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Härtester Extremlauf Norddeutschlands findet im Juni in Hörden statt

Vom Ferkel-Run auf die Frischlings-Fährte Härtester Extremlauf Norddeutschlands findet im Juni in Hörden statt

Mit so einem gewaltigen Ansturm hatten die Organisatoren des „Harzer Keiler Run“ nicht gerechnet. Allein 11 000 Zugriffe auf die Online-Anmeldung erfolgten innerhalb der ersten Stunde, knappe 25 000 waren es am Ende des Tages. „Gleich zweimal ist der Server zusammengebrochen“, berichtet der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Stefan Henkel. „Die Flut an Meldungen war extrem.“

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Um ein Schlammbad kommt in Hörden beim „Harzer Keiler Run“ keiner der Teilnehmer herum.

Quelle: EF

Hörden. Wären die Server nicht zusammengebrochen, wären die 1000 Startplätze des Jedermann-Hindernisrennens in Hörden am Harz bereits nach knapp vier Minuten ausgebucht gewesen – so dauerte es immerhin einige Stunden. Möglichkeiten, um an der 4. Auflage des Wettbewerbs, die am Sonntag, 14. Juni stattfinden wird, teilzunehmen, gibt es nicht mehr. „Es muss alles im Rahmen bleiben. Wir haben uns dazu entschlossen, das Teilnehmerfeld auf 1000 Starter zu begrenzen, denn die Infrastruktur muss vernünftig sein. Unsere Gemeinde hat ja insgesamt nur knapp über 1000 Einwohner.“

Ausnahmezustand, so viel ist sicher, wird südwestlich des Oberharzes an diesem Tag auf jeden Fall herrschen. Doch Henkel ist vor den organisatorischen Anforderungen nicht bange. Rund 100 Helfer – von den Hindernisaufbauern bis zu den Würstchenverkäufern – werden im Einsatz sein, und das ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis. „Auch das macht den Reiz dieser Veranstaltung aus“, versichert er.

Im Sommer werden Sportbegeisterte aus ganz Deutschland den Weg in den Harz finden, um ihren inneren Schweinehund zu überwinden. „Das ist die Prämisse“, verrät Henkel. Und auch nötig, denn die drei angebotenen Strecken haben es in sich. Um 9.30 Uhr startet der erstmals angebotene, zwei Kilometer lange „Ferkel-Run“ für Kinder und Jugendliche zwischen acht und 15 Jahren. Auf die acht Kilometer lange „Frischlingsfährte“ gehen alle Läufer, die mindestens 16 Jahre alt sein sind, um 10 Uhr, und um 11 Uhr folgt dann die 24 Kilometer lange „Keilerfährte“, die den Erwachsenen vorbehalten bleibt. Neben den einzelnen Siegern, die eine Glastrophäe erhalten, wird auch das beste Team prämiert.
Die Einschätzung „härtester Extremlauf Norddeutschlands“, die auf der eigens eingerichteten Homepage zu lesen ist, sei nicht zu hoch gegriffen, versichert Henkel. Die Teilnehmer müssen laufen, springen und klettern, künstliche und naturbelassene Hindernisse wie die „Harz-Pyramiden“ – die aus aufgeschichteten Strohrundballen bestehen – meistern, Reifen tragen und sogar durch einen Fischteich schwimmen.  „Angst, nass zu werden, sollte man nicht haben“, so Pressechef Henkel, der aber auch Neulinge ermuntert, ihr Durchhaltevermögen zu testen: „Bei uns gehen vom Spaßläufer, der gerade erst anfängt, bis zum Profi alle an den Start. Die Neuen sollten aber vielleicht besser zunächst die Frischlingsfährte wählen.“ Nicht nur harte Kerle, auch Frauen sind beim Kampf gegen den eigenen Körper und Kopf mit dabei. „Die Quote der weiblichen Teilnehmer beträgt circa 20 Prozent. Die Anforderungen sind für alle gleich“, informiert Henkel, der sich zudem freut, dass viele Extremsportler immer wieder gerne nach Hörden kommen. Knapp über 5000 Zuschauer säumten im vergangenen Jahr die Strecke. Der Vorjahressieger über die 24-Kilometer-Langdistanz, Robin Dechant (Getting Tough), kam nach gerade mal 1:53,49 Stunden ins Ziel. „Das“, sagt Henkel, „schaffen viele ohne Hindernisse nicht.“

Von Christian Roeben

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