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Golf: Göttinger Winter-Buerke spielt nächstes Jahr in Australien

Henry im Golfer’s Paradise Golf: Göttinger Winter-Buerke spielt nächstes Jahr in Australien

„Henry ist außergewöhnlich. Bei seinem Talent ist nach oben hin alles möglich“, sagt sein Trainer Stefan Quirmbach über ihn. Der Gelobte selbst erinnert sich an die Deutsche Meisterschaft 2013, als er Fünfter seiner Altersklasse geworden ist: „Das war der Punkt, an dem mir aufgefallen ist, dass ich ganz gut werden könnte.“

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Spielt bald unter strahlendem Himmel anstatt einer dicken Wolkendecke: In Australien gibt es nämlich keinen Winter. Nun ja, außer den Winter-Buerke.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Henry Winter-Buerke vom GC Hardenberg ist deutschlandweit eines der größten Golf-Talente seines Alters. Den Feinschliff will der 16-Jährige seiner Karriere nun am anderen Ende der Welt verleihen.

 

In Robina, zwei Kilometer entfernt von Surfer’s Paradise, hat Winter-Buerke sein Golfer’s Paradise gefunden. An Australiens Gold Coast wird der Göttinger ein Jahr lang für die renommierte Robina State Highschool spielen, die für ihr gutes Programm für Surfer, Baseballer und eben Golfer berühmt ist. „Dort trainiere ich zweimal täglich: Einmal während der Schulzeit und einmal danach im Lake Lands Golf Club. Aufgrund des Klimas ist das ganzjährig möglich“, sagt Winter-Buerke. Anstatt wie viele Gleichaltrige ein Austauschjahr in den USA zu absolvieren, hat sich der smarte Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums bewusst für Down Under entschieden. „Australien passt perfekt zu mir. Ich bin ein offener Mensch, mag den lockeren Lifestyle der Aussies und bin selbst ein Surfer-Boy.“

 
Wenn er im kommenden Sommer zurückkommt, hat der Landeskaderspieler ein festes Ziel: „Dann möchte ich so gut spielen, dass ich die Deutsche Meisterschaft in meinem Jahrgang gewinne.“ Bislang kann Winter-Buerke neben dem fünften Rang bei der DM 2013 den Gewinn eines Ranglistenturniers in Niedersachsen sowie Platz zwei bei der internationalen Serie Global Junior Golf vorweisen. Um die Trophäensammlung auszubauen, trainiert der schlanke Athlet fünfmal in der Woche. Dazu kommt es vor, dass Quirmbach und der Brite Oliver Lindup als zweiter Trainer am Wochenende von 9 bis 18 Uhr an Winter-Buerkes Spiel arbeiten. Schwunganalyse, Pitchen, Chippen und Putten stehen dann auf der To-Do-Liste des Fans vom Weltranglistenneunten Rickie Fowler, der auf dem Golfplatz in Levershausen am liebsten den Niedersachsen-Course spielt.

 
„Das kurze Spiel beherrsche ich bereits recht gut. Ich schlage kaum Bälle weg“, weiß Winter-Buerke. An seiner Konstanz müsse er dagegen dringend arbeiten. „Welches Handicap du besitzt, ist auf professionellem Level nicht so wichtig, die Jungs dort können alle richtig gut Golf spielen“, erklärt der Göttinger, der aktuell ein Handicap von 2,0 hat. „Stattdessen entscheidet sich fast alles im Kopf. Es ist wahnsinnig schwierig, die Konzentration über 18 Loch aufrecht zu erhalten, schon ein Gefühl wie Hunger kann alles zunichte machen. Mentaltraining ist daher sehr wichtig. Zum Glück bietet mir das der GC Hardenberg“, sagt Winter-Buerke, der die Möglichkeit gehabt hat, auf ein Golf Internat in St. Leon-Rot zu gehen, aber lieber hier blieb. „Das soziale Umfeld muss stimmen. Hier habe ich den Wohlfühlfaktor.“

 
10 000 Trainingsstunden muss ein Golfer in Armen, Beinen und Hüften haben, um seine Höchstform zu erreichen, lautet eine Faustregel. Demnach ist Winter-Buerke schon ziemlich nah dran, denn durch seine golfspielenden Eltern ist er schon als Zehnjähriger vom Fußballplatz auf das Green gekommen. Und während vermutlich jeder andere Sportler mit seinem Charme und Aussehen sündigen würde wie ein Kardinal, konzentriert sich der 16-Jährige voll auf seine Passion. „Für Mädchen gibt es Cooleres als Golf“, wiegelt er ab und fügt verschmitzt grinsend an: „Für mich hingegen nicht.“ In den kommenden fünf Jahren müsse er besonders hart trainieren, um eines der begehrten Sportstipendien an einem US-College zu ergattern. Und danach? Man lausche einfach Quirmbachs Worten.

 

Von Rupert Fabig

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