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Handball: Neuer Pokalmodus stößt auf Unverständnis

„Überflüssig wie ein Kropf“ Handball: Neuer Pokalmodus stößt auf Unverständnis

Seit der Saison 2014/15 gibt es im Handball neben dem bisher üblichen DHB-Pokal auch einen DHB-Amateur-Pokal. Dafür können sich bei den Männern unter anderem auch die südniedersächsischen Oberligisten wie der TV Jahn Duderstadt, die HG Rosdorf-Grone oder die TG Münden sowie der Verbandsligist HSG Plesse-Hardenberg qualifizieren. Aber nur der Landespokalsieger nimmt am DHB-Amateur-Pokal teil.

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Am Sonnabend für den TV Jahn im Pokal im Einsatz: Duderstadts Neuzugang Justin Brand (Mitte).

Quelle: Schnemann

Duderstadt. Das aber ist ein weiter Weg, und so gehen die heimischen Vertreter derzeit mit gemischten Gefühlen am kommenden Sonnabend in die zweite Runde des HVN-Pokals, der eigentlich nach regionalen Gesichtspunkten ausgetragen werden sollte.

Wovon an diesem Wochenende aus südniedersächsischer Sicht nur der TV Jahn Duderstadt profitiert, der im Bovender Ortsteil Spanbeck um 16.30 Uhr in der Sporthalle am Wurzelbruchweg auf den MTV Braunschweig trifft.  

Zuvor spielt an gleicher Stelle Drittliga-Absteiger TG Münden –  der bereits angekündigt hat, mit Akteuren aus der ersten, zweiten und dritten Mannschaft auflaufen zu wollen – gegen den gastgebenden Regionsoberligisten SG Spanbeck/Billingshausen.

Zweifel am Sinn

Die Sieger spielen noch am gleichen Tag den Gewinner der zweiten Runde aus. Dieser zieht in die dritte Runde ein, die am 20. Dezember auf Landesebene ausgetragen wird und an der insgesamt 16 Teams teilnehmen werden.

Der TV Jahn will den Pokal dazu nutzen, um jenen Aktiven mehr Spielanteile zu bieten, die sonst weniger zum Einsatz kommen. „Grundsätzlich werden wir über die Sinnhaftigkeit des neuen Pokalmodus reden müssen“, sagt Duderstadts Manager Ekkehard Loest. „Wir müssen zukünftig überlegen, ob wir den Pokal noch wollen oder nicht.“

Für Jürgen Weißke, Vorsitzender des Oberligisten HG Rosdorf-Grone, ist dieser Wettbewerb „überflüssig wie ein Kropf. Das ist nur eine Geldeinnahmequelle des Handball-Verbandes Niedersachsens.“ Dass die ursprünglich vorgesehene Regionalisierung des Pokals in der Gruppenphase mit Füßen getreten wird, muss die HG am eigenen Leib erfahren.

Ausscheidungsturnier

So muss Rosdorf-Grone am Sonnabend in den Braunschweiger Stadtteil Hondelage reisen, um beim dortigen Ausscheidungsturnier gegen den Verbandsligisten MTV Moringen zu spielen.

Nicht besser geht es der HSG Plesse-Hardenberg, die ebenfalls nach Braunschweig reisen und um 15 Uhr gegen den MTV Vorsfelde spielen muss. „Das ist schon ein Unding. Da spielt der MTV Braunschweig in Spanbeck, und wir müssen nach Braunschweig. Das macht doch unter dem Gesichtspunkt der ehemals vorgesehenen Regionalisierung keinen Sinn“, ereifert sich Plesse-Hardenberg-Trainer Jens Wilfer.

„Da hätte man doch den Vereinen lieber ein spielfreies Wochenende zur Regeneration gönnen sollen.“

Von Ferdinand Jacksch

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