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Hadenfeldt trifft kurz vor Schluss für BBT Göttingen zum Aufstieg

Magischer Moment Hadenfeldt trifft kurz vor Schluss für BBT Göttingen zum Aufstieg

Magische Momente im Sport sind selten. Einen dieser raren Augenblicke erlebten rund 400 Zuschauer am vergangenen Sonntag in der S-Arena beim entscheidenden Spiel um den Aufstieg in die Nachwuchsbasketball-Bundesliga (NBBL) zwischen der U 19  des BBT Göttingen und des UBC Münster.

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Aufstiegsheld des BBT Göttingen: Philipp Hadenfeldt.

Quelle: Vetter

Göttingen. Sieben Sekunden vor dem Ende führen die Gastgeber 84:67, brauchen aber noch drei Punkte, um Münster vom Aufstiegsplatz zu verdrängen.

Fünf Sekunden sind noch zu spielen, als Denny Borchers den Ball zu Philipp Hadenfeldt passt. Der 15-Jährige, der bis dahin schon fünf Dreier versenkt hat, verschafft sich mit einem kurzen Dribbling eine gute Wurfposition, setzt zwei Sekunden vor Schluss knapp acht Meter vor dem gegnerischen Korb zum Wurf an und trifft zum 87:67.

Nachdem der Verzweiflungswurf des UBC mit der Schlusssirene den BBT-Korb verfehlt  hat, wälzen sich Trauben aus Spielern, Fans, Trainern und Betreuern vom Glück beseelt auf dem Hallenboden und feiern ihren Aufstiegshelden. Ein Video auf You Tube vermittelt einen Eindruck von dem magischen Moment. 

„Das Gefühl hinterher war überwältigend“, berichtet Hadenfeldt, mit 26 Punkten Topscorer der Partie. „Doch vor und während des Wurfes habe ich nichts gefühlt oder gedacht. Ich wusste, das Ding muss rein und habe es einfach versucht. Ich bin stolz, dass meine Mannschaftskameraden mir vertraut und den Ball gegeben haben.

Dass ich ihr Vertrauen gerechtfertigt habe, ist natürlich grandios.“ Mit dem Treffer hat der in Bovenden lebende Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums dem Göttinger Nachwuchs nicht nur den Aufstieg beschert, sondern Bundesligist BG Göttingen auch 10   000 Euro gespart. So viel hätte der Klub, der ein NBBL-Team  zwingend vorweisen muss, um in der ersten Liga spielen zu dürfen, für eine Wildcard berappen müssen.

Hadenfeldts Talent haben nicht nur NBBL-Coach Sepehr Seyed Tarrah, dessen Vorgänger Sebastian Förster und BBT-Jugendkoordinator Dirk Altenbeck längst erkannt, sondern auch BG-Trainer und Sportdirektor Johan Roijakkers. Bereits als 14-Jähriger war Hadenfeldt, der am 5. September seinen 16. Geburtstag feiert, Leistungsträger des U-19-Teams und des Herren-Regionalligisten ASC 46.

Zudem trainiert er seit November vergangenen Jahres mit den Bundesliga-Herren der BG und hat gute Chancen, in der kommenden Serie offiziell in den Kader aufgenommen zu werden.

Auf ihn aufmerksam geworden ist auch Bundestrainer Harald Stein. Der Göttinger gehört zum 14er-Kader des deutschen U-16-Nationalteams, das bis Sonntag einen Lehrgang in Heidelberg absolviert. „Dort und eine Woche später bei einem Turnier in Serbien bereiten wir uns auf die Europameisterschaft vor, die Mitte August in Litauen läuft“, erzählt Hadenfeldt.

„Der Kader wird zwar noch auf zwölf Spieler reduziert, ich denke aber, dass ich gute Chancen habe, dabei zu sein.“ Konflikte mit dem THG wegen der vielen Fehlzeiten gebe es nicht, versichert er: „Ich war zwar in den letzten drei Wochen nur dreimal in der Schule. Da ich aber einen Notenschnitt von zwei habe, ist das kein Problem.“

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