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TV Jahn Duderstadt mit einem Fehlstart

Handball-Oberliga TV Jahn Duderstadt mit einem Fehlstart

Der Vorsatz von Handball-Oberligist TV Jahn Duderstadt, nämlich das erste Spiel im neuen Jahr zu gewinnen, ist daneben gegangen. Mit 27:28 (10:15) verloren die Eichsfelder vor einem restlos enttäuschten Heim-Publikum gegen die HSG Schaumburg-Nord.

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Quelle: Bänsch

Duderstadt. Und das Ergebnis liest sich noch ein wenig schmeichelhaft für den TV Jahn, denn von Beginn an lief er einem Rückstand hinterher. In der 47. Minute betrug der Abstand zwischen den beiden Teams sieben Tore (18:25) – die größte Differenz in diesem Spiel.
"Es haben einfach mehrere Dinge an diesem Tag nicht zusammengepasst", sagte Team-Manager Holger Schulz und wirkte dabei restlos bedient. Ein Faktor waren zweifelsohne die Torhüterleistungen. Weder Tymon Trojanski, noch Onno Döscher oder Julian Zwengel hatten als morgendliche Zugabe zu ihrem Frühstück eine gute Leistung kredenzt bekommen. Trojanski hielt zwar in der spannenden Schlussphase drei Hundertprozentige, aber entschieden wurde die Partie weit vorher. Ein weiterer Aspekt: Goalgetter Hrvoje Batinovic hatte einen dieser Tage erwischt, die sich niemand wünscht. Völlig zerknirscht saß er in der zweiten Hälfte auf der Bank, ärgerte sich am allermeisten selbst über seine Leistung. Wobei ihm die Fans einen schwachen Tag am ehesten verzeihen werden, denn er ist es normalerweise, der für die "Sahnetage" in der Vergangenheit beim TV Jahn gesorgt hatte. Doch ein Spieler, der im Schnitt für mindestens sechs Tore zuständig ist, lässt sich nicht so einfach ersetzen, da es niemandem im Team gibt, der seinen Part übernehmen kann. "Kiss fehlt uns an allen Ecken und Enden", analysierte Schulz im Hinblick auf den langzeitverletzten Ungarn.

TV Jahn Duderstadt - HSG Schaumburg-Nord

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Dabei gab sich Bencé Kanyo alle erdenkliche Mühe, als Dreh-und Angelpunkt zu wirken, steuerte immerhin fünf Treffer bei. Wirkten die übrigen Jahner, als hätten sie viel über die Weihnachtspause vergessen, galt dies nicht für Kapitän Marcel Effenberger. "Effe" war das Paradebeispiel dafür, welche Körpersprache ein Spieler haben muss, um eine schon verloren geglaubte Partie noch umzubiegen. "Wir sind relativ schlecht ins Spiel gekommen, aber haben dann in den letzten 15 Minuten ganz gut Zugriff bekommen", meinte der Duderstädter.
Doch die letzten 15 Minuten reichten nicht aus, um die Schaumburger, die sich als sehr unangenehm zu spielende Mannschaft herausstellte, doch noch zu bezwingen. Tor um Tor holten die Gastgeber auf, kamen nach einem 20:25-Rückstand (48.) Zug um Zug heran. In dieser Phase versuchte auch der angeschlagene Tobias Fritsch (Schulterprobleme) noch einmal alles. Hatte er zuvor eher mit angezogener Handbremse agiert, da er offensichtlich keineswegs schmerzfrei war, ließ er in dieser Phase Schulter, Schulter sein und kämpfte verbissen. Aber selbst die Unterzahl der Schaumburger kurz vor Schluss brachte nicht das zuvor nicht unbedingt angepeilte, aber schließlich sogar ersehnte Unentschieden.
Spaß hatten trotz der Niederlage aber Nachwuchs-Handballerinnen aus Rosdorf. Wobei sie ihr Herz nur einem an diesem Tag schenkten: "Onno, wir lieben dich", sangen sie auf der Tribüne. Ein Erinnerungsfoto und auch Autogramme gab es von ihrem Lieblingskeeper trotzdem dieser verständlicherweise nicht in Hochstimmung war.
TV Jahn: Trojanski, Döscher, Zwengel – N. Grolig (1), Fritsch (4), Mittelstädt, Schuldes (4), Effenberger (8/2), V. Grolig (2), Barth (1), Kanyo (5/1), Batinovic (2).
Beste Werfer HSG: Reinsch (7), Blanke (6).
Stationen: 1:3 (3.), 4:7 (8.), 7:12 (24.), 10:15 (30./Halbzeit) – 15:19 (37.), 18:24 (45.), 18:25 (47.), 22:27 (52.), 25:28 (57.), 27:28 (60.).

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