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Hardenberger Damen sind noch lange nicht satt

Golf Hardenberger Damen sind noch lange nicht satt

Zwei Jahre brauchte das erste Damenteam des Golf-Clubs Hardenberg nach dem Einstieg in den Wettkampf-Betrieb, um sich in der untersten Klasse, der 15 Mannschaften umfassenden Gruppenliga Niedersachsen/Bremen, zu akklimatisieren.

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Hardenberger Shooting Stars: Nina Schridde, Georgina Parker, Laura-Sophie Zurmöhle, Antonia Eberhard, Luisa Huß (hinten von links), Alena Gottschalk, Kari Behnken und Luisa Brandis (vorne) sowie Alma Sartorius (fehlt auf dem Bild) schafften den Durchmarsch von der Gruppen- in die Regionalliga.

Quelle: EF

Dann startete die Mannschaft um Kapitänin Luisa Brandis richtig durch, zündete den Turbo und schaffte nach dem Aufstieg in die Oberliga in dieser Saison den Durchmarsch in die Regionalliga Nord. Souverän mit 6,5:2,5 gewannen die Hardenbergerinnen auf der Anlage des GC Hamburg-Holm das Aufstiegsspiel gegen den Thüringer GC (Tageblatt berichtete).

„Jetzt haben wir unsere erste Herrenmannschaft überholt. Die spielt schon einige Jahre in der Oberliga“, verkündet Brandis stolz. „Das zu schaffen, hat uns zusätzlich motiviert. Allerdings ist das Niveau bei den Herren höher. Deren Handicap liegt fast durchweg im Plusbereich, also unter 72 Schläge pro Runde“, relativiert sie den Klassenunterschied.

Bei den Damen bewegt sich bislang nur Georgina Parker auf diesem Level. Dass sich die in Bad Pyrmont lebende gebürtige Britin vor zwei Jahren den Hardenbergerinnen angeschlossen hat, gab dem Team den ersten großen Schub. Eine weitere Qualitätssteigerung erfuhr die Mannschaft, die in Laura-Sophie Zurmöhle ihre zweitbeste Akteurin hat, durch die in dieser Saison hinzugekommenen Alena Gottschalk und Antonia Eberhard. „Antonia ist erst zwölf Jahre alt, ein Supertalent und schon Zweite der niedersächsischen Jugendrangliste“, erzählt Brandis. Eberhard senkt das Durchschnittsalter des ohnehin sehr jungen Teams noch ein Stück weiter. „Ich bin mit 30 Jahren die älteste Spielerin. Die nächst jüngere ist gerade mal 25“, verrät Brandis.

Die Kapitänin, die vor einigen Jahren zum Hip-Hop-Weltmeisterschaftsteam der Göttinger Dance Academy gehörte, beteuert, dass sie sich damals nicht habe vorstellen können, jemals Golf zu spielen. Bis ihre Mutter sie überredet habe, es einmal auszuprobieren. „Jetzt ist das bei mir wie eine Sucht“, gesteht sie. „Es treibt mich immer wieder auf den Platz hinaus, obwohl ich mir – wenn es mal wieder richtig schief gelaufen ist – schon oft geschworen habe, alles an den Nagel zu hängen. Momentan ist Golf sogar mein Lebensmittelpunkt“, lacht Brandis. Seit Abschluss ihres Betriebswirtschaftsstudiums arbeitet sie unter anderem im Shop des Hardenberger Golfresort in Levershausen und ist für die Öffentlichkeits- und Pressearbeit des GCH zuständig.

Golf könne man allein, zu zweit oder im Team spielen. Es fördere Konzentrations- und Koordinationsfähigkeiten ebenso wie die Kondition – schließlich sei man bei einem Turnier gut zehn Stunden auf den Beinen und lege jede Menge Kilometer zurück. Außerdem sei Golf überhaupt nicht so elitär und teuer, wie oft behauptet wird, rührt Brandis mit viel Überzeugungskraft die Werbetrommel für ihre Sportart.
„Die nächste Saison wird bestimmt schwierig“, sagt sie mit Blick auf die hohe spielerische Qualität in der Regionalliga. Doch davon einschüchtern lassen will sich das junge Hardenberger Team nicht. „Natürlich kann viel schiefgehen, aber wenn es gut läuft und alle ihren Level halten, ist sogar der Sprung in die 2. Bundesliga möglich“, verkündet die Kapitänin selbstbewusst. „Wir dürfen nur nicht nachlassen und müssen weiter am Ball bleiben.“

Dazu gehöre auch intensives Video-Training in den Wintermonaten, in denen unter Anleitung von Golfschul-Trainerin Melanie Dyck virtuell Bälle geschlagen werden – so wie bei einem Fahrsimulator Autofahren geübt wird. Darüber hinaus hoffen Brandis und ihre Mitstreiterinnen auf Zuwachs von Akteurinnen auf ähnlich hohem Level, etwa durch Studienanfängerinnen in Göttingen. Schließlich ist der GCH aufs Engste verbunden mit der Golfrange der Universität am Sprangerweg. Zudem habe GCH-Golfschulleiter Stefan Quirmbach in der Szene einen sehr guten Ruf und ziehe immer mal wieder vielversprechende Verstärkungen an.

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