Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Wassersport im Wüstenstaat

Kanupolo Wassersport im Wüstenstaat

Es ist eine ungewöhnliche Kombination: Wassersport im Wüstenstaat Namibia. Zum ersten Mal wird dieses Projekt von „weltwärts“ in Zusammenarbeit mit dem ASC Göttingen angeboten. Lena Urban sah die Stellenanzeige, sicherte sich den Platz und wird ab dem 1. September beginnen, Kanupolo in Namibia zu etablieren.

Voriger Artikel
Von dem Knesebeck holt Team-Gold bei EM
Nächster Artikel
Firmencup im Groner Freibad

Leistet in Namibia Entwicklungshilfe in Sachen Kanupolo: Lena Urban.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Selber übt sie den Sport seit vier Jahren beim Göttinger Paddler Club (GPC) aus. Nachdem die von kleinauf Sportbegeisterte zuvor lange Basketball im Verein spielte, suchte sie „etwas Neues“ und landete beim Kanupolo. Nun zieht es die 20-Jährige in die namibische Hauptstadt Windhuk. Das bedeutet für sie eine enorme Umstellung: weg aus der „Kanupolo-Hochburg“ Göttingen in ein Land, das eine einzigen Mannschaft hat.

"Den Kindern von null auf alles beibringen“

„Zunächst müsse man den Kindern von null auf alles beibringen“, beschreibt Urban die ersten Schritte des Projekts. Zu den Grundlagen des Sports zählen vor allem schwimmen und paddeln, was der Nachwuchs auf dem nahegelegenen Stausee erlernen soll.

Ihr Alltag in der ehemaligen deutschen Kolonie wird zweigeteilt sein. „Vormittags werde ich an Schulen in den Townships helfen“, sagt Urban zu den Einsätzen in den Armenvierteln des Landes. Nachmittags macht sie sich dann an ihre Hauptaufgabe „eine Kanupolomannschaft aufzubauen.“ Dabei ist der Sport an sich „nur Nebensache.“ Urban geht es in erster Linie darum, „die Kinder aus den Townships zu holen“. „Bewegung und Teamgeist sind wichtig“, wenn man das noch mit einer coolen Sportart verbinden könne, wäre es doch „perfekt“, erklärt sie ihre Motivation für das Projekt und die soziale Komponente des Sports.

Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt

Zur Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt traf sie sich mit den anderen nach Namibia-Reisenden zu mehreren Seminaren. In denen sie „auf das Land und die Kultur vorbereitet“ wurden.

Zuletzt beendete die Freiwillige ihr FSJ beim ASC, nachdem sie 2015 ihr Abitur gemacht hatte. Als Übungsleiterin betreute und leitete sie dabei Sportprogramme des Flüchtlingsheims auf den Zietenterrassen. Zuvor arbeitete die Göttingerin ehrenamtlich bei der Kleiderkammer in Friedland. Für die Zukunft plant sie ein Studium der sozialen Arbeit, um so auch weiter helfen zu können.

Bevor es nach Afrika geht, stehen für die Frauen des GPCs noch vom 18. bis zum 21. August die Deutschen Meisterschaften der zweiten Liga an. Nach Platz zwei im Vorjahr gibt Urban „Spaß haben und aufs Treppchen kommen“ als Ziel an.

Von Carl Brose

Suche nach privaten Sponsoren

„Weltwärts“: Hierbei handelt es sich um einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Der ASC 46 ist eine von mehr als 180 aktiven Entsendeorganisationen und setzt junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren in Südafrika, Namibia, Tansania, Sambia und Uganda ein. Seit der Gründung von „weltwärts“ im Jahr 2008 sind rund 20 000 Freiwillige ausgereist. Dabei sind vor allem die Teilnehmerzahlen für Projekte in Namibia in die Höhe geschnellt. In diesem Jahr reisen doppelt so viele Helfer in das Land wie im Vorjahr. Die von „weltwärts“ organisierten Programme sind zu 75 Prozent vom Bund gefördert, für die anderen 25 Prozent müssen sich die Reisenden Spender suchen.

pc

Voriger Artikel
Nächster Artikel
26.09.2016 - 18:43 Uhr

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt muss aufgrund der Ausschreitungen seiner sogenannten "Fans" im Pokalspiel beim 1. FC Magdeburg im August bei zwei kommenden Heimspielen auf Teile seiner Anhänger verzichten.

mehr
Hardenberg Klassika Gartenmarkt