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“Star Wars” ist der härteste Gegner

Hrvoje Batinovic vom TV Jahn im Porträt “Star Wars” ist der härteste Gegner

Die Bude ist der Knaller. Ruhige Lage, viel Platz. „Hier fühle ich mich richtig wohl“, sagt Hrvoje Batinovic, Handball-Star des Oberligisten TV Jahn Duderstadt. Es ist 7.15 Uhr, gerade hat der Wecker den Kroaten aus dem Schlaf gerissen.

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Leistungsträger beim TV Jahn Duderstadt und Fitnesstrainer bei „kukphysio“: Hrvoje Batinovic.

Quelle: Arne Bänsch

Duderstadt. Zum Glück ist der Weg von seiner Wohnung zu seinem Arbeitgeber „kukphysio“ nicht weit. Auf ein gemeinsames Frühstück mit Lana, die genau wie Batinovic aus dem südkroatischen Metkocic stammt und seit Sommer seine Ehefrau ist, verzichtet der 28-Jährige an diesem Morgen jedoch. Das wird bei seinem Arbeitgeber eingenommen, bevor Batinovic seinen Job als Fitnesstrainer um 8 Uhr beginnt. „Manchmal muss ich auch erst um 12 Uhr anfangen zu arbeiten. Dann gibt es ein gemeinsames Frühstück“, erklärt der Jahn-Linksaußen.

In Kroatien hat der ehemalige Nationalspieler und Champions-League-Teilnehmer einen Bachelor in Sportwissenschaften absolviert. Unter dem T-Shirt zeichnen sich kräftige Muskeln ab, als Fitnesstrainer Batinovic seine Gruppe zu wummenden amerikanischen Hip-Hop-Beats ins Schwitzen bringt. Manche Teilnehmer dürfen gerade erst Auto fahren, andere kratzen bereits an der 50 oder haben diese überschritten. „In Kroatien habe ich auch Kinder trainiert“, erklärt Batinovic nach einem Schluck aus der Pulle. In der ist wohlgemerkt Wasser – Alkohol gönnt sich der Ausnahmespieler, den sein Trainer Thomas Brandes als „Vorzeigesportler“ adelt, höchstens nach tollen Siegen mit seinem Team wie zuletzt beim 32:28 gegen die HSG Nienburg.

Auch auf die Ernährung achtet der 1,86 Meter-Mann. Fastfood gibt es maximal einmal im Monat. Oft steht Hähnchen auf dem Speiseplan. „Ich esse alles, aber ich habe auch einen hohen Kalorienverbrauch“, erklärt der Vorzeigeathlet, der nach nur knapp elf Monaten in Duderstadt schon bemerkenswert gut Deutsch spricht. „Ich habe eben Talent“, sagt Batinovic und lacht. Der Arbeitstag ist geschafft. Die Möglichkeiten bei seinem Jobgeber hat der Kroate genutzt, um selber noch Crossfit zu trainieren. „Das mache ich jeden Tag. Nur freitags vor den Spielen nicht“, erklärt „Tyson“. Diesen Spitznamen hat ihn sein Vater schon als Kind verpasst. „Nach einem Streit mit einem anderen Kind“, verrät er.

Zu Hause lässt es „Tyson“ aber ganz ruhig angehen. Ein bisschen relaxen auf der Couch steht an. Action gibt es dann nur auf dem Bildschirm, wenn Batinovic sich per „Netflix“ eine Serie oder einen Film ansieht. Im Kino hat der Jahn-Torjäger kurz nach seiner Ankunft im Eichsfeld den neusten „Star Wars“-Streifen geschaut: „Ich habe aber nichts verstanden, die haben zu schnell gesprochen.“ Abends steht noch Training mit seinen Duderstädter Jungs an. Mittwochs leitet Batinovic die Einheit selber.

Auch hier ist er voll fokussiert, geht voran, greift verbal auch mal energisch ein, wenn Übungen nicht mit der nötigen Konzentration ausgeführt werden. „Ich mache auch gerne Spaß, aber Training ist eben Training“, mahnt der Modelathlet an. Bleibt dann noch Zeit, spricht der Jahner Leistungsträger per Skype mit seiner Familie. Die ist groß, Batinovic hat drei Schwestern und zwei Brüder. Die spielen beide Fußball, haben es bis in die erste kroatische Liga geschafft. Es ist spät geworden, im Hause Batinovic wird es Zeit, das Licht auszuknipsen. Ob er nächste Saison noch in Duderstadt spielt? „Mal sehen“, sagt der Torjäger lächelnd. cro

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