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TV Jahn holt sich Derbysieg

Handball-Oberliga TV Jahn holt sich Derbysieg

33:29 – nach dem Heimsieg im Handball-Oberliga-Derby gegen die HSG Plesse-Hardenberg herrschte im Lager des TV Jahn Duderstadt große Freude – und Erleichterung. „Das war über 60 Minuten sicherlich nicht die Leistung, die wir abrufen können“, gab Trainer Thomas Brandes nach packenden 60 Minuten zu.

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Duderstadts polnischer Torwart Tymon Trojanski zeigt beim 33:29-Derbysieg gegen Plesse-Hardenberg Glanzparaden in Serie.

Quelle: aib

Duderstadt. Und Manager Holger Schulz sprach von einem „dicken Brett, das wir zu bohren hatten“. Zu oft leistete sich der Tabellenzweite gegen den ersatzgeschwächten Gegner Phasen, in denen es nicht rund lief. „Doch am Ende zählt, dass wir die zwei Punkte haben“, machte Brandes klar.

Ein glückliches Händchen bewiesen die Macher des Duderstädter Heimspiel-Magazins „Jahn Echo“. Auf dem Titel war Tymon Trojanski abgebildet – und genau der sollte zum herausragenden Akteur in der ausverkauften Halle „Auf der Klappe“ werden. Der polnische Torwart zeigte mehr als ein Dutzend prima Paraden. In seinem grünen Dress wirkte der Pole wie eine Krake mit tausend Armen und Beinen, die irgendwie immer noch ein Körperteil an den Ball bekam. „Dieses Spiel war sehr wichtig für mich, denn in der letzten Saison habe ich mich gegen Plesse verletzt“, sagte der ehemalige polnische Jugendnationalspieler. Mit einem Kreuzbandriss fiel Trojanski mehrere Monate aus. Nun ist er stärker zurück denn je. „Ich danke allen Ärzten, Rehatrainern, Physiotherapeuten und Gott. Ich bin glücklich, dass ich so ein gutes Spiel gemacht und meinem Team damit geholfen habe“, unterstrich der Matchwinner, der sich von der Handball-Euphorie in Duderstadt begeistert zeigte: „Das ist die beste Unterstützung, die ich in meiner Karriere bisher erlebt habe. Die Fans in Duderstadt sind perfekt.“

Trojanskis Glanzleistung hatte zur Folge, dass seine Rivalen Neuzugang Onno Döscher und der Ex-HSGer Julian Zwengel auf der Bank saßen, nur für zwei (Döscher) respektive einen Siebenmeter (Zwengel) kurzzeitig eingewechselt wurden. Besonders Zwengel hätte gegen seine Ex-Kollegen „sehr gerne länger gespielt. Aber solange Tymon so gut hält, gibt es für den Trainer keinen Grund, etwas zu ändern. Wir sind zwar Konkurrenten um den Platz im Tor, verstehen uns alle drei aber super.“

Auf der Gegenseite durfte der langjährige Duderstädter Leistungsträger Christian Wedemeyer-Kuhlenkamp nur eine Halbzeit lang auflaufen. In den zweiten 30 Minuten hütete Markus Ahlborn das Gehäuse Plesse-Hardenbergs. „Christian konnte am vergangenen Dienstag wegen einer Erkältung nicht trainieren, während Markus alle drei Einheiten vor dem Spiel mitgemacht hat und in den letzten Spielen immer sehr gut gehalten hat“, erklärte HSG-Trainer Dietmar Böning-Grebe, der stolz auf die Moral seiner Jungs war: „Mir haben drei Rückraumspieler gefehlt. Mit diesem Kader dürfen wir Duderstadt eigentlich nie so in die Bredouille bringen.“

Von der fantastischen Atmosphäre, die die gut 500 Zuschauer aus beiden Lagern erzeugten, zeigten sich Spieler und Trainer begeistert. „Es war so laut, das war schon fast Körperverletzung“, berichtete Böning-Grebe schmunzelnd. „Ich hätte mir Ohropax und ein Headset gewünscht, um meine Spieler besser erreichen zu können.“

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