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Hollenbachs Knie ist Gold wert

Bilshäuser markiert den Siegtreffer gegen Lenglern Hollenbachs Knie ist Gold wert

Am Ende hat der Kapitän seine Kernkompetenz einfach vernachlässigt. Statt das eigene Tor zu schützen, stürmte Bilshausens Innenverteidiger Niels Hollenbach im Fußball-Bezirksliga-Spiel gegen die SG Lenglern in den gegnerischen Strafraum - und erzielte prompt den umjubelten 3:2-Siegtreffer.

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Wird von allen geschätzt und akzeptiert: Niels Hollenbach, Kapitän des SV Bilshausen.

Quelle: Jan Helge Schneemann

Bilshausen. Sein Schuss unter die Latte in der Nachspielzeit nach einem Freistoß von Xavier Rosenthal brachte seinem Team den siebten Saisonsieg und etwas Luft im Kampf gegen den Abstieg ein. Dass der zweikampf- und kopfballstarke Abwehrrecke mit Wucht und Willen quasi mit dem Abpfiff den Ball zu seinem zweiten Saisontor in die Maschen donnerte, ist jedoch kein Zufall. „Niels ist ein echter Kämpfer und extrem ehrgeizig. Er gibt immer alles bis zum Schluss“, lobt sein Trainer Jan Diederich und stellt dem Teamführer auch menschlich ein gutes Zeugnis als „absoluter Sympathisant“ aus.

Bei Standards begibt sich der 1,85 Meter-Mann regelmäßig vor des Gegners Gehäuse. „Ich bin zwar nicht für viele Tore bekannt, aber ab und zu mache ich schon mal einen rein“, sagt der 27-Jährige schmunzelnd - wie gegen Lenglern: „Den habe ich mit dem Knie erwischt, aber Hauptsache drin.“

Mit fünf Jahren hat Hollenbach, der in Göttingen Biologie studiert hat und seit Februar in Steinheim arbeitet, in Bilshausen erstmals die Fußballschuhe geschnürt, ist dem Verein bis auf ein dreijähriges Gastspiel in Wulften treu geblieben. „Wir haben einfach eine gute Truppe, die Jungs halten zusammen und wir ziehen auch mal gemeinsam los“, unterstreicht der Kapitän den Teamgeist.

Anfangs pendelte Hollenbach, der das Kopfballspiel und eine ordentliche Grundschnelligkeit als Stärken angibt, täglich knapp 100 Kilometer zur Arbeit und zurück, doch das war auf Dauer zu viel Aufwand. Aufgrund der Entfernung kann der Innenverteidiger, der einst als Rechtsaußen anfing und nun die Spielweise von Bayern Münchens Arturo Vidal schätzt, jetzt nur noch freitags mit den Teamkollegen trainieren: „Da versuche ich dann immer, besonders Gas zu geben.“

Am Sonnabend steht für sein Team das Derby gegen den SV Germania Breitenberg an. „Dort war es immer schwer“, warnt Hollenbach, erwartet ein kämpferisches Duell und empfiehlt deshalb, „mit voller Konzentration“ zu agieren. Am besten bis zur letzten Sekunde - so wie er es gegen die SG Lenglern vorgemacht hat.cro

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