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Lea Hinz am Sonntag im ZDF-Fernsehgarten

Fast schwerelos Lea Hinz am Sonntag im ZDF-Fernsehgarten

Lea Hinz aus Göttingen gehört zu den bekanntesten Artistinnen der Welt: Am Sonntag hat sie ihren nächsten großen Auftritt: live im ZDF-Fernsehgarten.

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„Mirror“: Lea Hinz bei ihrer Luftakrobatik-Nummer, mit der sie am Sonntag im ZDF-Fernsehgarten auftritt.

Quelle: r

Göttingen. 1989 in Göttingen geboren, legte die Turnerin eine Karriere hin, die ihresgleichen sucht. Göttinger kennen sie noch als Rhythmische Sportgymnastin, die für den TSV Obernjesa startet. Sie wurde in die Nationalmannschaft berufen und holte den Deutschlandpokal.

Später führte sie ihre Artistik-Karriere bis nach Las Vegas: Als sie nach dem Abitur die Wahl zwischen Medizinstudium und einer Karriere als Akrobatin hatte, entschied sie sich für die Bühne. Heute gehören ihre Luftakrobatik-Nummern zu den spektakulärsten der Welt.

Im Frühjahr ist sie von ihrem Engagement in Seattle zurückgekehrt, danach widmete sie sich dem Deutschen Turnfest in Berlin, bei deren Abschlussgala sie Regie führte - vielleicht ein zukunftsweisender Job für sie.

Eine Schlüsselstellung in der Karriere der Artistin nimmt das „Feuerwerk der Turnkunst“ ein, die Turnshow des Niedersächsischen Turner-Bundes (NTB), die seit Jahren regelmäßig im Winter durch die Landes tourt. Unvergesslich ist für viele Zuschauer eine Luftakrobatik-Nummer mit Hinz in einem roten Kleid.

Auch einer Redakteurin des ZDF-Fernsehgartens ging der Auftritt. Die Folge: Die ZDF-Mitarbeiterin fragte bei Hinz an, ob sie mit ihrer Nummer nicht bei einer Fernsehgarten-Ausgabe zum Thema „Love Story“ auftreten möchte.

Die ganz große Show

Sie wollte, und das ZDF machte jetzt die ganz große Show daraus. Eigentlich hängt sie an ihrem individuell angepassten Reifen an einem Seil von der Hallendecke, unter freiem Himmel benötigt Hinz ein Standgerüst mit einem tonnenschweren Fuß, das auf einem Hügel aufgestellt wird. Der Fernsehsender scheut weder Kosten noch Mühen für die Luftakrobatik-Vorführung der Göttingerin.

„Ich mache so etwas eher selten unter freiem Himmel“, berichtet Hinz. „Es gibt Schwierigkeiten wie das Sonnenlicht, oder dass einem was ins Auge fliegt. Schlecht wäre starker Wind.“ Wegen ihres langen roten Kleides hat sie allerdings keine Angst - das fliegt sowieso gleich nach Beginn weg.

Die Nummer trägt den Namen „Mirror“, und der Spiegel ist ihr Reifen, an dem sie in luftiger Höhe turnt. „Es geht dabei um Selbstzweifel, um den Blick in den Spiegel“, unterstreicht sie. Während des Auftritts wird der Ring per Flaschenzug hoch gezogen und wieder heruntergelassen. „Luftakrobatik spielt mit dem Gedanken an die Höhe und die damit verbundene Gefahr“, sagt Hinz.

Der ZDF-Fernsehgarten ist für die Göttingerin in diesem Jahr nur eine Episode: Der Terminkalender ist randvoll. Bald geht es wieder nach New York zum Workshop, in dem eine neue Las-Vegas-Show erarbeitet werden soll. Im Anschluss folgt für die Wahl-Berlinerin ein circa achtstündiger Aufenthalt in Deutschland, bevor es weitergeht zu einem vierwöchigen Engagement in einem Nobel-Klub auf Ibiza, wo sie allabendlich von 22 bis 2 Uhr das Publikum mit Luftakrobatik unterhält - es gibt schlechtere Sommer-Jobs.

Auch bei der nächsten Feuerwerk-Tournee ist sie wieder dabei, vom 23. bis 25. Januar 2018 auch in der Lokhalle Göttingen. Dann tritt sie zusammen mit den weltbesten Breakdancern auf. „Ein spannendes Projekt“, unterstreicht Hinz.

Orientierung nach Europa

Grundsätzlich werde sie sich wieder mehr nach Europa, nach Deutschland orientieren, verrät die Luftakrobatin. Und ihre Tätigkeit werde voraussichtlich „immer mehr ins Organisatorische übergehen“: An der Seite von Heidi Aguilar, der langjährigen Feuerwerk-Regisseurin, will sie sich in noch größerem Umfang in die NTB-Tournee einbringen.

Familie und Freunde wird es freuen. „Gottseidank gibt es das Internet“, sagt Hinz, deren Freundeskreise, die von ihr als „Familien“ bezeichnet werden, sich auf vier Zeitzonen verteilen. Dann gibt es wieder mehr als nur einen Zwischenstop in Deutschland.

Zunächst steht jedoch am Sonntag um 12 Uhr der ZDF-Fernsehgarten an. Moderatorin Andrea Kiewel hat sie 2013 schon mal getroffen, mit „Kiwi“ war sie zu Gast in der ZDF-Show „Deutschlands Superhirn“. Hinz wurde damals gefragt, weil sie Artistin war und einen sehr guten Abi-Schnitt und ein sehr gutes Gedächtnis hatte. Das ist erst vier Jahre her. „Aber eigentlich“, sagt die Göttingerin, „liegt ein ganzes Leben dazwischen“.

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