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Handball-Oberliga: Aggressive Abwehr die Basis des Erfolges bei der HG

„Wollen Woche für Woche Spaß haben“ Handball-Oberliga: Aggressive Abwehr die Basis des Erfolges bei der HG

Die Handballer der HG Rosdorf-Grone schwimmen in der Oberliga Niedersachsen auf einer Erfolgswelle.

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Erfolgsschlüssel Verteidigung: HG-Spieler Hubertus Brandes (M.) attackiert Duderstadts Mark Tetzlaff.

Quelle: Richter

Rosdorf. Nach schleppendem Saisonstart mit Niederlagen bei der HSG Schaumburg Nord (19:25) und Eintracht Hildesheim II (28:32) – dazwischen der 26:22-Heimerfolg gegen Titelanwärter VfL Hameln – startete die Mannschaft von Trainer Gernot Weiss ab dem vierten Spieltag richtig durch. Mit vier Siegen in Folge hat sich die in eigener Halle noch ungeschlagene HG auf den vierten Platz vorgearbeitet, mit einem Zähler Rückstand auf das punktgleiche Führungsduo aus Alfeld und Nienburg (beide 11:3.).

Vor allem der in der Höhe sensationelle 25:11-Erfolg beim Kreisrivalen TV Jahn Duderstadt und der souveräne 25:19-Heimsieg gegen den bisherigen Tabellenführer MTV Vorfelde am vergangenen Sonnabend hat die Fans verzückt und die Konkurrenz aufhorchen lassen. Für den früheren Erstliga-Spieler Weiss liegen die Gründe für den rasanten Aufschwung auf der Hand.

„Wir werden und wollen nicht aufsteigen"

„Die Jungs arbeiten gut, sind sehr fleißig. Sie haben verstanden, was wir spielen wollen, und setzen es immer besser um.“ Die Grundpfeiler seines Systems seien, mit aggressiver Verteidigung und doppeln des ballführenden gegnerischen Spielers so schnell wie möglich den Ball zu erobern und blitzschnell umzuschalten, um mit Tempogegenstößen oder der zweiten Welle zum Erfolg zu kommen. Ein Spiel werde immer in der Abwehr gewonnen, lautet sein Credo.

Das System funktioniere aber noch lange nicht perfekt, stellt der 48 Jahre alte A-Lizenzinhaber und Ex-Zweitliga-Coach klar. „Wir müssen noch viele Baustellen beseitigen und viel Geduld haben. Wir werden gewiss auch Rückschritte erleiden. Niemand sollte davon ausgehen, dass wir jetzt jeden Gegner weghauen“, bremst Weiss allzu hohe Erwartungen.

An Meisterschaft und Aufstieg verschwendet der Trainer keinen Gedanken. „Wir werden und wollen nicht aufsteigen, sondern versuchen, einen vorderen Platz zu behaupten“, verdeutlicht er seine Zielsetzung. „Das Positive im Verein ist, dass auf mich und die Mannschaft kein Druck ausgeübt wird. Wir blicken unbeschwert von Spiel zu Spiel, schauen auf uns, nicht auf den Gegner und wollen Woche für Woche Spaß haben“, sagt der mit seiner Familie in Melsungen lebende Physiotherapeut.

Grund für die makellose Heimbilanz

Das sieht HG-Vorsitzender Jürgen Weißke nicht anders: „Wir werden alles mitnehmen, was sich bietet. Unser Saisonziel bleibt aber ein einstelliger Tabellenplatz. Wichtig für mich ist, dass wir bis Weihnachten so viele Punkte holen, dass wir nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben.“ Der Hauptunterschied zur vergangenen Saison unter Trainer Mirko Jaissle besteht für ihn nicht nur darin, dass  Nachfolger Weiss den Schwerpunkt auf die Abwehrarbeit legt, sondern auch, „dass wir bislang von Verletzungen verschont worden sind“.

Als Grund für die makellose Heimbilanz der Oberliga-Mannschaft vermutet der HG-Chef etwas ganz anderes als sportliche Überlegenheit. „Wenn unser Trainer seine Frau und Tochter mit in die Halle bringt, dann gewinnen wir. Die beiden scheinen für uns eine Art Talisman zu sein“, sagt Weißke lachend. Ein schöner Nebeneffekt der Erfolgsserie ist für ihn, dass der Aufschwung in Rosdorf einen kleinen Handball-Boom ausgelöst hat. „Schade ist, dass wir nicht mehr als 200 Zuschauer in die Halle lassen dürfen.“

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