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Handball: Frischer Wind beim SV Alfeld

Oberliga Handball: Frischer Wind beim SV Alfeld

Der Tabellenvorletzte macht sich mit vereinten Kräften auf den Weg zum Klassenerhalt. Dabei führt die Reise der Leinestädter am Sonnabend beim TV Jahn Duderstadt vorbei. Die Alfelder haben trotz personeller Rückschläge zuletzt 4:2-Punkte eingefahren. Anpfiff ist um 18 Uhr in der Sporthalle „Auf der Klappe.“ Die Eichsfelder hatten das Hinspiel am 12. Oktober in Alfeld mit 28:27 gewonnen.

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Der Alfelder Torhüter Stefan Domizlaff (r.), hier gegen Jan-Philipp Naß, ist eine feste Größe im Team.

Quelle: NR

Alfeld. Noch trennen die Alfelder drei Punkte vom rettenden Ufer. Dennoch ist der neue Coach Ralph Schönemeier davon überzeugt, dass mittlerweile „die Qualität im Kader vorhanden ist, um den Klassenerhalt noch zu schaffen“. Der 51-Jährige war zuvor Co-Trainer beim Frauen-Bundesligisten SVG Celle und übernahm Ende vergangenen Jahres die Nachfolge von Jens Schuboth, der nach lediglich 2:22-Zählern das Handtuch geworfen hatte.

Nicht nur ein neuer Coach kam, sondern auch auf dem Spielermarkt hat sich die SV Alfeld in den vergangenen Wochen noch einmal bedient, um den Klassenerhalt zu erreichen. Am vergangenen Sonntag feierte der 19-jährige Fynn Graafmann vom TSV Anderten beim 35:27-Heimsieg gegen den VfL Wittingen mit vier Toren ein gelungenes Debüt. Der Rückraumspieler war zusammen mit dem weiteren Neuzugang Andreas Lüer zuvor im A-Jugend-Bundesliga-Team des TSV Burgdorf aktiv. Lüer hatte zwar in zwei Spielzeiten der A-Jugend-Bundesliga viele Tore erzielt, aber dann den Sprung in das Drittliga-Team nicht geschafft.

„In der 4. Liga wird er sicherlich die Spielanteile bekommen, die seiner Entwicklung gut tun und sein Talent fördern“, verabschiedete ihn die Burgdorfer Abteilungsleitung Richtung Alfeld. Dort hat Lüer schnell eingeschlagen. Ihm gelangen zehn Tore beim wichtigen 24:20-Erfolg gegen den VfL Hameln und zuletzt fünf Treffer beim jüngsten 35:27-Sieg gegen Wittingen.

Der TV Jahn Duderstadt ist also gewarnt, vor allem aber vor dem mit 141 Treffern erfolgreichsten Torjäger der Liga. Das Alfelder Spiel steht und fällt mit dem Ex-Moringer Maximilian  Zech, gegen den sich jedes Teams etwas einfallen lassen muss. Allein 15 Treffer verbuchte der erst 21-jährige Shooter beim 33:33 in Helmstedt-Büddenstedt auf seinem Konto.

Obwohl mit Stefan Domizlaff und Lennart Gobrecht ein starkes Torhüter-Duo im Kader steht, kassierten die Leinetaler mit bislang 565 Toren nach Schlusslicht GW Himmelsthür (567) und Eintracht Hildesheim II (570) die meisten Gegentreffer der 4. Liga – knapp 100 mehr als der TV Jahn Duderstadt (476). Ob Kreisläufer Andreas Lück, der Ex-Rosdorfer Flügelflitzer Jannis Wilken oder das zuletzt mit neun Treffern auffallende Nachwuchstalent  Joshua Schüller – die SV Alfeld wird den TV Jahn Duderstadt vor eine schwere Aufgabe stellen. „Wir sind schon allein aufgrund der Tabellensituation krasser Außenseiter, haben aber noch eine Rechnung aus dem Hinspiel und der ebenfalls so knappen Niederlage in der vergangenen Saison offen“, beteuert Alfelds Geschäftsführer und ehemaliger Spieler Nicky Schuboth vor dem Anpfiff.

Von Ferdinand Jacksch

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