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Handball: Oliver Keil zum Spiel Rosdorf gegen Duderstadt

Interview Handball: Oliver Keil zum Spiel Rosdorf gegen Duderstadt

Was in der Handball-Bundesliga das Duell zwischen den schleswig-holsteinischen Vereinen THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt ist, ist in Südniedersachsen das Derby zwischen der HG Rosdorf-Grone und dem TV Jahn Duderstadt, das am Sonnabend um 18.30 Uhr in der Rosdorfer Sporthalle angepfiffen wird. Rechtsaußen Oliver Keil hat sowohl für den HG-Vorgänger 1. SC Göttingen 05 als auch für die Duderstädter schon zu Zweitliga-Zeiten gespielt.

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Durchsetzungsstark: Oliver Keil Mitte der 1990er Jahre im Trikot des 1. SC 05.

Quelle: Holzigel

Vor zehn Jahren hat der Linkshänder aus Göttingen seine sportliche Karriere im Eichsfeld beendet.

Wann haben Sie zuletzt ein Handballspiel in einer Sporthalle live gesehen?
Ganz ehrlich: Seitdem ich aktiv nicht mehr dabei bin, war ich auch nicht mehr zum Zuschauen in einer Halle. Mit zwei Schuh-Geschäften und Öffnungszeiten von Montag bis Sonnabend gehört der Sonntag dann der Familie. Für einen Einsatz in einer zweiten Mannschaft war mir das Verletzungsrisiko – angesichts der Selbstständigkeit und einem eventuellen Ausfall – immer zu hoch. 

Gibt es noch Kontakte zu ehemaligen Handballern des 1. SC 05 und des TV Jahn?
Die Kontakte sind locker geblieben. Zu Volker Hempfing und Frank Sobotta aus 05-Zeiten und zu Markus Scheurer, Björn Breckerbohm und Ekki Loest, der ein guter Freund geworden ist, aus Duderstädter Zeiten habe ich noch Verbindung. Die schauen ab und zu mal im Geschäft vorbei oder wir halten über WhatsApp Kontakt.

Welche Erinnerungen haben Sie an die früheren Zweitliga-Derbys der beiden Teams?
Ich habe die Zweitliga-Derbys damals ja auf jeder Seite gespielt. Das waren immer ganz besondere Spiele. Vor allem wenn du als Aktiver 60 Minuten auf dem Feld gestanden hast und nicht auf der Ersatzbank gesessen hast. Ein paar Tage vorher fing die Nervosität an, dann kam die innerliche Unruhe. Schließlich waren die Trainingseinheiten ja schon auf das Spiel ausgerichtet. Das Gefühl vor diesen Derbys war vergleichbar mit der Aufregung vor einer wichtigen Klausur. Mit 05 haben wir mal eine ordentliche Klatsche gegen Duderstadt bekommen. In den Jahren, als ich dann für Duderstadt gespielt habe, waren wir die dominierende Mannschaft. 05 ist ja dann abgestiegen, so dass wir uns später nur noch bei Turnieren oder in der Saisonvorbereitung gegenüber gestanden haben. 

Verfolgen Sie die Szene heute noch? Was wissen Sie über die beiden Mannschaften?
Das, was ich über beide Mannschaften weiß, habe ich in den Spielberichten im Tageblatt gelesen. Eine Wertung über die Trainer, Spieler und den derzeitigen Leistungsstand kann ich deshalb nicht abgeben.

Wer gewinnt das Derby am kommenden Sonnabend – und warum?
Mein Herz hängt nach sieben Jahren als Spieler beim TV Jahn noch immer an der Duderstädter Mannschaft. Die Verbundenheit zu dem Verein ist einfach größer als zur HG Rosdorf-Grone, die ja nur der Nachfolgeverein des 1. SC 05 ist. Es war eine tolle, intensive Zeit dort im Eichsfeld. Ich würde mich freuen, wenn Duderstadt am Sonnabend gewinnen würde. Auch, weil ich den Manager Ekki Loest wirklich gern mag.

Werden Sie in der Halle sein?
Nein, auch dieses Spiel werde ich mir nicht anschauen. 

 Interview: Kathrin Lienig

Heute ohne Ball, dafür auf dem Snowboard
Oliver Keil hat vor zehn Jahren seine Handball-Laufbahn beim damaligen Regionalligisten TV Jahn Duderstadt aus beruflichen Gründen beendet. Der Linkshänder auf Rechtsaußen hatte nach dem Ende der Saison 1996/97 seinen Stammverein 1. SC 05 in Richtung Eichsfeld zum Ligakonkurrenten verlassen. Die Schwarz-Gelben waren in dieser Spielzeit aus der 2. Bundesliga abgestiegen. Der heute 44-jährige Keil hat sich komplett aus dem Handballsport zurückgezogen, sein Sohn Mika (6) ist inzwischen beim ASC 46 in die Fußstapfen seines Vaters getreten, Noah (4) zieht es eher zum Fußball. Zwei- bis dreimal pro Woche versucht sich der Schuh-Betriebswirt, der zwei Schuhgeschäfte in Göttingen betreibt, sportlich zu betätigen. Das Laufen und die Besuche im Fitnessstudio sorgen für die entsprechende Kondition, die der Familienvater benötigt, wenn er Snowboard fährt. kal
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