszinierende Mischung aus Leistung und Kunst. Hochleistungssport wird mit Artistik kombiniert und durch moderne Technik und Effekte noch aufgewertet. Letztere haben sich im Laufe der Jahre enorm weiterentwickelt. Zudem gelingt es dem „Feuerwerk“-Team jedes Jahr wieder, mit einem neuen Motto eine neue Themenwelt zu schaffen, in der innovative und qualitativ hochwertige Nummern miteinander verbunden werden. Hier spielen das Showteam und das Geschick der Regisseurin Heidi Aguilar eine große Rolle. Somit ist für Abwechslung gesorgt und gleichzeitig eine hohe Qualität der Show garantiert.

Wie, glaubst Du, schafft es das „Feuerwerk“, das Turnen interessant und nachahmenswert zu machen?

Ich glaube, dass zum Einen der Auftritt der lokalen Gruppen zu Beginn jeder Show sehr wichtig ist. Breitensport wird bestmöglich in Szene gesetzt und somit nicht nur die Teilnehmer selbst zu weiterem Einsatz in der Turnwelt motiviert, sondern auch deren Anhang. Ich spreche hier aus persönlicher Erfahrung. Zum Anderen zeigen die professionellen Show-Acts aus aller Welt im Anschluss, was auf der Basis des Turnens aufgebaut werden kann – mit Fleiß und Kreativität.

Wie würdest Du das Motto „Turnen ist mehr“ für Dich definieren beziehungsweise beschreiben?

Eine turnerische Ausbildung bildet Charakter. Ich meine damit nicht nur die Haltung in Bezug auf den eigenen Körper oder das Training, sondern auch die Entwicklung von sozialen Fähigkeiten und allgemeinen Lebenseinstellungen. Ich persönlich war zum Beispiel immer diszipliniert, aber sehr schüchtern. Das Training und die Wettkämpfe der Rhythmischen Sportgymnastik haben mich zu einer offenen und souveränen Person gemacht.

Warum passt Deine Luftring-Nummer perfekt in die Imagine 2016-Tournee des Feuerwerk der Turnkunst?

Imagine spielt zwischen Illusion und Wirklichkeit – die Antwort auf diese Frage muss ich vorerst der Vorstellungskraft überlassen.

Was bedeutet es für Dich persönlich, bei „Europas erfolgreichster Turnshow“ auftreten zu dürfen?

Für mich ist es eine große Ehre, als Solo-Künstlerin in der Show aufzutreten, in der ich als begleitende Rolle zwischen den Profis aufgewachsen bin. Mit einigen dieser Profis arbeite ich mittlerweile in Las Vegas zusammen, und wir alle haben durchweg positive Erinnerungen an die Tour, an die Atmosphäre auf sowie hinter der Bühne. Ich könnte mir keine schönere Rückkehr nach Deutschland nach fast zwei Jahren im Ausland vorstellen.

 Interview: Heike Werner (NTB)

Tickets für die Göttinger Shows am 12., 13. und 14. Januar 2016 (jeweils 19 Uhr) gibt es in den Tageblatt-Geschäftsstellen in Göttingen (Jüdenstraße 13c) und Duderstadt (Auf der Spiegelbrücke 11).

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