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HSG Plesse-Hardenberg bei Favorit Fritzlar gefordert

3. Handball-Bundesliga der Frauen HSG Plesse-Hardenberg bei Favorit Fritzlar gefordert

Das Abenteuer 3. Handball-Bundesliga beginnt für die HSG Plesse-Hardenberg mit einer Herkules-Aufgabe. Die Damen sind am Sonntag als Aufsteiger zu Gast bei SV Germania Fritzlar. Anpfiff in der in der nordhessischen Stadt ist um 17 Uhr.

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Die Handballerinnen der HSG Plesse-Hardenberg wollen gemeinsam in der 3. Bundesliga bestehen.

Quelle: Swen Pförtner

Nörten/Bovenden. Fritzlar schloss die vergangene Saison als Fünfter ab, das Jahr davor wurde es Meister, verzichtete aber aus wirtschaftlichen Gründen auf den Aufstieg. Trainer damals Frank Mai, der jetzt Tim Becker bei den HSG-Damen unterstützt, in Fritzlar aber nicht mit dabei sein wird. Ein Vorteil? „Frank hat uns mit Informationen versorgt. Über Konzeptionen, über die Deckung und wo Probleme auftreten können. Detaillierter brauchen wir es für dieses Spiel nicht“, erklärt Tim Becker. „Eine Niederlage ist eingeplant, unsere Punkte müssen wir gegen andere Mannschaften holen“, liefert er die Begründung gleich nach. Mag sich auch das Spiel an sich nicht groß verändert haben, Fritzlars Trainerin Victoria Marquardt war Mais Co-Trainerin, die individuelle Stärke der Neuzugänge hat es aber in sich. Mit Vilte Duknauskaite kommt eine zweitligaerfahrene Rechtshänderin, die in Deckung und Angriff gleichermaßen stark ist. Mit Franziska Chmurski aus Berlin eine der stärksten Spielgestalterinnen der 3. Liga.

In Sachen Erfahrung ist Fritzlar der HSG meilenweit voraus, mit Isabel Marienfeld, Lara Al Najem, Nele Röhrs, die alle für die HSG oha spielten, und Neuzugang Jana Kurzbuch, die bis 2015 sogar in Fritzlar unter Vertrag stand, stehen am Sonntag immerhin vier Spielerinnen im Kader, die schon in der 3. Liga gespielt haben. Eine weitere wird fehlen und in Angriff und Abwehr schmerzlich vermisst. Annika Hollender riss sich in der Vorbereitung das Kreuzband, wurde bereits operiert und wird wohl die ganze Saison ausfallen. „Wir können Annika nicht ersetzen, noch nicht“, seufzt Becker, „doch Marilena Henne und Alena Breiding machen das schon ganz gut.“

Gegen die starke Deckung der Gastgeber muss sich die HSG etwas einfallen lassen. Passfehler oder unvorbereitete Würfe sind eine Einladung zum Tempogegenstoß für die Flügelflitzer Lena Diedrich und Bianca Huck. Die Passqualität ist ein Sorgenkind von Becker, vor allem, wenn viel „Patte“ am Ball ist. Das zeigt sich im Training und auch in den Vorbereitungsspielen. „Da waren einige schlechte Spiele dabei. Wir haben einfach noch keine Konstanz im Abrufen unserer Leistung“, so Becker. Das wird sich sicher nicht abrupt ändern.

Auch Fritzlars Vorbereitung lief nicht optimal, der Saisonstart war auch in den Vorjahren immer etwas holprig. Liegt da eine Chance für die HSG? „Vielleicht“, antwortet der Trainer, „vielleicht unterschätzen sie uns auch ein wenig. Wir setzten uns aber wirklich nicht unter Druck, fahren entspannt dahin.“ Der Druck liegt klar bei den Hessinnen, die für Mai den stärksten Kader der Liga haben. Die Trainerin hat die Plätze eins bis drei als Saisonziel ausgegeben, gegenüber der Presse aber auch zugegeben, dass die vielen neuen Mannschaften eine Mammutaufgabe sind, da sie nicht auf das Vorjahr zurückgreifen kann. Zu den neuen Mannschaften zählt eben auch die HSG. Für die ist alles neu. „Wir haben uns durch zwei Meisterschaften die 3.Liga verdient. Jetzt wollen wir sie genießen. Das gebe ich auch den Spielerinnen mit auf den Weg“, freut sich der Trainer auf das Abenteuer.

Wer die Damen in Fritzlar unterstützen möchte, kann für sieben Euro im Fan-Bus mitfahren. Der Eintritt ist nicht mit inbegriffen, Anmeldungen nimmt die Teammanagerin Maike Trost-Lapschies unter 0173-2194521 entgegen.

Von Denise Kricheldorf-Mai

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