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Neele Eckhardt Zwölfte

Leichtathletik-WM Neele Eckhardt Zwölfte

Es war kein Dreisprung-Wetter am Montagabend in London. Kühle Temperaturen und Nieselregen haben Neele Eckhardt aber kaum etwas ausgemacht, die Athletin der LG Göttingen hat den Finalwettkampf genossen, strahlte anschließend zufrieden in die Kameras. Am Ende wurde sie Zwölfte eines Weltklasse-Feldes.

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Neele Eckhardt

Quelle: Rainer Jensen

Göttingen/London. An dessen Spitze boten sich die Venezuelanerin Yulimar Rojas (14,91 m) und die Kubanerin Caterine Ibargüen einen spannenden (14,89 m) einen spannenden Zweikampf. Es wurde eine kurze Nacht für die Dreispringerin, die in den drei Sprüngen des Finalwettkampfes mit 13,97 Meter im zweiten Sprung ihren besten Versuch hatte. Mit 13,94 Meter war sie nach langer Wartezeit gestartet, den dritten Versuch brach sie ab, strahlte aber trotzdem in die Kameras und das Publikum. Um 6 Uhr klingelte am Dienstagmorgen der Wecker, ein paar Stunden später stieg die 25-Jährige in den Flieger Richtung Deutschland, um das nächste Großereignis in Angriff zu nehmen: die Universiade in Taipeh, zu der sie in einer Woche aufbrechen wird. „Auch da wird sie auf einige Weltklasse-Athletinnen treffen“, vermutet ihr Trainer Frank Reinhardt, der die bis zum Abflug in Richtung Asien am 17. August bleibende Zeit noch für einige Trainingseinheiten mit Eckhardt nutzen wird.

Müde aber zufrieden

Vorher muss das zukünftige Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr (ab 1. September) noch einiges mit ihrem neuen Arbeitgeber klären, außerdem stehen Trainingseinheiten in Göttingen auf dem Programm. „Ich muss das jetzt alles erst einmal sacken lassen. Im Moment bin ich sehr müde“, sagte Eckhardt am späten Dienstagnachmittag. „Nicht unzufrieden“ war die Dreispringerin mit dem Finalwettkampf. „Vielleicht war nach der Qualifikation die Spannung ein wenig weg, weil ich mein Ziel erreicht hatte und im Finale stand. Genossen habe ich die Atmosphäre im Stadion total.“

Ein wenig surreal kam es ihr noch vor, mit den Stars der Szene in einem Wettkampf zu springen und dazu zu gehören. „Die ersten Drei sind schon weit weg, dahinter liegen die Weiten aber im Bereich des Möglichen“, hat Eckhardt festgestellt. Und das klang ein wenig wie eine Kampfansage.

„Emotional, bewegt“ hat ihr Heimtrainer in Göttingen vor dem Fernseher gesessen. „Es ist ein blödes Gefühl, nicht eingreifen zu können“, gab er am Morgen danach zu. Er hatte den Eindruck, dass sein Schützling das Umfeld gut mitgenommen habe. „Kompliment, wie sie das vor 60.000 Zuschauern gemacht hat. Alles ist gut.“ Reinhardt bezeichnete die Qualifikation am Sonnabendvormittag als den „großen Erfolg“. Was er ihr am Montag geraten hätte, um an diesem Abend bei „leistungsminimierenden äußeren Verhältnissen“ vielleicht doch noch die 14-Meter-Marke zu überspringen, mochte er nicht sagen. „Das sind kleine technische Details. In so einem Stadion ist die Kontaktaufnahme während des Wettkampfes sehr schwierig. Das ist doch eine andere Hausnummer als die Landesmeisterschaft im Jahnstadion.“

Über die Kreislaufprobleme im Vorfeld der Qualifikation war er jederzeit informiert. „Wir haben immer abends telefoniert. Als am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr ein Anruf kam, wusste ich, dass etwas nicht in Ordnung sein kann. Da saß ich bei der Deutschen Nachwuchs-Meisterschaft in Ulm auf der Tribüne.“ Am Abend sei dann eine leichte Entwarnung gekommen und am Sonnabendmittag hatte der Trainer eine glückliche Sportlerin am Telefon. „Sie hat das alles megagut gelöst, ich bin sehr stolz. Genau das habe ich ihr auch gesagt.“

Tolle Ausgangslage

Mit der Finalteilnahme habe sie ein Zeichen gesetzt für die Europameisterschaft im kommenden Jahr in Berlin. Eckhardt gehörte in London zu den besten sechs Europäerinnen. „Die Tatsache, dass Neele in die Sportfördergruppe der Bundeswehr aufgenommen wurde, macht es uns leichter. Wir können besser planen. Für sie ist das jetzt eine tolle Ausgangslage.“

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